Jan Zweyer

Notizen - 2007

Die P38 am rechten Rand der Notizen zielt auf Veranstaltungshinweise

Wenn Sie auf die Bilder im Text klicken, werden diese vergrößert.

Das Archiv aus früheren Jahren findet sich hier: 

24. Dezember 2007
Weihnachtsgrüße

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch (ohne allzu harten Aufschlag am nächsten Morgen) und ein gesundes, friedliches und erfolgreiches Jahr 2008.

23. Dezember 2007
Buch des Jahres: Franzosenliebchen

Besonders schöne Weihnachtsgrüße habe ich vom Team des Literaturkaffees erhalten. Heike Klaes und Ralf Kowalewski, die Macher des Literaturkaffees, haben das Franzosenliebchen zum Buch des Jahres 2007 gekürt. Vielen Dank.

19. Dezember 2007
Arbeitsunfall

In der angolanischen Hauptstadt Luanda sind zwei Schauspieler Opfer ihres Berufs geworden. Wie Derwesten meldet, drehten die beiden gerade eine Szene, in dem ein Raubüberfall gespielt wurde. Da die Akteure mit Waffen ausstaffiert waren, hielten zwei Polizisten die beiden für echte Kriminelle und eröffneten das Feuer. Besonders tragisch: Das Filmteam hatte die Polizei vorab um Unterstützung gebeten. Sie befürchteten, in dem als gefährlich geltenden Viertel überfallen zu werden.
Die beiden Polizisten wurden festgenommen.

16. Dezember 2007
Franzosenliebchen

Gestern sendete WDR 5 in der Mordsberatung eine Besprechung von Franzosenliebchen. Den Beitrag von Reinhard Jahn kann man als mp3-file herunterladen und hören. Er befindet sich im ersten Teil und beginnt nach etwa viereinhalb Minuten.

4. Dezember 2007
Kritik und Kritiker

Fast hätte ich meinen Vorsatz gebrochen, grundsätzlich nicht mehr öffentlich auf Rezensenten zu reagieren. Zwar freue ich mich nicht gerade über Negativkritiken (wer tut das schon), aber wer sich mit Büchern in die Öffentlichkeit begibt - und dann auch noch erwartet, dass seine Mitmenschen dafür hart erarbeitete Euros auf den Tisch blättern - sollte mit Kritik leben können, sei sie noch so vernichtend. Allerdings: Wenn ein Rezensent ein Buch niedermacht, sollte er den Inhalt des Textes (und sei es auch nur teilweise) zumindest richtig wiedergeben und nicht etwas kritisieren, von dem im Buch keine Rede ist. Außerdem wäre es nett, wenn die Negativkritik wenigstens in Ansätzen das eine oder andere Argument enthielte und sich nicht nur in Plattitüden erschöpft.
Aber, wie gesagt, ich werde mich ja nicht mehr über solche Kritiker aufregen. Nicht die Bohne. Wer bin ich denn! Doch nicht über diese, diese ...
Nie im Leben. Ich doch nicht!
Ha! Umbringen werde ich den Kerl. Natürlich nur im nächsten Buch. Ganz langsam. Der wird keine Kritiken mehr schreiben. Der nicht.
Oder vielleicht doch?

6. November 2007
Schnipsel

Da kann man mal sehen. Den Unterschied bei Wind zwischen gefühlter Kälte und tatsächlichen Temperaturen kennt fast jeder. Aber das es so etwas auch bei Wärme gibt? Allen Unkenrufen zum Trotz ("Was war das in 2007 denn für ein Sommer?") meldet Spiegel-Online hier, dass das Jahr 2007 noch gute Chancen hat, einen Spitzenplatz in der Rangliste der wärmsten Jahre in Deutschland zu ergattern. Liegen die Durchschnittstemperaturen im November oder Dezember um eineinhalb Grad über dem üblichen Mittel, kann das aktuelle Jahr den bisherigen Spitzenreiter (Jahr 2000) verdrängen.
Wohlgemerkt, wir reden über das wärmste Jahr seit 1901. Allerdings werden in dieser Statistik Durchschnittswerte verglichen. Ist es im Winter durchschnittlich 8 Grad warm und im Sommer 14 Grad kalt, würde das locker für den "Hitzerekord" reichen.
Diese Temperaturen wären dann zwar nicht so wirklich ideal zum Baden, zum Krimilesen reichen sie aber allemal, oder?

