Jan Zweyer

Notizen - 2010

Die P38 am rechten Rand der Notizen zielt auf Veranstaltungshinweise

Wenn Sie auf die Bilder im Text klicken, werden diese vergrößert.

Das Archiv aus früheren Jahren findet sich hier: 

Der verschneite Kunst- und Duftwald
Bild zeigt den verschneiten Kunstwald
Tessa
Bild zeigt die Hündin Tessa

17. Dezember 2010
Schnee ohne Ende

Die Teutoburgiasiedlung versinkt im Schnee. Sieht ja wirklich toll aus, und auch unsere Hündin Tessa freut sich (s. Bilder). Aber dieses Schneeschippen! Gefühlte 300 Meter Gehsteig müssen schnee- und eisfrei gehalten werden. Wenn ich hätte Schnee wie im Allgäu haben wollen, wäre ich dahin gezogen. Diese Bergbewohner kennen sich mit so was aus. 
Aber bei uns im Ruhrgebiet? Wir Flachlandtiroler brechen ja bereits in Panik aus, wenn auch nur eine Schneeflocke herunter rieselt. Schlagartig bricht der Verkehr zusammen, Streusalz ist überall ausverkauft und vor unserem geistigen Augen erscheinen Blizzards. Is ja auch wat dran.
Aber Spaß macht's trotzdem.

11. Dezember 2010
Kurz-Kurz-Krimi

Es gibt das Sub-Genre der extremen Kurzkrimis. Hier ist meiner:
Am Tag ihrer Goldenen Hochzeit servierte sie ihm Marzipantorte, er Schokoladenpudding. Beide hatten die Süßspeisen mit viel Liebe zubereitet. Sie hatte Zyankali beigemischt, er Strychnin. Das umfangreiche Erbe trat ihr Sohn an, der als Apotheker arbeitete.

15. November 2010
Sonnensystem

Wir wohnen in der Teutoburgia-Siedlung in Herne, etwa dreihundert Meter von der gleichnamigen, heute stillgelegten Zeche entfernt, die Bestandteil der Tour de Ruhr ist. Der Förderturm wird nachts illuminiert, in blaues Licht getaucht und ist Ziel vieler Hobbyfotografen. Bisher ging ich davon aus, dass ein in der ehemaligen Maschinenhalle der Zeche arbeitender Klangkünstler allabendlich den Beleuchtungsschalter umlegt. Seit heute weiß ich es besser.
Während meines Spazierganges mit dem Hund wäre ich im Dunkeln fast über das Stativ eines solchen Fotografen gestolpert. Daneben stand ein anderer Mann, der ebenfalls seinen Hund ausführte. Zwischen ihm und mir entspannte sich folgender, wegweisender Dialog:

Ich (in Richtung Fotograf): „Das kann ab er noch dauern, bis die Strahler angehen. Ich habe den Wagen (des Klangkünstlers) nicht gesehen. Vielleicht bleibt es heute dunkel.“
Mann: „Nee, dat macht der da nich.“
Ich: „Was macht der nicht?“
Mann: „An.“
Ich: „Aha.“
Mann: „Dat geht automatisch. Dat liegt am Sonnensystem.“
Ich: „Am Sonnensystem?“
Mann: „Jau.“
Ich: „Wie das?“
Mann: „ Weiß ich nich genau. War abba teuer. Wahrscheinlich is da so’n Fühler nach oben am Sonnensystem.“
Ich: „Ein Fühler?“
Mann: „Jau. Dat is blau.“
Ich: „Ich weiß, dass das Licht blau ist. Aber eingeschaltet werden kann das doch eigentlich nur manuell oder über einen Dämmerungs- oder Zeitschalter, oder?“
Mann: „Nee, dat kommt vom Sonnensystem.“

Ich verabschiedete mich.

29. Oktober 2010
NRW-Duell

Wie mir ein Nachbar erzählte, war ich - genauer: meine Bücher - Gegenstand einer Frage im NRW-Duell im WDR-Fernsehen. Wie es hieß, wusste der Befragte die richtige Antwort -meinen Namen - nicht.
Ts, ts ... Hoffentlich war ich nicht die Fünf-Euro-Frage. Das tät mich schon grämen.
Wobei ich die Sendung noch nie gesehen habe und deshalb auch nicht weiß, wie die Fragen bewertet werden. Aber  für'n großen Schein mit zwei Nullen sollte ich doch schon gut sein, oder?

Das Cover des Kettenkrimis
Cover von Der Mopp ist weg

24. Oktober 2010
Lange Grafit-Kriminacht

Im Dortmunder Jazzclub Domizil fand am Freitagabend eine Krimilesung besonderer Art statt: 17 Grafit-Autoren (davon einer via Filmbeitrag) stellten einen Kettenkrimi vor, der extra für diese Veranstaltung geschrieben worden war. Zu kaufen gibt es das – zugegeben – manchmal etwas skurrile Gesamtkunstwerk nicht. Dafür können Sie aber hier über das Event lesen. Und an dieser Stelle den Text als pdf-file herunterladen (Größe: 2,9 MB, also etwas Geduld). Viel Spaß beim Lesen.

14. Oktober 2010
Rettungsaktion

Alle 33 chilenischen Bergleute und auch die sechs Helfer sind wieder über Tage. Eine tolle Rettungsaktion.
Herzlichen Glückwunsch und Glück Auf nach Chile.

