Jan Zweyer

Notizen - 2013

Die P38 am rechten Rand der Notizen zielt auf Veranstaltungshinweise

Wenn Sie auf die Bilder im Text klicken, werden diese vergrößert.

Das Archiv aus früheren Jahren findet sich hier: 

18. Dezember 2013
Das Ende naht oder nicht?

Es hat einige Tage gedauert, bis ich mich von dem Schock erholt habe: Ich bin 60 Jahre alt geworden. Sechzig! Ich fasse es nicht. Als ich so um die Zwanzig war, erschienen mir 60jährige wie vertrocknete Greise. Und jetzt gehöre ich selbst zu dem Verein der „jungen Alten“. Wenn jemand zukünftig von Senioren sprich – der meint auch mich. Nur gut, dass es die Kids heute im allgemeinen nicht stört, wenn jemand meines Alters im Bus stehen muss, während sie sitzen. „Opa, du kannst dich ruhig auf meinen Platz setzen.“ Das würde ich nicht ertragen. Ab sofort werden die Lebensjahre nicht mehr gezählt, sondern ignoriert. Und Udo Jürgens gehört: Mit 66 Jahren ...

Ihnen allen schon jetzt schöne Feiertage und einen guten Rutsch.

Bild: Reinhard Jahn
Bild: Reinhard Jahn (v.l.: Arnd Federspiel, H.P. Karr, Christiane Dieckerhoff, Mischa Bach, Jan Zweyer, Mitarbeiterinnen teen&baby

10. Dezember 2013
Krimitag in Essen

Das war eine schöne Veranstaltung im Bürgermeisterhaus in Essen-Werden. 1938 verstarb am 8. Dezember Friedrich Glauser, einer der „Väter“ des deutschsprachigen Kriminalromans. Ihm zu Ehren veranstalten Autorinnen und Autoren des Syndikats in diesem Jahr zum dritten Mal den sogenannten internationalen Krimitag. In Deutschland, Österreich und der Schweiz lesen sie aus ihren Romanen zugunsten eines guten Zwecks.

In Essen unterstützten wir teen & baby, eine Mütter-Kind-Beratung. Alle Mitwirkenden verzichteten auf ihre Gage und spendeten Bücher (oder Geld, wenn sie wie ich keine Bücher mehr hatten), die ebenfalls für den guten Zweck verkauft wurden. Auf einen Eintritt wurde ebenfalls zugunsten einer Spende verzichtet.

Etwa 50 Zuhörer wollten dabei sein und so kam die schöne Summe von fast 600 Euro zusammen, die es teen & baby ermöglichen soll, einen neuen Teppich für das Spielzimmer zu kaufen.

Im nächsten Jahr wird es die Fortsetzung auf dem 4. Krimitag geben.

21. November 2013
Nichtssagendes

Wenigstens jeden Monate sollt ich mich aufraffen, hier etwas zu posten. Nur: mir fällt nichts rechtes ein. Also schreibe ich einfach, dass mir nichts einfällt. Und fülle so einige Zeilen. Keine besonders tolle Idee, ich weiß. Aber besser als nichts,. Oder auch nicht.

31. Oktober 2013
Krimitag

Zu Ehren Friedrich Glausers gibt's in diesem Jahr zum zweiten Mal am 8. Dezember den Krimitag. In ganz Deutschland lesen Krimiautorinnen und -autoren für einen guten Zweck.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos, Spenden werden aber gerne zugunsten einer sozialen Einrichtung entgegen genommen.
Auch in Essen gibt es den Krimitag, an dem ich mit von der Partie bin. Thema hier: Verbrechen mit Geschichte. Alle Lesenden haben historischer Kriminalromane geschrieben und geben daraus etwas zum Besten. Ich lese eine Passage aus Franzosenliebchen. Auf unserer Veranstaltung geht das hoffentlich reichlich fließende Geld an teen und baby, eine Einrichtung zur Mutter-Kind-Betreuung in Essen.
Mehr auf der Ankündigung rechts.

Bild: Barbara Saladin
Das Foto zeigt Jan Zweyer auf seiner Lesung auf Juist

15. September 2013
Krimifestival

Anfang September veranstaltete Thomas Koch das 8. Krimifestival Tatort Töwerland auf der Insel Juist. Rund neunzig zahlende Gäste hörten an drei Tagen den fünf Autorinnen und Autoren zu. Auch ich war dabei. Es hat wie immer viel Spaß gemacht. Juist ist eben eine Reise wert.

21. Juli 2013
Vernachlässigung

Irgendwie habe ich diese Eintragungen in letzter Zeit doch ziemlich vernachlässigt. Sorry. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur anführen, dass
a) wir in Urlaub waren
b) mein neues Buchmanuskript korrigiert und überarbeitet werden musste und
c) mir beim besten Willen nichts eingefallen ist, was die NSA interessieren könnte.
Eigentlich schade.

21. Mai 2013
Neues Projekt III - Geschichte wird gemacht

Es ist vollbracht. Das Rohmanuskript meines Historienschinkens ist fertig. Rund 1260 Normseiten - gut, das ich den Text nur schreiben musste, nicht aber lektorieren. Nun werde ich mir einen Literaturagenten suchen, der mir bei der Vermarktung des Textes hilft. Und hoffentlich können Sie das Haus der grauen Mönche dann in einigen Monaten im Buchhandel kaufen.