6. November 2007
Wie alt ist eigentlich Wuppertal?

So kann es gehen. Da meint man, alles genau recherchiert zu haben und dann ...
In einem Nebensatz meines Romans Franzosenliebchen, der 1923 spielt, lasse ich eine Hauptfigur von den "Jungs aus Wuppertal" sprechen . Ein aufmerksamer Leser hat nun korrigierend eingegriffen. Wuppertal, meint er, gab es 1923 noch gar nicht. Und er liegt richtig.
Die Stadt wurde erst 1929 aus den kreisfreien Städten Barmen und Elberfeld gegründet, hieß zunächst Barmen-Elberfeld und wurde dann 1930 nach einer Bürgerbefragung in Wuppertal umbenannt. Also, alle Barmener, Elberfelder, Beyenburger, Cronenberger, Langerfelder, Ronsdorfer und Vohwinkeler - sehen Sie es mir nach, wenn ich Ihre Stadt sieben Jahre älter gemacht habe. Soll nicht wieder vorkommen.

Auf dem Foto sieht es so aus, als würde ich eine tigergemusterte Jacke tragen. Tue ich aber nicht. Muss am Blitz und der Verkleinerung liegen (Bild: Ralf Kropla)
Das Bild zeigt die Premierenlesung

28. Oktober 2007
Premierenlesung Franzosenliebchen

Vor einem interessierten und sachkundigen Publikum fand am 28.10.07 die Premierenlesung von Franzosenliebchen statt.

4. Oktober 2007
Schnipsel

Am 2. Oktober erhielt ich die Belegexemplare mit der Post - Anfang nächster Woche wird Franzosenliebchen im Handel erhältlich sein.

Die neuen Seiten der Autorenvereinigung Das Syndikat sind Online. Wo? Hier

2. Oktober 2007
Verkauftes Sterben

Heute ging durch die Nachrichten, dass rund ein Drittel der Apotheken, die zum Verkauf eines bestimmten Krebsmittels autorisiert waren, ein reimportiertes, nicht zugelassenes Medikament verhökert haben. Mehr als ärgerlich: Niemand weiß so genau, ob und welche Wirkstoffe da illegal zusammengemixt wurden. Mit solchen und anderen Themen rund um unser Gesundheitswesen beschäftigt sich mein Krimi Verkauftes Sterben - anscheinend ist er aktueller denn je.

Das Bild zeigt das Plakat der Herner Kriminacht

14. September 2007
2. Herner Kriminacht

Am 26. Oktober 2007, 19.30 Uhr, steigt in der Stadtbibliothek im Herner KuZ die zweite Herner Kriminacht. Volker W. Degener, F.G. Klimmeck und ich lesen dort zwischen 19.30 und 21.00 Uhr und dann noch einmal ab 22.15 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

13. September 2007
Premierenlesung

So, nun steht auch der Termin für die erste Lesung aus Franzosenliebchen.
Am Sonntag, den 28. Oktober 2007, 11.00 Uhr lese ich im
ka.3, kultur und kantine
Am Steintor. 3
45657 Recklinghausen.

Veranstalter ist wie auch bei den letzten Premierenlesungen die Buchhandlung Attatroll.
Der Eintritt kostet 7.- €. Karten bei der Buchhandlung Attatroll, Herner Str. 16, 45657 Recklinghausen, 02361-17002

2. September 2007
Franzosenliebchen (V)

So, das war's. Die Druckfahnen von Franzosenliebchen habe ich - trotz starker fiebriger Erkältung - am Wochenende Korrektur gelesen. Damit ist für mich die Arbeit an dem Buch endgültig beendet. Dem Erscheinungstermin Mitte Oktober steht also nichts mehr im Wege.

Und so lauten die ersten Sätze der Geschichte:
Die Glocken der nahe gelegenen Kreuzkirche schlugen zehn, als Agnes Treppmann die Haustür öffnete, ihren Schal fester um den hochgeschlagenen Kragen ihres Mantels zog und auf die Straße trat. Kaum hatte die junge Frau den Schutz des Hauseinganges verlassen, packte sie der eiskalte Wind mit aller Kraft. Sie wandte sich Richtung Bahnhof. Ihr blieb eine knappe Viertelstunde, wollte sie noch den letzten Zug erreichen, der ihr den einstündigen Fußmarsch durch die Dunkelheit zurück nach Hause ersparte.

