Jan Zweyer

Notizen - 2006

Die P38 am rechten Rand der Notizen zielt auf Veranstaltungshinweise

Wenn Sie auf die Bilder im Text klicken, werden diese vergrößert.

Das Archiv aus früheren Jahren findet sich hier: 

20. Dezember 2006
Kritiker, enthemmte.


Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet heute über eine Krimikritik, die in der schwedischen Zeitschrift Helsingborg Dagblad erschienen ist. Auch im Wiener Standard war darüber zu lesen.
Der Rezensent Kristian Lundberg, nach eigenen Angaben Literaturkritiker und Poet hat darin den Krimi Lohn der Angst von Britt-Marie Mattson verrissen. Besonders daneben sei der "vorhersehbare Ablauf der Handlung" und die "schematischen Personenschilderungen".
So weit, so gut. Kennen wir. Alles schon dagewesen.

Dumm nur für Lundberg, dass der besprochene Roman überhaupt noch nicht geschrieben war. Hatte doch die Autorin das Buch schlicht noch nicht beendet. Aber damit nicht genug. Lundberg scheint es nicht zu genügen, sich gründlich blamiert zu haben. Besonders drollig sind nämlich die Einlassungen des phantasievollen Kritikers zu dem Vorfall, die er später nachgeschoben hat.
Ich zitiere aus dem Artikel des Standards, vollständig nachzulesen hier:
"Er habe von der Zeitung einfach den Auftrag erhalten, einen Text mit 12.000 Zeichen zu liefern. Da habe er halt angefangen, `irgendwelches Blabla aus dem Prospekt abzupinnen`. Und danach habe `sich das Ganze so entwickelt, dass ich am Ende alles abgeschickt und mir nichts dabei gedacht habe`. Er halte aber angesichts eigener Erfahrungen mit anderen Rezensionen früher die `teils hasserfüllten Reaktionen für übertrieben`: `Bisher hatte ich noch nicht eine einzige Reaktion auf meine vielen Buchbesprechungen. Noch nicht mal, als ich mein eigenes Buch selbst rezensiert und dabei verrissen habe.` Das zeigt, so meint Lundberg, `wie korrupt die ganze Bücherwelt ist`. Außerdem müsse der Verlag ihm eigentlich für die `massive Gratisreklame` dankbar sein, für die er zugegebenermaßen unfreiwillig gesorgt habe. Dankbarkeit erwartet der `Poet und Literaturkritiker` im Grunde seines Herzens auch von der ohne Buch rezensierten Autorenkollegin: `Sie hat ja von mir durch die Rezension letztlich auch Tipps bekommen.`

Genau. Das musste schließlich mal gesagt werden.

Das Bild zeigt den Anzeigenkubus in der Schalke-Arena mit dem im Text erwähnten Hinweis

11. Dezember 2006
 Von Fahnen und Bergleuten

Die Dortmunder Fahne ist immer noch verschwunden. Fans von Schalke 04 werden verdächtigt, das gute Stück gemopst zu haben. Wenn dem aber so sein sollte, mussten die Diebe schon wahre Artisten sein. Schließlich hing das Teil - mehr als achtzig Quadratmeter groß - hoch über der Südtribüne im Westfalenstation. Auch beim Revierderby gegen Schalke am gestrigen Sonntag ist das Banner glücklicherweise nicht wieder aufgetaucht. Die ohnehin vor jedem Derby aufgeheizte Stimmung wurde so nicht noch weiter aufgeladen. Allerdings konnten die Schalker Fans es sich nicht verkneifen, Spottlieder anzustimmen.
"Ihr habt keine Fahne mehr", tönte es zur Melodie von "Over in the Glory Land" durch die Arena.
Und, auch ein Ohrwurm: "Keine Fahne, keine Punkte, BVB". In diesem Fall diente das Lied "Von den blauern Bergen" als Vorbild.