5. Oktober 2010
Textanalyse


Die FAZ hat sich etwas Tolles einfallen lassen. Ein Programm, das es bisher nur für die englische Sprache gab, haben sie für die deutsche Sprache umschreiben lassen. Mit dieser Software kann nun jedermann analysieren lassen, in welchen Stil er denn schreibt: wie Goethe, Böll, Heine, Kehlmann oder wasweißichwem. Einfach auf diese Seite gehen, Text eingeben, fertig.
Ich habe das versucht. Habe insgesamt vier Kapitel meines Romans Goldfasan untersuchen lassen. Das Ergebnis: zwei Kapitel, meint die Software, läsen sich so wie von Daniel Kehlmann, eines wie von Uwe Tellkamp und eines wie von Uwe Johnson. Das lässt nur einen Schluss zu: Umgekehrt wird ein Schuh draus. Alle drei Kollegen lesen sich wie Jan Zweyer. Ha!

4. Oktober 2010
Facebook

Nun habe ich mich doch entschlossen, mir einen Facebook-Account zuzulegen. Ich bin also ab sofort auch hier präsent.

4. Oktober 2010
Nächster Halt: Kultur

Unter diesem Motto stand eine Aktion, in deren Rahmen ich Samstag und Sonntag in Zügen gelesen habe und zwar auf der Strecke Duisburg-Xanten und Düsseldorf-Klewe. Die Begeisterung der Reisenden hielt sich am Samstag – vorsichtig formuliert – in Grenzen.
Mein Publikum bestand an diesem ersten Tag unter anderem aus:
- einer Gruppe junger Russen, die sich lautstark in ihrer Muttersprache unterhielten
- türkischen Ehepartnern, die auch nicht zuhörten, aber wenigstens schwiegen
- pickeligen Jugendlichen, die den Stöpsel ihres MP3-Players nur dann aus dem Ohr nahmen, wenn ihre Begleiter ihnen etwas zubrüllten (mit dem Stöpsel im Ohr) oder sie sich für mich unverständlicherweise über ihre Handys verständigten (obwohl sie nebeneinander saßen)
- eine etwa zwanzigköpfige Gruppe von Vorschulkinder nebst Betreuerinnen – vermutlich der Betriebsausflug des Kindergartens aus Wasweißichwo und
- gelangweilten Erwachsenen, die sich demonstrativ hinter ihren Zeitungen versteckten.
Aber ich will es nicht verschweigen: Auch auf diesen Fahrten fanden sich zwei oder drei Interessierte, die mir wirklich zuhören wollten.
Ganz anders der Sonntag. Ich hatte ein wirklich tolles Publikum, das sich gefreut hat, Kriminalstorys zu hören und das sich auch intensiv an den anschließenden Besprächen und Diskussionen beteiligte. Deshalb habe ich mich auch bemüht, ohne Mikro-Unterstützung gegen die Fahrgeräusche und das Brummen eines 3000-PS-Dieselmotors anzulesen. Jetzt bin ich heiser.
Mein Fazit? Ein tolle Aktion. Sollte wiederholt werden. Nur an der Umsetzung müssten die Veranstalter noch etwas arbeiten.
Wie schrieb mir doch so nett eine der Reisenden noch am Sonntagabend: "Auch wenn ich leider vom Lesen akustisch nicht so viel mitbekommen habe, war ich doch von Idee und Ausführung begeistert".
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Tessa von Wesenswart
Das Bild zeigt Tessa, unseren neuen Hund

25. September 2010
Neues Familienmitglied

Seit heute sind wir wieder zu dritt. Tessa von Wesenswart, eine 13 Wochen junge Mittelschnauzerhündin, gehört ab sofort zur Familie. Natürlich hat sie schon fast alles erledigt, was Welpen eben so zu erledigen haben: Erbrechen, Pinkeln, großes Geschäft - und das alles auf den weißen Teppich im Esszimmer. Und das mit dem Auffressen von Schuhen, Anknabbern von Möbeln und Zerbeißen von Socken kommt garantiert auch noch -trotz Spielzeug und Pappkartons (wie auf dem Bild zu sehen). Aber wir haben es ja so gewollt.

13. August 2010
Weltlinkshändertag

Wat et nich allet gibt. Heute ist doch tatsächlich Weltlinkshändertag. Ich bin zwar auch Linkshänder, habe aber bisher den 13. August mehr mit dem Bau des sognennanten "Antifaschistischen Schutzwall" (vulgo: Mauer) in Verbindung gebracht. Na gut. Dann eben Weltlinkshändertag. Zum Gedenken an eine gar nicht so kleine, dennoch vielfach unterjochte Minderheit. Gibt einer einen aus? Halte das Glas auch mit rechts. Garantiert.

10. August 2010
Zuglesungen

Am 2. und 3. Oktober lese ich in Zügen. Und zwar im RE 10 (fährt zwischen Kleve und Düsseldorf) und im RB 31 (Xanten-Duisburg). Das ganze ist eine Werbeaktion zur Unterstützung des Öffentlichen Nahverkehrs, an der auch noch andere Autoren teilnehmen. Wann genau die Lesungen sind und wie genau sie ablaufen weiß ich noch nicht. Lesen werde ich auf jeden Fall meine Kurzgeschichten Mit Walther in Aldekerk, Langes Wochenende und Knapp vorbei ist auch daneben. Der Spaß dauert jeweils vier Stunden. Bin gespannt auf die Resonanz.