31. August 2007
Deutsche Gerichtsurteile

Spiegel Online beschäftigt sich an dieser Stelle mit kuriosen (und schon etwas älteren) Urteilen überwiegend deutscher Gerichte. Hier zwei wegweisende Entscheidungen des Dortmunder Sozialgerichts, die mir ganz besonders gut gefallen haben:

Wer während der Arbeit einschläft, deshalb vom Stuhl fällt und sich dadurch verletzt, hat nur dann einen Arbeitsunfall erlitten, wenn er infolge betrieblicher Überarbeitung eingeschlafen ist (SozG Dortmund S 36 U 294/97).
Ergibt sich aus den Abrechnungen einer Kassenärztin eine Arbeitszeit von 26 Stunden am Tag, muss sie Honorar zurückerstatten. Dies gilt auch dann, wenn sie behauptet, besonders schnell gearbeitet zu haben (SozG Dortmund S 26 KA 73/99)

Wer hätte das gedacht?

21. August 2007
Denglische Abkürzungen

Heute las ich eine Produktbeschreibung für ein Fernsehgerät:
PDP-508XD 50" XGA Plasma TV
HD ready, HD Digital Film Direkt - 24FPS, 3 x HDMI Eingang, HDMI CEC, PC Eingang, Digital Tuner (DVB-T + Analog Tuner), ISF C3 Ready, Ultra Black Crystal Layer, Direct Colour Filter 3, Active DRE (Dynamic Range Expander), Multiscreen (PiP/PaP), USB 2.0, i-CLEAR Drive, Dynamic HD Converter, PAL 3D Y/C Separation

Verstehen Sie das alles? Ich nicht. Besonders schön finde ich aber PiP/PaP. Klingt so nett nach Kindergarten. Pip, pap. Was immer das auch sein mag.
Nun ja, man muss den Tatsachen ins Augen sehen: Ich werde alt!

16. August 2007
Franzosenliebchen (IV)

Heureka, ich bin durch! Das Manuskript meines neuen Buches ist wieder beim Verlag. Jetzt kommt die zweite Runde. Danach heißt es, die Druckfahnen Korrektur zu lesen. Franzosenliebchen wird voraussichtlich am 10. Oktober erscheinen, rechtzeitig zur Buchmesse. Momentan bin ich dabei, einige Kurzgeschichten zu überarbeiten. Parallel dazu beginnt die Arbeit an Töwerland brennt, ein Rainer-Esch-Roman und mein zweiter Juist-Krimi. Und vermutlich auch der Letzte, der auf meiner Lieblingsinsel spielt.

Das Bild zeigt das Plakat des Krimifestivals

12. August 2007
Tatort Töwerland II

21. - 23. September 2007

Mit: Oliver Bottini, Jürgen Ehlers, Marcel Feige, Nina George und Petra Hammesfahr.

12. August 2007
Franzosenliebchen (III)

Noch etwa dreißig Seiten. Dann bin ich mit den Korrekturen des Franzosenliebchen fertig und es geht in die zweite Runde. Gnadenlos hat die Lektorin Kürzungen vorgeschlagen. Etwa zehn Prozent des Textes fielen ihrem Rotstift zum Opfer. Aber jetzt ist das Buch lesbarer, weil straffer.
Trotzdem tut es schon weh, wenn Passagen, in denen ja viel Arbeit steckt, mit einem Federstrich im (elektronischen) Papierkorb verschwinden. Und es ist immer ein Kampf auch mit der eigenen Eitelkeit, solche Kürzungen zu akzeptieren. Nun ja. Was zählt, ist am Ende nur das Ergebnis, das fertige Buch.

11. August 2007
Mord im Bus

Wieder ist der literarische Bus in Recklinghausen unterwegs. Aus Anlass der "Langen Nacht der Bibliotheken" heißt es wie schon im März am 26. Oktober 2007 zwischen 14.00 und 17.00 Uhr wieder: Mord im Bus. Unten steht unter dem 11.1.07 mehr über die Inhalte der Tour. Auch ich bin wieder mit von der Partie.

Am Abend dann eine Lesung in der Stadtbibliothek Herne um 20.00 Uhr. Gemeinsam mit V.W. Degener und F.W. Klimmek.

29. Juni 2007
True crime (5)

Auch nicht schlecht. Folgende Email flatterte heute in meinen Posteingang:

Betreff: Vielen Dank für den Kauf
Am 29 Juni 2007 haben Sie 2 Videokameras Sony Cyber-shot DSC-T10 zum Preise von EUR 920 je Stück gekauft. Sollten Sie diese Kameras nicht gekauft haben, so käme es angeblich ein Fehler vor. Wir bitten Sie daher den folgenden Link anzuklicken, um dieses Problem gleich zu erledigen ...