Ob es der Reliquienverlust war, der das Spiel des BVB - von den ersten zehn Minuten abgesehen - gelähmt hat, darf bezweifelt werden. Aber wie auch immer. Schalke gewann hoch verdient mit 3:1. Und die Fahne ist immer noch weg. Tja ...

 Schön, dass die Knappen mit den wieder einmal de ihre Arbeitsplätze kämpfenden Bergleuten unterstützten. Als beide Mannschaften das Feld betraten, konnten die Zuschauer in der Arena folgendes auf dem Videokubus hoch über ihren Köpfen lesen:
Der FC Schalke 04 solidarisert sich weiterhin mit den Bergleuten beim Kampf um den Erhalt ihrer Abeitsplätze.

Zwar sind die Tage, in denen Schalker Spieler morgens zur Schicht und nachmittags zum Training gingen, Jahrzehnte vorbei. Trotzdem ist es gut, wenn ein Verein nicht vergisst, wo seine Ursprünge liegen. Schließlich wird das Steigerlied auch heute noch vor jedem Schalker Heimspiel angestimmt. Zu Recht.

 01. Dezember 2006 
 Computer-Kids

 Die Kompakt, Mitgliederzeitung der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie veröffentlicht in ihrer Dezember-Ausgabe ein Cartoon von Erich Rauschenbach. Ein kleiner Junge betritt einen Buchladen und sagt: "Ich möchte das berühmte Kinderbuch Email und die Detektive."

 26. November 2006
 Brunsteinkapelle, Soest

 Lesung am 23.11.06

 24. November 2006
 Seltsam

 Da lese ich in der Zeitung, dass das Kölner Landgericht auf Antrag des Emons Verlags dem Oldenburger Schardt Verlag verboten hat, Kriminalromane als "Köln Krimi" oder "Dokumentarische Köln Krimis" auf den Markt zu bringen (Az: 33 O 268/06). Die "Köln Krimis" wären zumindest "schwach kennzeichnend" für Emons.
Ja, wat denn nun? Haben die Oldenburger etwa Leer-Krimis als Köln-Krimis verhökert? Oder darf nun keiner mehr einen Krimi, der in Köln spielt, als solchen bezeichnen?
Rein vorsorglich reklamiere ich hiermit auch Titelschutz für meine Bücher. Die spielen in Herne, Recklinghausen, Essen, Regensburg, Wien, Florenz, Lissabon ... Ich würde sagen, "Europa-Krimi" ist schwach kennzeichnend für mich. Oder wie?

 23. November 2006 
 Am Jahresende noch ein Lesung und zwar auf Juist:
28. Dezember 2006, Galerie Café Kunststück, 17.00 Uhr.
Ich lese aus Als der Himmel verschwand und eine bisher unveröffentlichte Kurzgeschichte

 07. November 2006
 Blackout 

 Blackout - Die Erinnerung ist tödlich. Da läuft auf SAT1 ein erstklassiger Thriller deutscher Produktion - allerdings düster, dreckig, brutal. Die ersten zwei Folgen des Vierteilers werden noch zur Primetime ausgestrahlt, dann verschwindet die Serie im Nachtprogramm. Zu geringe Quote, meint der Sender und setzt Herz- und Schmerzschmonzetten auf die Sendeplätze.
Ein klassischer Blackout. Für den Sender und die Zuschauer.
Demnächst bitte den Musikantenstadel auf allen Kanälen. Dann klappt das auch mit der Quote. Wirklich traurig.