1. August 2010
Chronistenpflicht

Ich freue mich, wenn Artikel über mich und meine Bücher erscheinen, sind sie doch immer auch etwas unbezahlte Werbung.
Am Samstag, dem 31. Juli, publizierte die WAZ-Herne einen Bericht über meine Lesung in der Zeche Hannover. Darin hieß es, ich habe meinen Krimi Goldfasan als Regionalkrimi bezeichnet. Ups. Das genaue Gegenteil ist richtig. Der Begriff des Regionalkrimis sei leider, so führte ich zu Beginn der Lesung aus, häufig negativ besetzt. Deshalb halte ich nicht viel von solchen Charakterisierungen.
Weiter schreibt der Autor, die Trilogie um den Hauptkommissar Goldstein schildere, wie drei Polizisten drei unterschiedlichen Systemen dienten. Auch etwas daneben. Es ist nur ein Polizist. Und gerade das macht, finde ich, den Reiz der Geschichten aus.
Na ja. Manchmal wäre es sinnvoll, wenn auch Journalisten auf Lesungen das tun, was die anderen Besucher auch machen: einfach nur zuhören.
Trotzdem vielen Dank für den Artikel und vor allem das schöne Foto.

Das strafbare Bild
Bild zeigt das entsprechende Plakat

21. Juli 2010
Pudding-Attentat

Wie derwesten heute meldet, wurde Martin Budich, verantwortlicher Redakteur von bo-alternativ, in Bochum zu 1.500 € Geldstrafe verurteilt, weil er eine Torte (s. Bild rechts) in seinem Blatt veröffentlicht hat. Das sei, so zitiert derwesten das Gericht, ein ernsthafter Aufruf zur Gewalt. Budich habe damit  - so die Staatsanwaltschaft - „Gewalttaten gegen Nazis billigend in Kauf genommen.“
Mich erinnert das ziemlich an das sogn. Pudding-Attentat auf den US-Vizepräsidenten Hubert Humphrey, welches die Berliner Kommune 1 Anfang April 1967 verüben wollte. Elf Studenten wurden damals wegen einer angeblichen Verschwörung gegen das Leben oder die Gesundheit des bedauernswerten Humprey festgenommen (die Pudding-Bombe wurde allerdings nicht geworfen, eine andere glücklicherweise auch nicht), aber bereits einen Tag später wieder freigelassen.
Auch bei der Gegenkundgebung gegen den Nazi-Aufmarsch am 25.10.2008 in Bochum gab es keine Gewalttaten. Laut derwesten “bedankte sich die Polizei in einer Pressemitteilung allerdings ausdrücklich für den friedlichen Verlauf der Demo. Sie hatte bei Leibesvisitationen der Teilnehmer auch keine Waffen gefunden.“ Und vermutlich wohl auch keine Torten mit Wunderkerzen. Na also.
Martin Buderich will in Berufung gehen. Zu Recht.

16. Juli 2010
Still-Leben

Am Sonntag steigt auf der B1 das Sill-Leben-Spektakel. Auch der Grafit-Verlag ist vertreten: Dortmund-Kley, Block 98, Kilometer 19,1 Tisch 38 und 39. Ich bin auch da. Vermutlich zwischen 11.00 und 13.00 Uhr - wenn es nicht aus Eimern schüttet. Aber danach sieht es ja nicht aus.

15. Juli 2010
Für Sie

Schon vor einigen Wochen erschien in der Zeitschrift Für Sie ein Artikel über Ruhrgebietskrimis - porträtiert wurden Gabriella Wollenhaupt und ich. Nun ist der Artikel (der eigentlich ein Nachdruck aus einer Reisezeitschrift ist und schon vor Jahren publiziert wurde) auch im Web zu lesen. Und zwar hier.

11. Juli 2010
WM II

Einige Gründe, warum Spanien verdient Weltmeister geworden ist:
1. Weil Hollands Spielweise in der ersten Halbzeit teilweise den Charakter einer vorsätzlichen Körperverletzung hatte
2. Weil Spanien einen berechtigten Elfmeter nicht bekommen hat
3. Weil Schlaaand so in der KO-Runde nur gegen den Weltmeister verloren hat
4. Weil Gelb-Rot einfach schöner als die Mischfarbe Orange ist
5. Weil ich zu müde für ein mögliches Elfmeterschießen war
6. Weil Spanien einfach den besseren Fußball gespielt hat
7. Weil Holland eigentlich (fast) noch nie irgendwas Wichtiges gewonnen hat

8. Juli 2010
Verkauftes Sterben

Heute lief im ARD-Morgenmagazin ein Beitrag, der über Durchsuchungen von Apotheken berichtete. Ermittelt wird gegen neunzig Apotheken u.a. wegen des Verdachtes des Betruges. Die Beschuldigten hätten, meint die Staatsanwaltschaft, Medikamente für Krebspatienten mit nicht zugelassenen Substanzen aus dem Ausland hergestellt, weil diese billiger seien. Verkauft wurde das Zeug natürlich zum regulären Preis. Es wurde in der Sendung darüber spekuliert, ob diese Medikamente überhaupt wirksam seien. Das möchte ich mir nun überhaupt nicht vorstellen. Schwerkranke Menschen nehmen voller Hoffnung ihre Medikamente und die sind dann unwirksam? Das wäre dann mehr als nur ein Skandal. Die Vorfälle lägen einige Jahre zurück, meinte die Moderatorin in der Sendung.
Ich habe für Verkauftes Sterben (das 2004 erschienen ist) von einigen Apothekern heftige Kritik einstecken müssen. Völlig übertrieben sei mein Krimi, hieß es, unglaubwürdig. Tatsächlich?
Ach ja, in Deutschland dürfen – so das Morgenmagazin - insgesamt nur 300 Apotheken solche Medikamente selbst herstellen. Und gegen 90 von ihnen wird nun ermittelt. Nur ein paar schwarze Schafe?

7. Juli 2010
WM

Ausgeschlaaand. Schade.

7. Juli 2010
Fritz Teufel
* 17.6.1943 
6.7.2010

Der Stadtindianer ist tot. Traurig.