Und dann folgt der angebliche Link - vermutlich direkt zum Trojaner oder einem anderen Schädling. Da heißt es, Nerven zu bewahren, die Mail genau zu lesen und natürlich die Finger von den Maustasten zu lassen.

23. Juni 2007
Franzosenliebchen (II)

Kaum zurück aus dem Urlaub, ist der Erholungseffekt schon wieder dahin. Einige Hundert Manuskriptseiten lagen auf dem Poststapel und harren nun der Überarbeitung. Etwa bis Mitte August habe ich dafür Zeit. Dann muss das Franzosenliebchen wieder beim Verlag sein.
Aber heute hat zunächst der Garten Vorrang. Das feucht-warme Wetter der letzten Wochen hat nicht nur die Stauden, sondern auch das Unkraut wuchern lassen. Und das muss raus.

30. Mai 2007
Am 4. Juni um 20.30 Uhr lese ich auf der Insel Juist Kurzgeschichten.
Der Eintritt ist frei.
Wo? Galerie Café Kunststück. Die Adresse ist auf dem übersichtlichen Eiland eher überflüssig.

30. Mai 2007
Franzosenliebchen (I)

Der Grafit-Verlag hat sein Programm für die 2. Jahreshälfte 2007 vorgestellt. Mit dabei auch mein historischer Krimi Franzosenliebchen, der voraussichtlich im Oktober erscheinen wird.

Aus der Verlagsankündigung:

Weimarer Republik, Januar 1923: Keine zwei Wochen ist es her, dass die Franzosen wegen ausstehender Reparationsleistungen das Ruhrgebiet besetzt haben, da wird die Deutsche Agnes Treppmann ermordet. In unmittelbarer Nähe der Leiche findet sich ein französisches Armeekoppel. Für die Herner Nachbarschaft der Toten und die Polizei ist damit klar, französische Soldaten haben die junge Frau erwürgt. Doch die Gerichtsbarkeit steht unter Aufsicht der Besatzer und das Militärgericht spricht die in Verdacht geratenen Männer frei. In Berlin will man das nicht auf sich sitzen lassen. Die oberste Polizeibehörde schickt Peter Goldstein, der fließend Französisch spricht, an die Ruhr, damit er die Mörder überführt. Kein ungefährlicher Auftrag, denn sowohl die Besatzer als auch die heimlichen Widerstandskämpfer werden auf Goldstein aufmerksam.

Weitere Informationen finden Sie auf meinen Seiten Bibliografie. Dort auf die kleinen Buch-Bildchen klicken.

28. Mai 2007
Pfingstmontag

Um 8.20 Uhr in Herne:
leichter Nieselregen
12 Grad (gefühlt deutlich unter 10 Grad)
Alles Grau in Grau.

Das Bild zeigt ein Handtuch

25. Mai 2007
Von Handtüchern und Autoren

 Heute ist Towel Day (Handtuchtag). Zur Erinnerung an den britischen Autor Douglas Adams (* 11.3.1952 + 11.5.2001), der die schrille SF-Satire Per Anhalter durch die Galaxis geschrieben hat.
Jedes Jahr am 25. Mai gedenkt seine Fangemeinde damit der Romanfigur Arthur Dent und seinem Schöpfer.
Dent, nach dem mittlerweile auch ein Kleinplanet benannt wurde, reist in den "fünf Büchern der vierbändigen Trilogie" mit einem Handtuch als wichtigsten Utensil durch Raum und Zeit. Die ultimative Antwort auf alle Fragen des Universums hat übrigens der Supercomputer Deep Thuoght berechnet. Sie lautet: 42
Auf so etwas muss man erstmal kommen!
Näheres über Adams gibt es bei Wikipedia

20. Mai 2007
Meister der Herzen, zweiter Teil

Es hat nicht sollen sein. Nur acht Minuten lang konnte sich gestern Schalke 04 als deutscher Fuballmeister f´ühlen. Dann egalisierte Stuttgart die Führung der Cottbuser und aus war's mit der Schale.