 17. Oktober 2006
 100% Risiko freie Verwicklung

 Spam-, Pishing- und sonstige unerwünschte Mails gehören leider zum Alltag des elektronischen Briefverkehrs. Eine besonders überzeugende Variante eines Abzockversuchs erreichte mich heute. Hier einige Auszüge:

 "Zuerst muß ich um Ihre Zuversicht in dieser verhandlung bitten. Das ist auf Grund seiner lage, als das sein total VERTRAULICH und Geheimnisvoll. Aber ich weiss, dass eine verhandlung dieses Ausmaßes irgendeinen ängstlich und besorgt machen wird, aber ich versichre Ihnen, dass alles am Ende des tages in ordnung sein wird. Wir haben uns entschieden Sie durch eine E-mail sendung, wegen der Dringlichkeit diese verhandlung zu erreichen, als wir davon zuverlassig von seiner schnelligkeit und vertraulichkeit überzeugt worden sind. (...)
Herr Rosenthal war unser kunde hier bei der Chartered Bank von Süd Afrika Johannesburg und hatte ein Konto guthaben von US$14.3 million (Vierzehnmilliondreihunderttausend United States Dollar). welches die Bank jetzt fraglos erwartet durch seine Verwandten das Sie sich melden, wenn Sie sich nicht melden wird alles zu einem Afrikanischen vertrauens fond für waffen und munitions besorgungen bei einer freiheitsbewegung hier in Africa gespendet. (...)
Um dieser negative Entwicklung abzuwenden, haben ich und einige meiner bewährten kollegen in der Bank beschlossen das Geld nach Ihre zustimmung zu überweisen und suchen jetzt Ihre Erlaubnis das Sie sich als verwandter des verstorbenen Ing. Jurgen Rosenthal deklarieren, damit der Fond in der höhe von USD$14.3m infolgen dessen als der Nutznießer (Verwandter des Rosenthal) auf Ihr Bank Konto überwiesen werden. Alle beurkundungen und Beweist die Ihnen ermöglichen diese Fonds zu behaupten werden wir zu Ihrer verfügung stellen, damit alles gut verläuft und wir versicheren Ihnen ein 100% Risiko freie Verwicklung. Ihr Anteil wäre 30% von der totalen Gange, während die restlichen 70% ist für mich und meine kollege. (...)
Mit freundlichen Grüße.
Joseph Mbekublu"

 Whow! Ich rechne noch. Wie viel sind eigentlich 14,3 Mio US$ in Euro? 

 08. Oktober 2006
 Traumhaft

 Nach der heutigen Lesung in Bad Waldliesborn sprach ich mit einer Zuhörerin darüber, dass manche Geschichten oder auch Personen ihren Erfinder in gewisser Hinsicht vor sich hertreiben, ihren Ablauf quasi selbst erzwingen.
Sie erzählte, dass indianische Autoren glauben, dass sich eine Geschichte ihren Erzähler selbst auswählt, die Autoren also nur das Medium sind.

 Eigentlich eine schöne Vorstellung. Irgendwo im Off wartet die Story auf den geeigneten Autor, der sie dann so wiedergibt, wie die Erzählung schon seit Ewigkeiten im Hintergrund geduldig ausgeharrt hat. Und der Autor, dieser Depp, meint dann tatsächlich, die Geschichte sei ihm eingefallen. Hah! Mitnichten.
Und die logische Konsequenz? Kein Ärger mehr über negativen Kritiken. Was wollt ihr Rezensenten eigentlich? Die Geschichte musste ich so schreiben, ging ja nicht anders. Sie selbst wollte das doch so. Also haltet die Klappe und kritisiert nicht mich, sondern die Geschichte selbst. Netter Gedanke.

 06. Oktober 2006
 Hintergangene Autoren 
 Theo Winterlich hat für das Internet-Magazin Telepolis (4.10.2006) einen interessanten Artikel über die Methoden ins Netz gestellt, mit denen unseriöse Verlage Autoren um Teile ihres Honorars bringen. Solche Praktiken scheinen - glaubt man dem Verfasser - gar nicht so selten zu sein.
 Ich lese, staune und ärgere mich, kann das dort Geschriebene aber glücklicherweise nicht bestätigen. Meine Erfahrungen mit Verlagen sind durchweg positiv. Das nun liegt möglicherweise daran, dass Grafit und Leda (nur mit denen hatte ich bisher zu tun) zu den Verlagen zählen, "die nicht nur (weitgehend aus der Mode gekommene) Autorenpflege betreiben, sondern auch noch pünktlich und ehrlich abrechnen. An ihnen könnten sich die schwarzen Schafe der Branche ein Beispiel nehmen."
Stimmt.
Wie viel Vertrauen verdienen Verlage? Diesen Artikel gibt es hier

 04. Oktober 2006 
 Am 23. November, 19.00 Uhr lese ich in der
Brunsteinkapelle
Schonekindstr. 32
59494 Soest 
Kurzgeschichten und aus Als der Himmel verschwand.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist kostenlos.