6. Juli 2010
Och nee

Es gibt Tage, die sollten besser aus dem Kalender gestrichen werden. Erst muss ich am Morgen in der Zeitung lesen, dass Marcelo Bordon meinen Lieblingsclub Schalke in Richtung Katar verlässt, dann überrascht mich dieser FDP-Politiker, der gerade als Gesundheitsminister dilettiert, mit einer sogenannten Reform, die im Grunde darauf hinausläuft, dass eigentlich alles beim Alten bleibt – mit der einzigen Ausnahme, dass die Versicherten mal wieder stärker belastet werden (es kreist der Berg und was dabei heraus kommt, wissen wir ja) und dann gewinnen auch noch die Niederlande im Halbfinale nicht wirklich überzeugend gegen Uruguay.  Wenn die Löw-Kicker also Spanien schlagen sollten (was ich nicht glaube, nun aber auch überhaupt nichts zu sagen hat, da ich mit meinen Tipps ohnehin immer falsch gelegen habe) müssen wir also gegen die Orangenen spielen. Und das geht, da bin mir aber nun wirklich sicher, schief. Oder auch nicht.

30. Juni 2010
Kulturhauptstadtkrimi

Gestern erhielt ich vom Grafit-Verlag die bisher geschriebenen Kapitel des Kulturhauptstadtkrimis 2010, der als Fortsetzungskurzroman von insgesamt 18 Autorinnen und Autoren erdacht und am 22.10. in Dortmund präsentiert werden wird (näheres unter Lesungen). Ich habe mich beim Lesen prächtig amüsiert. Eine – sagen wir – recht skurrile Geschichte über Fußball, Mafia und Bordelle. Freuen Sie sich darauf.

23. Juni 2010
Der K(r)ampf geht weiter

 Ach du meine Güte. Da gewinnt eine Gruppe junger Männer, deren herausragende Qualifikation darin besteht, ziemlich gut gegen einen Ball treten zu können, gegen andere junge Männer, die ähnliche Fähigkeiten vorweisen können, ein eigentlich eher durchwachsenes Fußballspiel und kurz darauf brettern noch andere junge Männer, von deren Qualifikation ich keine Ahnung habe, hupend mit ihren Golfs, BWMs oder Mazdas stundenlang durch unser Stadtviertel und noch jüngere Männer (eher Kids) skandieren mit piepsigen Stimmen „Deutschland, Deutschland“ und pusten angestrengt in ihre Tröten, um ihnen zwar laute, dennoch aber ziemlich klägliche Töne zu entlocken. Wiederum andere – vermutlich auch Männer – jagen ihre von Silvester übrig gebliebenen Böller und Raketen in die Luft. Da wünscht man sich doch fast, dass die schwarz-rot-goldene Equipe im Achtelfinale gegen England ausscheidet. Bliebe dann vermutlich ruhiger. Wäre aber irgendwie auch sch...

11. Juni 2010
WM-Fieber?

Jetzt flaggen sie wieder. Schon seit einigen Tagen zeigen einige unserer Nachbarn ihre Vorliebe für Schwarz-Rot-Gold. Ganze Hausfassaden sind mit überdimensionierten Fahnen bedeckt, niedliche Wimpel grüßen in den Landesfarben von den Dachrinnen und staatliche Banner flattern im Wind. Und dann scheiden die deutschen Elitekicker spätestens im Viertelfinale aus. Dumm gelaufen.

9.Juni 2010
Goldfasan und die Armbanduhr

Dieter Paul Rudolph hat auf den Seiten der Krimicouch einige wirklich lesenswerte Gedanken zu und über historische Krimis veröffentlicht. Auch mein Buch Goldfasan wird erwähnt. Und die bekannte Geschichte der Armbanduhr, die einer der Schauspieler in der alten Ben-Hur-Verfilmung trägt. Wo? Hier

8.Juni 2010
Mord im Bus

Am 26. September wird es eine erneute Auflage der schon fast zur Tradition gewordenen Mord im Bus-Tour geben. Wieder mit dabei: Wichard von Roel. Und ich. Sonst stünde das ja nicht hier.

Krimiautor bei der Arbeit Bild: Arno Specht
Bild zeigt den lesenden Autor Jan Zweyer

21. Mai 2010
Krimi trifft Klangkunst

 Es war zwar ziemlich kalt in der Maschinenhalle der Zeche Teutoburgia, aber das hat dem Spaß keinen Abbruch getan. Rund 60 Zuhörer froren sich am letzten Samstag die Füße ab, als Christof Schläger und ich zum zweiten Mal zu Krimi trifft Klangkunst luden. Der Marler Revierfotograf Arno Specht hat dort fotografiert und auch kurze Filme von unserer Veranstaltung gedreht, sie werden wohl in Kürze auf seiner auch sonst sehr sehenswerten Webseite zu finden sein. Einfach nachgucken.

4. Mai 2010
Zahlen nur bei Gefallen?

Mein Freund Wolfgang Berke hat mit anderen ein tolles Projekt ins Netz gestellt: Unter www.iruhr.de können Sie Fahrrad- und Motorradtouren für’s Revier und Umgebung herunterladen, incl. GPS-Daten zum Nachfahren und -radeln. Alles ist völlig kostenlos – wenn Sie wollen. Natürlich können (und sollten Sie) die Leistung der Autoren auch honorieren – aber was Sie tatsächlich dafür ausgeben wollen, bestimmen allein Sie selbst. Ich bin gespannt, ob sich dieses Geschäftsmodell tatsächlich trägt.