Hier die Abschlusstabelle:

1 EnBw 70
2 Gazprom 68
3 We win 66
4 T-com 60
5 Bayer 51
6 Mister*Lady 48
7 Emirates 45
8 DWS 45
9 RAG AG 44
10 DB 44
11 TUI 44
12 Krombacher 42
13 Envia 41
14 Fraport 40
15 VW 37
16 DBV Winterthur 34
17 Aachen Münchener 34
18 Kyocera 26

13. Mai 2007
BvB vs S04

2 : 0

Das war es dann wohl mit der Meisterschaft. Schade. Königsblau trägt Trauer.

11. Mai 2007
BvB vs S04

Das Derby. Morgen um 15.30 Uhr. 80.000 live im Dortmunder Stadion. 60.000 beim Bildschirmgucken in der Schalke- Arena. Der Rest vor dem Radio oder der heimischen Glotze. Verrückt? Ja.
Denn: Beim Fußball geht es nicht um Leben oder Tod. Es geht um mehr. (Das schüne Zitat ist leider nicht von mir)

24. April 2007
Criminale 2007

Die Criminale 2007 in der Pfalz ist vorbei: Ein schüner Tango Criminale mit der Verleihung der Glauser-Preise, interessante Veranstaltungen, gute Gespräche eine sehr knappe Niederlage des FC Criminale gegen eine "Pfalz-Auslese" (1:10) und überwiegend ausverkaufte Lesungen.
Marlene Bach, Felicitas Mayall und ich lasen zum Beispiel im idyllischen Weingut Schuster in Kalletal vor 120 Zuhörern. Es hat uns viel Spaß gemacht, unsere Geschichten vor einem tollen Publikum in einem so beeindruckenden Ambiente vorzutragen. Das Winzerehepaar versicherte uns, dass sie weitere 150 Karten hätten verkaufen können, wenn die Platzkapazität in der Abfüllhalle - dort fand der größte Teil der Veranstaltung statt - nicht ausgeschöpft gewesen wäre. Auch die örtlichen Zeitungen berichteten von ausverkauften Lesungen. Glaubt man der Lokalpresse, besuchten insgesamt rund 10.000 Zuhörer die Criminale in der Pfalz.
Vielen Dank an die Organisatoren. Wir sehen uns 2008 in Wien.

03. April 2007
True crime (4)

Die WAZ meldet heute, dass sich in einem Bochumer Mehrfamilienhaus Nachbarn durch das tagelange Miauen von Katzen aus einer der Wohnungen so genervt fühlten, dass sie die Polizei riefen. Diese verständigte den Schlüsseldienst, der brach die Wohnungstür auf und baute anschließend ein neues Schloss ein. Als die 24jährige Wohnungsinhaberin später auf der Polizeiwache erschien, um die Schlüssel für das neue Schloss in Empfang zu nehmen, nahmen die Beamten sie fest. Nach ihr wurde schon seit längerem per Haftbefehl gefahndet.
Sollte dieses Beispiel Schule machen, empfehle ich die Aufstellung von großformatigen Hinweisschilder vor den Polizeiwachen: Gesetzesbrecher, bitte hier melden.
Welches Schicksal allerdings nun die verräterischen Katzen erwartet, geht aus der Zeitungsnachricht nicht hervor.

20. März 2007
Zur Erinnerung: Morgen (21. März 2007) lese ich um 19.00 Uhr im Marienhospital Herne, Hölkeskampring 40, 44625 Herne aus Verkauftes Sterben. Der Eintritt ist frei.

16. März 2007
True crime (3)

Spiegel online berichtet hier über einen 22jährigen, der in Hamburg an einer Supermarktkasse Kasse machen wollte. Er hatte aber nicht mit dem Widerstand einer Kollegin der Kassiererin gerechnet, die so lange mit einem Wischmopp auf den Räuber eindrosch, bis dieser sein Messer fallen ließ und zu flüchten versuchte. Das aber ging gründlich schief. Die Flucht endete nach wenigen Schritten an der Supermarkttür, die sich nämlich bei Geschäftsschluss automatisch verriegelte. Und dann war da noch die Dame mit dem Mopp hinter ihm ...
Widerstandslos ließ sich der auf dem Bauch liegende Mann von der wenig später eintreffenden Polizei festnehmen.