Bild: Christoph Fasel

17. Mai 2013
Talk im Keller

Vor einigen Tagen war ich Gast bei Welle Wanne, dem Krankenhausradio des St. Anna Hospitals in Wanne-Eickel. Dort wurde ich mit Fragen gelöchert (die einzige, die ich nicht beantwortet habe, war die nach meinem Gewicht). Überrascht war ich, wie – von einer Ausnahme abgesehen – jung das Team war, welches dort das Radio betreibt. Allerdings frage ich mich, wie viele Patienten sich die knapp zweistündige Sendung wirklich angehört haben. Obwohl das eigentlich ja auch völlig wurscht ist, denn ich habe dort gerne getalkt.

22. Februar 2013
Die weiße Rose

Heute vor siebzig Jahren wurden Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst in Stadelheim ermordet.
Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

14. Februar 2013
Neues Projekt II

Manchmal reicht es nicht aus, in einem Buch nachzuschlagen oder im Netz zu surfen, um an bestimmte Informationen zu kommen. So war es auch bei meinem neuen Projekt. Ich benötigte einige Hinweise, die ich mir von den Statarchivaren in Schneeberg (Erzgebirge) und der Hansestadt Lübeck erhoffte. Also habe ich beide Behörden angeschrieben: Lübeck per simpler Mail, Schneeberg hat sogar auf seiner Webseite ein Anfrage-Formular entwickelt. Und das Ergebnis? Die Antwort aus Lübeck kam am folgenden Tag - knapp, aber genau das, was ich wissen wollte. Schneeberg schweigt seit jetzt fast vier Wochen. Ob das Formular nur dazu dient, meine Anfrage besser abheften zu können? Stadtarchive scheinen nur so gut zu sein wie ihre Mitarbeiter.

29. Januar 2013
Werbung, schamlose

Die wichtigsten Arbeitsmittel für Schriftsteller sind neben dem Computer ein vernünftig beleuchteter Arbeitsplatz und ein bequemer Bürostuhl. Ich benutze seit knapp zehn Jahren einen der Firma Sedus  (Wer es genau wissen möchte: einen open up 103) In diesem Stuhl kann man nicht nur sitzen, sondern sich auch vom anstrengenden Tagwerk am Rechner ausruhen.  Billig war das Teil damals in der Tat nicht, aber obwohl ich nicht gerade ein Leichtgewicht bin, ist der Stuhl auch nach fast zehn Jahren so gut wie neu – mit einer kleinen Ausnahme allerdings: die Rollen.Als ich diese wechseln wollte, sind mir durch meine Ungeschicklichkeit zwei der Kunststoffösen, in denen die Rollenschäfte stecken, damit sie nicht aus dem Stuhlfuß herausrutschen, gerissen und unbrauchbar geworden. Ohne diese Ösen fallen die Rollen allerdings bei jeder Bewegung des Stuhles auf den Boden, der Stuhl kippt und setzt dann auf. Ich konnte den Drehstuhl nicht mehr benutzen. Also mussten diese Ösen her, wollte ich den teuren Drehstuhl nicht dem Sperrmüll übereignen.
Die Firma, bei der ich das Teil gekauft habe, gibt es nicht mehr. Andere Unternehmen, die Sebus im Programm haben und die ich mit der Bitte um Hilfe angemailt habe,  bedauerten entweder mit einem Formschreiben oder antworteten erst gar nicht. Bis ich auf die Idee kam, mich direkt an die Firma Sebus zu wenden. Ich schrieb die Mail an einem Sonntagnachmittag. Am frühen Montagmorgen danach bekam ich Antwort. Eine nette Mitarbeiterin des Kundenservice meinte, sie würde mir die beiden Ösen zuschicken. Heute morgen, nur einen Tag später, waren sie in der Post und ich kann endlich wieder am Rechner sitzen und Bücher schreiben. Ein wirklich toller Service der Firma Sedus. Danke.
Ein Freund hat mir einmal gesagt, er habe nicht genug Geld, sich Billigprodukte zu kaufen. Diese müsse er zu schnell ersetzen. Da ist was Wahres dran.

22. Januar 2013
Neues Projekt

890 Normseiten! Und rund 400 fehlen noch. Selten habe ich so intensiv an einem Buch gearbeitet wie an diesem. Es wird ein historischer Schmöker werden, der um das Jahr 1500 herum angesiedelt ist. Hauptfigur ist eine Waise namens Jorge von Linden. Nein, kein Adeliger. Ein Bauernjunge, der aus dem früher selbständigen Kirchspiel Linden stammt (heute ein Stadtteil von Bochum) und den es dann nach Hattingen verschlägt, später ins Sauerland, weiter in das Erzgebirge und von dort nach Lübeck, bis sich der Kreis wieder in Hattingen schließt. Bevor Sie aber zum Buchhändler rennen und das Buch vorbestellen möchten: Es ist
a) noch nicht fertig (dauert noch bis zum Frühsommer) und
b) habe ich noch keinen Verlag. Aber das kommt noch.
BIs dahin lesen Sie doch einfach meine Krimis noch einmal.