2. Mai 2010
Netzwerkfehler?

Okay, ich gebe es zu. Ungern zwar, aber ich tue es. Die fehlende Fax-Funktion, von der unten die Rede ist, wurde nicht von irgendwelchen Rechnern, Treiber oder Netzwerken verursacht, sondern es lag -ähm - nur an mir. Ich hatte übersehen, dass schlicht der Stecker des Faxgerätes aus dem Router gerutscht war.
Ja, ja, ich weiß. Neunzig Prozent aller Fehler, die Computer machen, liegen an dem Benutzer vor dem Bildschirm.

23. April 2010
Von Macs, Mäusen und Netzen

Vor einigen Monaten dachte ich darüber nach, mir einen neuen Laptop zuzulegen. Leichter als das alte Gerät sollte er sein. Handlich. Mit Windows 7. Nie war es so leicht, versprach mir die Werbung, die Verbindung zu einem Netzwerk herzustellen. Prima, dachte ich mir. Kaufen.
Einige Tage später. Das Objekt der Begierde wurde angeliefert. Schnell packte ich das Teil aus, schloss es an. Das vorinstallierte Windows 7 lief. Das war aber schon alles. Der Rechner war nicht dazu zu bewegen, Kontakt mit meinem Heimnetzwerk aufzunehmen.
Nun nutze ich seit knapp einem Vierteljahrhundert Windows-PC. Zehn dürften es mittlerweile bestimmt gewesen sein. Alles habe ich klaglos ertragen: Kryptische Fehlermeldungen („Windows wurde wegen einer schwerwiegenden Schutzverletzung an Adresse AF 23 DE AA 12 FF beendet“), plötzliche Programmbeendigungen („Das Programm wird beendet und Windows wird heruntergefahren“ oder  „Das Programm reagiert nicht mehr. Zum Beenden xy drücken.“) und schlichte Arbeitsverweigerung des Betriebssystems.
Am schlimmsten aber waren die Mac-User in meinem Bekanntenkreis: „Windows ist kein Programm, sondern der längste Virus der Welt“, habe ich mir mehr als einmal anhören müssen. Und immer wieder gern genommen wurde auch: „Warum kaufst du dir nicht endlich einen richtigen Computer?“  Nun denn.

Wie gesagt, ich bin nicht gänzlich unerfahren mit Rechnern, bilde mir aber auch nicht ein, ein Experte zu sein. Nachdem nun mein neuer Laptop nicht so wollte wie ich, bat ich einen Verwandten um Hilfe, der die Computerei nicht nur studiert, sondern sich in der Vergangenheit auch als sehr kompetenter und hilfreicher Unterstützer erwiesen hatte und den zweiten Vornamen „Netzwerk“ trägt.
Dieser lieber Mensch reiste nun aus weiter Ferne an (natürlich sein Mac-Book und einen neuen Router nebst Verstärker für mich im Gepäck) und konzipierte mein aus drei Rechnern bestehendes Netzwerk neu. Klappte soweit alles prima. Fast. Denn der neue Laptop verweigerte immer noch die Zusammenarbeit. Mit vielen Tricks, die zu berichten den Rahmen dieser Notiz bei weitem sprengen würde, erreichte „Netzwerk“ eine Teillösung. Der Laptop spielte im WLAN mit, dafür scheiterte aber dann der Versuch, den älteren Vista-PC auf Windows 7 hochzurüsten.
Nach gefühlte 20 Stunden konfigurieren, löschen, installieren, umbauen, jeder Menge Bemerkungen wie oben beschrieben und einer Flasche Wein hatte ich die Nase gestrichen voll.
„Schmeiß deinen Mac an“, forderte ich. „Jetzt wird Apple gekauft.“
Mein Verwandter beglückwünschte mich zu meiner Entscheidung und versicherte mir, dass ich diese nie bereuen würde. „Zwei Kabel steckst du rein. Ein Netz- und ein Netzwerkkabel. Den Rest erledigt der Mac völlig allein. Immer!“
Whow! Eine eierlegende Wollmichsau. Für mich allein. Endlich!
Mit entrücktem Blick klopften mir andere Mac-Besitzer auf die Schulter, als sie von meiner Entscheidung hörten. „Ein Traum in Weiß. Nie wieder Computerprobleme“, versprachen sie mir gleichlautend. „Und dann diese Maus. Einfach genial.“

Zehn Tage später stand er dann in meinem Arbeitszimmer. Der neue iMac. 27 Zoll Bildschirmdiagonale. Mit Mühe passte das riesige Ding unter den Hochschrank über meinem Schreibtisch.
Voller Erwartung steckte ich besagte zwei Kabel in den Rechnern und drückte den Einschaltknopf. Wenig später schaute ich verzückt auf den grauen Apfel auf weißem Grund, dann auf den Bildschirm. Alles, was der Mac an Bord hatte, war auch da. Das aber, mit Verlaub, kann Windows eigentlich (meistens) auch. Nur das mit dem Netzwerk klappte immer noch nicht so ganz. Zwar verband sich mein neuer Mac nach der Eingabe eines Kennwortes ohne zu Zögern mit meinem WLAN, aber den Drucker ignorierte auch dieser Computer hartnäckig.
Okay, die Maus sieht toll aus. Keine sichtbaren Tasten links und rechts, kein Scrollrad. Meine alte von Logitech (für Windows) reagierte allerdings besser auf meine Handbewegungen. Aber so etwas denken natürlich nur totale Ignoranten, ich weiß.
Um es abzukürzen: „Netzwerk“ hat mir seitdem schon einmal telefonisch und einmal mittels einer Fernzuschaltung mit dem Mac aus der Patsche geholfen. Irgendwann klappte dann auch das kabellose Drucken. Nur Scannen mit dem Multifunktionsgerät auf dem Mac funktionierte immer noch nicht. Dieses kleine, völlig unwichtige Problem konnte auch „Netzwerk“ nicht lösen.
„Schau dir mal an, wie großartig scharf der Bildschirm ist. Du kannst darauf zig Programme gleichzeitig öffnen und ...“ Stimmt. Ja. Sieht wirklich gut aus, die Kiste.
Ein anderer Mac-Jünger erklärte mir mit Begeisterung in der Stimme, dass der iMac eine geniale Innovation mitbringe: Eine Öffnung im Standfuß des Rechners, durch welche die Kabel geführt werden könnten. Originalton. Ungelogen!
Ich traute mich kaum noch, darauf hinzuweisen, dass ich den Rechner eigentlich nur zur Arbeit brauche und für mich eine gewisse Funktionalität wie das Scannen einfach dazugehöre. Und Kabelöffnungen – mit Verlaub - gab es, wenn ich mich nicht irre, schon zu Zeiten, in denen ich noch mit der Schreibmaschine meine Briefe getippt habe. Aber vielleicht bin ich auch nur einfach zu alt, um solche Geniestreiche der Apple-Entwickler (ich meine die eben erwähnten Löcher in Metallteilen) gebührend zu würdigen. Möglich.