10. M�rz 2007
Ach so. Oder was?

Gestern sendete WDR 2 einen Bericht über den Start der lit.Cologne. Darin kam jemand zu Wort, der als Literaturkritiker im Dienste des Senders vorgestellt wurde. Dieser Fachmann meinte, dass nach seiner Auffassung ( ich gebe das jetzt mal sinngemäß wieder) das Schreiben und das Kochen sehr viel miteinander zu tun hätten. Schließlich würden Autoren und Köche jeweils aus Liebe handeln.
äh ... Hm ... Tatsächlich?
Ich koche zwar auch gern, aber diesen Zusammenhang habe ich, ehrlich gesagt, noch nicht so wirklich gesehen. Aber der Mann muss es ja wissen. Schließlich arbeitet er für den WDR. Und ist Literaturkritiker. Whow!

08. März 2007
Nichts geht mehr

So bedauerlich es auch ist: Die 1. Herner Kriminacht ist bereits ausverkauft. Also bitte nicht mehr anrufen. Aber keine Sorge, Fortsetzung folgt.

03. März 2007
Königsblaue Katerstimmung

Schalke vs. Leverkusen 0:1
Schalke vs. Hamburg 0:2

Da ham wir den Salat. Un wat is nu mitte Schale?

25. Februar 2007
Na ja

Gestern gab Joachim Kröll im ZDF sein Debut als Kommissar Lutter. Die Krimiserie spielt in Essen. In den Tagen zuvor erinnerten die Zeitungen im Revier an Haverkamp und Schimanski, die Film-Vorgänger Lutters. Mit viel Vorschußlorbeer ging die neue Samstagabendserie also an den Start.
Vielleicht lag es an meiner Müdigkeit, aber ich fand die Story ziemlich wirr und unglaubwürdig. Dann die überfallartigen Schnitte und Szenenfolgen - nee.
Kröll spielte souverän, keine Frage. Und ein paar gute Sprüche lieferte das Drehbuch den Akteuren auch. Trotzdem: Kein Vergleich zu Schimi, finde ich. Aber es kann ja noch besser werden.

23. Februar 2007
Von Worten und Wörtern

Endlich! Der renomierte Krimikritiker M. hat wieder zugeschlagen. Wo? Hier. In weniger als fünfzig Wörtern hat er mit den Glauser-Nominierungen 2007 abgerechnet (müsste es nicht heißen: in weniger als fünfzig Worten?) Kleiner Hinweis: Wörter bestehen aus Buchstaben, Worte bestehen aus Gedanken, meint das Zwiebelfisch-ABC von Spiegel-Online (hier nachzulesen). Aber vielleicht wollte M. ja keine Gedanken, sondern lediglich Buchstaben aneinandereihen. Könnte ja sein. Dann läge ich mit meiner dummen Bemerkung natürlich vollkommen falsch. M.`s Fazit: Grausig, peinlich, schamlos.

22. Februar 2007
True crime (2)

Zuviel Alkohol schadet. Diese Erfahrung musste jetzt ein 24jähriger machen, der mit seinem Kumpel Mittwochnacht in ein Lottogeschäft in Mühlheim eingestiegen war. Dabei hatten sie beim Zertrümmern der Scheiben soviel Lärm veranstaltet, dass Anwohner aufmerksam wurden und die Polizei riefen. Der Kumpel, dessen Gehör anscheinend besser funktionierte, bemerkte das Herannahen der Staatsmacht noch rechtzeitig und konnte sich absetzen. Der 24jährige jedoch war mit temporärer, alkoholbedingter Taubheit geschlagen und wurde noch am Tatort festgenommen. Jetzt dürfte er genug Zeit haben, seinen Rausch auszuschlafen. (Quelle:WAZ online)

15. Februar 2007
Im Namen des Volkes

Nicht jedes Urteil deutscher Gerichte, welches im Namen des Volkes verkündet wurde, fand in der Vergangenheit meine Zustimmung. Aber heute wurde in Mannheim ein neonazistischer Holocaust-Verleugner zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ohne Bewährung und im Namen des Volkes. Und in meinem. Ohne jedes Wenn und Aber.

Das Bild zeigt das Plakat zur Herner Kriminacht

14. Februar 2007

8. Februar 2007
True crime (1)

In lockerer Folge erscheinen hier ab heute kurze oder auch längere Berichte über (Klein)Kriminelle, die eines gemeinsam haben - sie haben sich nicht besonders intelligent angestellt.