 01. Oktober 2006 
Zur Erinnerung

 Im Rahmen der Veranstaltungen zum Mord am Hellweg III lese ich am
Sonntag, 8. Oktober 2006 um 19.30 Uhr
in Lippstadt - Bad Waldliesborn, Haus des Gastes, Kaminzimmer aus
Als der Himmel verschwand.

 Karten: Tourist-Information Bad Waldliesborn (02941) 94 88 00. Eintritt: VVK 6,00; TK 9,00 (Gästekarteninhaber jeweils 2 Euro Rabatt)

 22. September 2006
 Na endlich

 Seit Jahren plage ich mich bei einem neuen Buch, einen möglichst originellen Romananfang zu finden. Die Suche nach dem wichtigen ersten Satz. Nun berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe, wie amerikanische Wissenschaftler dieses Problem vor einigen Jahren angegangen sind. Sie haben Leser befragt, welche Themen sie besonders interessieren. Die meistgenannten Antworten waren: Gott, Königshüuser, Sex und Spannung. Hätte ich auch so ähnlich vermutet.
 Mit diesen Inhalten haben die Experten dann einen Computer programmiert, um das "perfekte Buch" zu schreiben.
 Und der elektronische Helfer spuckte tatsächlich einen wirklich überwältigenden ersten Satz aus seinen Schaltkreisen:

 "Mein Gott", sagte die Königin. "Ich bin vergewaltigt worden. Die Frage ist, von wem?".

 Auf ein solches Programm haben Generationen von Autoren gewartet.

 13. September 2006
 Tatort Töwerland Nr. 1

 Ein tolles Wochenende auf Juist. Das erste Tatort Töwerland-Festival, organisiert von Sandra Lüpkes und Thomas Koch, ist gut über die Bühne gegangen (Bilder finden Sie unter Lesungen und dort wiederum unter Juist - die Krimiinsel). 
Uns allen haben die drei Tage auf Juist viel Spaß gemacht und es wird, wenn alles klargeht, 2007 eine Fortsetzung geben. Freuen Sie sich darauf.

 2. September 2006
 Die gludernde Lot

 Heute berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung über herausragende Reden des bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber. Unter anderem wird folgender Text zitiert:

 "Wenn Sie... mit zehn Minuten, ohne dass Sie am Flughafen noch einchecken müssen, dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen am am Hauptbahnhof in München starten Sie ihren Flug. Zehn Minuten, schauen Sie sich mal die großen Flughäfen an, wenn Sie in Heathrow in London oder sonstwo, meine Charles de Gaulle in äh Frankreich oder in in in in äh in Rom, wenn Sie sich mal die Entfernungen ansehen, wenn Sie Frankfurt sich ansehen dann werden Sie feststellen dass zehn Minuten Sie jederzeit locker in Frankfurt brauchen, um ihr Gate zu finden. Wenn Sie vom Flug- äh vom Hauptbahnhof starten, Sie steigen in den Hauptbahnhof ein, Sie fahren mit dem Transrapid in zehn Minuten an den Flughafen in an den Flughafen Franz-Josef Strauß, dann starten Sie praktisch hier am Hauptbahnhof in München - das bedeutet natürlich, dass der Hauptbahnhof im Grunde genommen näher an Bayern, an die bayerischen Städte heranwächst, weil das ja klar ist, weil aus dem Hauptbahnhof viele Linien aus Bayern zusammenlaufen."