Wie dem auch sei, kabelloses Scannen klappt bis heute nicht. Damit ich diese Funktion nun überhaupt nutzen kann, habe ich mittlerweile den Drucker/Scanner mittels USB-Kabel an den Mac angeschlossen. Nun kann ich mit dem Mac drucken und scannen. Mit dem kabellosen Netzwerk ist die Kiste allerdings nicht mehr verbunden. Wenn ich’s recht überlege: Soweit war ich mit den Windows-PC auch schon mal. Aber egal. Scannen geht nun.
Okay, allerdings nur noch mit dem Mac. Nicht mehr mit meinem anderen PC. Und die Faxfunktion des Druckers funktioniert überhaupt nicht mehr. Egal ob Windows-Rechner oder Mac. Aber das Mac-Design ...

Vermutlich liegt das alles an mir. Denn ein Mac, versicherten mir alle Benutzer eines solchen Geräts mit entrückter Miene, schreie geradezu ständig: „Verbinde mich.“ Und tatsächlich: Nie war es so leicht eine Verbindung ... Halt. Stopp.Das war die Werbung des Konkurrenzvereins.
Wie hat ein Journalist anlässlich der Vorstellung des neuen Apple iPad so schön formuliert: „Kein Mensch brauchte ein iPhone, aber alle wollen es haben. Das gilt vermutlich auch für das iPad.“

Irgendwie werde ich den dummen Verdacht nicht los, dass das auch für andere Produkte aus dem Hause Apple gelten könnte. Aber, wie gesagt. Wahrscheinlich bin ich einfach nur zu alt.

15. April 2010
Etnien und andere Menschen

Ein deutsches Arbeitsgericht hat heute die Klage einer ostdeutschen Buchhalterin wegen Verletzung des Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz abgewiesen. Der Vermerk auf ihren zurück gesandten Bewerbungsunterlagen (ein Minus, ergänzt um den Hinweis „Ossi“) sei kein Verstoß gegen das AGB, so wie es der Anwalt der Klägerin vorgetragen hatte.
Ich vermag nun nicht zu beurteilen, ob die Klägerin tatsächlich wegen mangelnder Qualifikationen – wie das beklagte Unternehmen versicherte - oder wegen ihrer Herkunft aus Ostdeutschland – wie sie vorgetragen hat – abgelehnt wurde. Bedauerlich ist das für sie allemal.
Großartig fand ich aber die Aussage des Anwalts der Klägerin in WDR 2 , er werde vermutlich in Berufung gehen, da das Gericht nicht gewürdigt habe, dass seine Mandantin einer „besonderen Ethnie“ angehöre. Wikipedia definiert „Ethnie“ so: „Völkerkundler (Ethnologen) fassen mit diesem Begriff benannte Populationen von Menschen zusammen, die Herkunftssagen, Geschichte, Kultur, die Verbindung zu einem spezifischen Territorium und ein Gefühl der Solidarität miteinander teilen.“ Das würde auf Ost- wie Westdeutsche zutreffen.
Zur Untermauerung seiner Position meinte der Anwalt allerdings, dass sich der Charakter der besonderen Ethnie u.a. dadurch ableite, dass es in der DDR Wehrsportgruppen gegeben habe. Oh Mann. Das Vorgehen des Unternehmens ist schon völlig daneben. Kein Wunder, dass es verklagt wird. Aber fällt diesem Anwalt nichts besseres als dieser Blödsinn ein?
Mein Gott, lass Hirn regnen.

11. April 2010
Krimi trifft Klangkunst

Karten für die Veranstaltung am 19. Mai (näheres s. Lesungen) können ab sofort unter kontakt.x@keinspam_jan-zweyer.de oder info.x@keinspam_kunstwalt.de bestellt werden. Außerdem hat Christof Schläger weitere Informationen ins Netz gestellt, die hier abgerufen werden können. Dort findet sich auch der WDR-Filmbeitrag über den Kunstwald und unser Projekt. Bitte beachten: Es stehen lediglich 99 Plätze zur Verfügung. Sind diese verkauft, ist definitiv Schluss. Es gilt das Windhundprinzip: Wer zuerst kommt usw.