Hier der erste Fall:
Auf der Polizeiwache in Wanne-Eickel erschien am 6. Februar eine 30jährige Frau, die ihre Handtasche als verloren meldete. Sie nannte ihren Namen und der diensthabende Kommissar erinnerte sich, dass er genau nach dieser Person seit einigen Wochen fahndete. An Silvester hatte die Essenerin in einem Laden mehrere Kleidungsstücke gemopst, war dabei ertappt worden und geflüchtet, verfolgt von einer Verkäuferin. Im sich anschließenden Handgemenge ließ sie ihre Beute und Handtasche nebst Personalausweis zurück. Der Kommissar, bei dem sie nun den Verlust eben dieser Tasche meldete, war zufälligerweise genau derjenige, der damals ermittelt, die Diebin aber nie unter der ihm ja bekannten Anschrift angetroffen hatte. Als die Frau ihm nun treuherzig ihren Namen nannte, erinnerte er sich an den Fall, identifizierte sie anhand des Passfotos und nahm sie fest. Wie sich herausstellte, hatte die Frau noch eine 27monatige Haftstrafe zu verbüßen, war allerdings im Dezember des vergangenen Jahres während einer Drogentherapie geflohen. Jetzt sitzt sie wieder.
(Quelle: WDR 2 v.7.2.07 / WAZ v. 8.2.07, basierend auf Polizeiangaben)

03. Februar 2007
Schilda-Löbau

Im ersten Moment hielt ich, obwohl wir erst Anfang Februar haben, die Meldung für einen zynischen Aprilscherz. Laut WAZ (dpa) dürfen etwa 100 Mieter im sächsischen Löbau ein Zimmer ihrer Wohnungen nicht mehr betreten. Die Zimmer seien verriegelt worden, um bei den ALG II-Empfängern die Mietbelastung zu reduzieren. So seien die zu großen Wohnungen wieder bezahlbar geworden. In Löbau gebe es kaum kleine, billige Wohnungen.
Was hier als "soziale"Tat verkauft wird, hat vermutlich eher etwas mit den Regelsätzen für Mietzahlungen beim ALG II zu tun. Aber immerhin: die Mieter brauchen nicht umzuziehen. Ginge ja auch nicht, da kleine Wohnungen in Löbau Mangelware sind. Aber dem Gesetz ist Genüge getan. Schilda lässt grüßen.

02. Februar 2007
Fertig? Fast. Oder doch nicht?

So, nun ist das Franzosenliebchen in der Lektorin Hand. Heute Abend habe ich die letzten Zeilen geschrieben, die Danksagungen aktualisiert, die bibliografischen Literaturangaben überprüft und das Manuskript vor Minuten an den Verlag geschickt. Im Herbst wird das Buch erscheinen.
Und jetzt nehme ich eine schöpferische Ruhepause, bis mein Freund Wolfgang Berke und ich das nächste Projekt in Angriff nehmen. Aber ob sich unsere Idee realisieren lässt, wissen wir noch nicht. Wie hat der von den Medien zum Kaiser hochstilisierte Franzel immer gebayert? Schaun mer mal.

26. Januar 2007
Dick und Dünn.

Das Franzosenliebchen (immer noch ein Arbeitstitel) liegt in den letzten Zügen. Noch zwei Kapitel. Dann ist das Rohmanuskript meines zehnten Krimis fertig. Fast hätte ich mich es nicht getraut zu erwähnen: Mein erster Historienkrimi ist gleichzeitig auch das dickste Buch, das ich bisher geschrieben habe. Nachdem vor zwei Wochen in den einschlägigen Foren und Blogs (unter anderem hier) eine Diskussion über dicke und dünne Krimis geführt wurde, disqualifiziert man sich ja in den Augen einiger Fachleute schon fast, wenn man Bücher von mehr als 200 Seiten abliefert. Wenn ich das Ergebnis der Debatte - natürlich unzulässig verkürzt - wiedergeben darf, waren sich die Diskutanten im Grunde einig, dass es weniger auf die Quantität, sondern mehr auf die Qualität eines Buches ankommt. Prima. Da bin ich ja beruhigt.
Ob ich darauf wohl selbst gekommen wäre?

15. Januar 2007
Criminale Countdown

Seit dem 9. Januar online: Der 100-Tage-Krimi, der kriminelle Countdown zur Criminale 2007 in der Pfalz. Einhundert Autorinnen und Autoren schreiben einen Krimi - kein Beitrag ist länger als fünfhundert Zeichen.
Pünktlich zur Criminale gibt es jeden Monat ein Gewinnspiel, bei dem im Januar u.a. mein Krimi Verkauftes Sterben und eine Flasche Pfälzer Rotwein zu gewinnen ist. Dazu müssen Sie nur die Antwort auf diese Frage wissen: In welcher Stadt wird die Eröffnung der Criminale 2007 gefeiert?