Stabswechsel bei Grafit: Rutger Booß und Ulrike Rodi
Das bild zeigt Rutger Booß und Ultike Rodi

1. April 2010
Wechsel im Grafit-Verlag

Dr. Rutger Booß, Gründer des Grafit-Verlages und seit mehr als zwanzig Jahren sein Geschäftsführer, ist in den Ruhestand gegangen. Gestern haben wir ihn im Kreis seiner Mitarbeiterinnen, Geschäftsfreunden und natürlich einiger Autorinnen und Autoren verabschiedet. Auf den Seiten des Syndikats findet sich eine kurze Würdigung des (Alt-) Verlegers. Rutger Booß wird im Übrigen für seine Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur in diesem Jahr mit dem Friedrich-Glauser Ehrenpreis ausgezeichnet. Völlig zu Recht, finde ich. Übergeben wird der Preis  am 11. September 2010 auf der Criminale in Schleiden/Gmünd.
Natürlich wird es Grafit auch in Zukunft geben. Die langjährige Lektorin des Verlages, Ulrike Rodi, ist in Rutgers Fußstapfen getreten und hat nun ab sofort im Verlag das Sagen.
Vielen Dank, Rutger. Viel Glück, Ulrike.

25. März 2010
Neue Kurzgeschichte

Meine neue Kurzgeschichte Hunter können Sie kaufen - wenn Sie es denn wollen. Sie ist mit vielen anderen tollen Storys erschienen in WM blutrot. 20 Turniere. 98 Tote. Ein Spiel.
Andreas Izquierdo, Wolfgang Kemmer
(Hg.) . Seite 290 - 297,  Kölnisch-Preußische-Lektoratsanstalt 2010, ISBN 978-940610-09-0.
Das Buch kostet schlappe zehn Euro. Quasi fast geschenkt, angesichts der Geschichten, die sich 20 Autoren und -innen rund um allle Fußball-Weltmeisterschaften seit 1930 ausgedacht haben. WDR2-Legende Manni Breuckmann hat das Vorwort geschrieben und ich habe eine Story beigesteuert, in der es um einen Jäger geht, der kaltes Stahl in der Tasche mit sich herumträgt.

Bei der Lesung. Bild: Thomas Dümmermann, RAG Deutsche Steinkohle, Herne
Das Bild zeigt Jan Zweyer bei der Lesung aus Goldfasan

22. März 2010
Lesung auf Auguste Victoria

Die Marler Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über die Lesung, die H.P.Karr, Klaus Stickelbroek und ich am letzten Freitag im Maschinenübungsraum des Bergwerks Auguste Victoria präsentiert haben. Der Autor des Arftikels, Jürgen Wolter, schreibt, dass Goldfasan den "Rahmen des Krimigenres" sprenge und die gelesenen Auszüge von vielen Zuhörern "als historischen Roman mit intensiven Schilderungen des Alltags im Kriegsjahr 1943" verstanden wurden. Kann man so sehen, muss man aber nicht. Ich weiß nun leider nicht genau, ob Herr Wolter seine Bemerkung positiv meint oder nicht. Gehen wir mal von Ersterem aus. Ist halt besser für's Ego.

9. März 2010
Interview

Das Interview, das Jochen König für die Krimicouch mit mir geführt hat, ist nun online. Zu hören und herunterzuladen ist der Podcast hier.

8. März 2010
Lesung

Nur als Erinnerung (und für meinen Freund Mick - er weiß warum). Am 19. März 2010, 19.30 Uhr lese ich gemeinsam mit H.P. Karr und Klaus Stickekbroeck auf der Zeche Augusta Victoria in Marl (Zufahrt: Victoriastraße). Der Eintritt kostet 10,00  € (ermäßigt: 7,00  €).
Karten gibt es bei: Tudyka Reisebüro, Lipper Weg 5, 45770 Marl, Tel.: 02365/924161 und
die insel-VHS, Bergstr. 230, 45768 Marl, Tel.: 02365/994299
Eine Veranstaltung der LiteraturRE-Ruhr und der RAG AG, Herne

8. März 2010
Goldfasan II

Auf der Krimicouch im März ist Goldfasan auf der Startseite als Treffer gekennzeichnet und mit vier weiteren Titeln vorgestellt und besprochen worden. Danke für die Blumen. Auszüge aus der Rezension finden sich zwei Einträge weiter unten. Ein Interview – das als Podcast ebenfalls auf der Krimicouch erscheinen soll - hat Jochen König auch mit mir gemacht. Es ist aber noch nicht auf den Seiten zu finden. Kommt sicher noch.

21. Februar 2010
Neue Seiten

So, die neuen Seiten sind seit heute online. Alles mit dem CMS Typo3 erstellt. Ich hoffe, sie gefallen Ihnen.

19. Februar 2010
Goldfasan

Jochen König hat auf der Krimicouch eine längere Rezension von Goldfasan veröffenlicht, in der er u.a. folgendes schreibt:
"Zweyer (erliegt) nicht der Gefahr sich hoch erhobenen Zeigefingers der Zeitgeschichte zu bedienen, sondern baut geschichtlichen Hintergrund wie die Lokalität Ruhrgebiet effizient und ohne übertriebene Gelehrsamkeit ein. Er mixt Plakatives mit Beiläufigem, schafft manchmal auch beides zugleich (wie den jüdischen Häftling, der wegen eines unvermeidlichen Missgeschicks nahezu zwangsläufig erschossen wird. Und anschließend nur noch ein Fall für die Putzkolonne ist). Hoffnungsträger sterben im off, werden von den handelnden Figuren noch einmal lapidar beseitigt: 'Kreislaufkollaps' lautet die offizielle Todesursache, die Folter und Mord veruscht. Mitleid findet nicht statt, selbst das Golstens ist begrenzt, besitzt er doch keine Scheu, zum Tode verurteilte schamlos zu belügen, wenn es seinen Zielen dient. Dadurch wird die Alltäglichkeit des Schreckens und der entsetzlichen Tode um so offensichtlicher. Die Opfer fallen schon während ihres (langsamen) Sterbens dem Vergessen anheim, während sie für eine korrumpierte Justiz das freudig benutzte Mittel zum Zweck sind.  Jan Zweyer konturiert seine Figuren scharf - für Grauzonen sind lediglich Peter Golsten und der junge Edelweißpirat  Erwin Bartels zuständig - und bezieht Position. Das ist nicht unbedingt filigran, aber von entlarvender Kraft. (...) Goldfasan ist ein kluges und spannendes Buch, das seine Geschichte ernst nimmt und die kriminalistischen Elemente nicht schamhaft verleugnet, bzw. als leidiges Transportmittel gebraucht. Kein Hausieren gehen mit Lokalkolorit und regionalen Markenzeichen, obwohl Zweyer damit nicht hinterm Berg hält."

10. Februar 2010
On Air

Am 2. März können Sie mich zwischen 12.00 und 13.00 Uhr auf WDR 5 hören. Die Sendung Scala beschäftigt sich mit Literatur im Ruhrgebiet. Scala wird am Abend wiederholt. Aber es gibt auch einen Podcast der Sendung.
Und weil ich schon einmal Eigenwerbung mache: Auch am 7.3. bin ich wieder im Radio. Dieses Mal um 11.30 auf HR2 in der Sendung Camino. Dort geht es um Lebensschätze. Auch diese Sendung wird - glaube ich - abends wiederholt. Und auch hier scheint es einen Podcast zu geben.

03. Februar 2010
Neue Kurzgeschichte

Im Frühjahr erscheint in der Kölnisch-Preußische Lektoratsanstalt der Krimiband WM-Blutrot.
Die Verlageswerbung meint: "Deutschlands beste Krimiautoren haben zu jedem Turnier eine mörderische Geschichte beigesteuert. Ein Fußballalmanach der anderen Sorte, denn hier erfahren Sie endlich die Wahrheit über Wembley, über Cordoba und darüber, wer in Wirklichkeit die Hand Gottes war."
Das Vorwort hat Manni Breukmann geschrieben.
Zu dem Buch gibt es einen nett gemachten Trailer auf Youtube

31. Januar 2010
Neue Seiten II


Nun bin ich doch schon wieder dabei, diese Seiten zu überarbeiten. Kann aber noch etwas dauern. Ich will sie nämlich in Typoscript schreiben. Dazu muss ich zunächst noch etwas lernen. Aber dann ...

Allerdings habe ich einen Wechsel meines Providers eingeleitet, da der alte Anbieter - so heißt es zumindest in den einschläigen Foren der Typo3-Experten - über keine ausreichende Typo3-Unterstützng verfügen soll. Außerdem ist der neue Provider billiger bei einem besseren Angebot.
Der eigentliche "Umzug" kann einige Tage dauern, da diese Domain erst bei dem alten Anbieter ab- und bei dem neuen freigeschaltet werden muss. Es ist also möglich, dass Sie in diesem Zeitpunkt www.jan-zweyer.de nicht aufrufen können.
Ist aber nur vorübergehend. Versprochen.

27. Januar 2010
Krimi trifft Klangkunst


Auf youtube ist ein Video zu sehen, welches der WDR über den Kunstwald Teutoburgia gedreht hat. Mit dabei: Christof Schläger und ich. Natürlich ist das Werbung für unser Projekt "Krimi trifft Klangkunst" im Mai.

15. Januar 2010
Neue Seiten


So, das sind sie nun, die neuen Seiten. Durchgetestet, korrigiert, hoffentlich fehlerfrei. Aber mit alten Browsern (Internet Explorer 5.x und niedriger; Urversionen des Firefox) kann es Probleme geben, da diese anscheinend nicht alle Befehle von HTML 4/XHTML 1.0 bzw. CSS 2.1 richtig interpretieren. Aber wer hat diese Veteranen auch noch auf seinem Rechner?
Und wenn doch:
Aktualisieren oder auf diese (und viele andere) Seiten verzichten. Tja ...

Optimiert wurden die Seiten für Bildschirme mit einer Auflösung von mindestens 1280 x 960 Pixel. Ist diese geringer, heißt es scrollen. Es kann auch dazu kommen, dass die Seiten auf solchen Monitoren nicht richtig dargestellt werden. Dann heißt es wieder ... Aber das hatten wir schon.

Die Ordner- und Seitenbezeichnungen haben sich geändert. Das bedeutet: Wenn Sie ein Lesezeichen /einen Favoriten direkt auf einzelne alte Seiten (und nicht auf die Startseite gesetzt haben), müssen Sie diesen natürlich aktualisieren. Dumm nur, dass genau diejenigen, bei denen das der Fall ist, diesen Text vermutlich zunächst nicht lesen können.

Und wenn trotz neuer Software irgendwas nicht läuft: Ich bin für jeden Hinweis dankbar, kann aber - da bitte ich um Verständnis - keine Fernfehleranalyse liefern.

Der Witz ist: kaum sind die Seiten fertig, gefallen sie mir schon nicht mehr richtig. Allerdings weiß ich nicht, ob meine Kenntnisse ausreichen, meine neuen Ideen umzusetzen. Außerdem habe ich ja eigentlich anderes zu tun, als ständig neue Webseiten zu basteln. Na ja.

13. Januar 2010
Kulturhauptstadt Ruhr2010

Na, auch Eröffnungsfeier geguckt? Mit viel Schnee, den üblichen Politikerreden, einer netten Tanzeinlage (mit einigen Längen) und einer Hymne von uns Herbert, dessen Text ich zwar über weite Strecken nicht verstanden habe, aber wat soll's. Is eben Herbi, oder? Kann man ja nachlesen. Fritz Eckenga hat sich über die Kulturhauptstadt auch so seine Gedanken gemacht. Kann man hören. In den WDR 2 Podcast.