11. Januar 2007
Eine schöne Veranstaltung gibt es Anfang März im Rahmen der Reihe LiteraturRE. Hier die Programmankündigung des Veranstalters:

Mord im Bus
Die Litera-Tour mit der "Vestischen"

Wollen Sie wissen, warum Hexenwahn und Hexenmord in Recklinghausen im 16. und 17. Jahrhundert schlimmer wüteten als anderswo? Wollen Sie wissen, warum man am Allerheiligentag 1779 den Bauernsohn Heinrich Tappe aus Röllinghausen ermordet auffand, ein Messer bis zum Heft in der Brust steckend? Warum auf Haus Niering doch der Gärtner der Mörder war? Warum 1978 ein Beil ein schlafendes Opfer trifft?

Wenn Sie das alles wirklich wissen wollen, dann steigen Sie in unseren "Vestischen Literatour-Bus". Wir decken die Hintergründe ruchloser Taten auf und fahren Sie direkt an die Hinrichtungs- und Mordstätten. Wir sagen Ihnen auch, wo Recklinghausen und das Vest zum Ort literarischer Morde werden. Am Ende können Sie zwischen Realität und Fiktion nur noch mit Hilfe eines Glases Krimi-Blut unterscheiden, von uns kredenzt und wortreich begleitet vom bekannten Krimiautor Jan Zweyer.
Eine Veranstaltung der Volkshochschule Recklinghausen in Kooperation mit der "Vestischen Straßenbahnen GmbH" im Rahmen der LiteraturRE.

Sonntag, 4. März 2007,14.30 bis ca. 17.00 Uhr
Treffpunkt: VHS, Willy-Brandt-Haus, Herzogswall 17, Recklinghausen
Entgelt: 10,- €/ max. 30 Teiln. Kartenvorverkauf in der VHS

10. Januar 2007
Krimikritik und Krimilob.

Unter dem Titel Zeit der Verbrecher hat Sylvia Staude in der Frankfurter Rundschau online am 10. Januar einen interessanten Artikel veröffentlicht, der trotz kritischer Bemerkungen die Kriminalliteratur hochleben lässt. Hier ein Auszug:

"Dem Ruf des Krimis schadet immer noch, was dem - einst auch nicht gerade gut beleumundeten - Roman nichts mehr ausmacht: Es gibt viele, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt werden (ganz zu schweigen von der Lese- und Lebenszeit). Doch würde, Saison für Saison, auch eine stattliche Zahl gänzlich verbrechensloser Romane besser nicht erscheinen. Um gar nicht zu reden von schrecklich dummen Filmen, grausam kitschigen Gemälden, mörderisch langweiligen Theaterstücken. übrigens war zu Shakespeares Zeit ein Theaterautor kein bisschen angesehener als heute ein Krimischreiber. Und es ist eben nicht richtig, Matthias Altenburg alias Jan Seghers, dass sich ein Krimi zehn Mal so schnell schreibt wie ein anderer Roman - das ist nur so, wenn man etwas abliefert, was auch ein Krimi-Computer hätte generieren können. Ein Hoch also zu Jahresbeginn auf all die unerschrockenen Kommissare, Detektive, Agenten, Küche, Katzen, Schafe, die auch in diesem Jahr wieder weder Magengeschwüre noch die Mafia oder den Wurmbefall scheuen, weder die 45er noch die Krallen schonen werden. Ein Hoch auf alle Ermittler von A wie Adamsberg, den schrägen Melancholiker, bis Y wie Yam Yam, den beherzten Kater. Natürlich gibt es Krimi-Moden, geht der 858. Serienmörder des Jahres einem auf die Nerven, möchte man nie wieder von einer kecken Journalistin lesen, die ganz nebenbei einen Mord aufklärt (dazu kennt man den Job zu gut). Aber auch schwache Krimis sind Teil des Düngers, auf dem Großes wachsen kann - fragen Sie Herrn Pynchon. Das gilt im übrigen für jede Form von Kunst: Wenn viele schürfen, steigen die Chancen, dass der ein oder andere ein Nugget findet. Wenn viele schreiben, und sei es aus pekuniären Motiven (und warum eigentlich nicht?) , werden darunter einige sein, die weit mehr können, als Genreregeln zu bedienen. Es gibt schon Krimis, die große Literatur sind, und es werden mehr werden. Darauf können Sie Gift nehmen."