 Großartig ist ebenfalls:

"Es muss zu schaffen sein, meine Damen und Herren, wenn ich die CDU ansehe, die Repräsentanten dieser Partei an der Spitze, in den Ländern, in den Kommunen, dann bedarf es nur noch eines kleinen Sprühens sozusagen in die gludernde Lot, in die gludernde Flut, dass wir es schaffen können und deswegen in die lodernde Flut, wenn ich das sagen darf und deswegen meine Damen und Herren."

Und schließlich:
"Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte sie auch."

Anhören kann man sich das auch. Und zwar hier.
Edmund, wir danken dir für diese Bereicherung der deutschen Sprache.

 22. August 2006
 Verkauftes Sterben ist jetzt auch als Hörbuch lieferbar. Den ungekürzten Text liest Raimund Wurzwallner.
Das Buch ist auf 10 Audios CDs erschienen und als Bonus gibt es noch eine MP3-CD mit dem Inhalt aller Audio-CDs.
Erschienen bei: 
RADIOROPA Hörbuch, Artikelnummer: 725-1271, ISBN: 3866670095, 12,80 €.

 21. August 2006 
 Aus Als der Himmel verschwand lese ich am 5. September 2006, 19.15 Uhr in der Mayerschen Buchhandlung Herne, Robert-Brauner-Platz 1

Das Bild zeigt das Festivalplakat

27. Juli 2006
Es "denglischt" auch in der Literaturkritik. In den Rezensionen der deutschsprachigen Feuilletons tauchen immer mehr englische Begriffe auf. Nachdem wir uns an Bestseller ja schon seit Jahrzehnten gewöhnt haben, gibt es jetzt mehr und mehr cliffhanger, pageturner, whopper-plot und blockbuster. Muss an der Globalisierung liegen.
Ich bin mal gespannt, wann das erste Mal ein Buch als für reading-rats (die Erfindung dieses Begriffs reklamiere ich hiermit für mich, bookworm gibt`s schon) geeignet deklariert wird. Oder book-eater. (Auch von mir. Kommt ebenfalls gut, oder?)
Langsam verstehe ich, warum die Franzosen vor einigen Jahren englische Begriffe per Gesetz aus ihrer Sprache verbannen wollten. Hat zwar nicht ganz geklappt, aber immerhin.

Dazu passt folgendes: Eine Cousine von mir lebt seit Jahren in Australien und spricht Deutsch mittlerweile mit englischem Akzent. Bei einer Unterhaltung (es ging um Computer) sagte sie: "Dieses Eingabegerät, ich weiß nicht, wie man auf Deutsch dazu sagt, bei uns heißt das mouse." All right? Yeah, man.

16. Juli 2006
Tödliches Abseits ist jetzt auch als Hörbuch lieferbar. Den ungekürzten Text liest Georg Jungermann.
Das Buch ist auf 7 Audios CDs erschienen und als Bonus gibt es noch eine MP3-CD mit dem Inhalt aller Audio-CDs
Erschienen bei:
RADIOROPA Hörbuch, Artikelnummer: 725-1273, ISBN: 3866670117, 9,90 €

15. Juli 2006 Im Rahmen der Veranstaltungen zum Mord am Hellweg III lese ich am Sonntag, 8. Oktober 2006 um 19.30 Uhr in Lippstadt - Bad Waldliesborn, Haus des Gastes, Kaminzimmer aus Als der Himmel verschwand.
Karten: Tourist-Information Bad Waldliesborn (02941) 94 88 00. Eintritt: VVK 6,00; TK 9,00 (Gästekarteninhaber jeweils 2 Euro Rabatt)

08. Juli 2006
Ab kommenden Montag druckt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung meinen Krimi Als der Himmel verschwand als Fortsetzungsroman.
Freut mich.

02. Juli 2006
Die Onlinezeitung der Insel Juist (http://www.juist.de) berichtet ausführlich über das Krimiwochenende vom 8.-10. September und stellt die Beteiligten vor.
Über mich schreiben sie: "Und er kann es nicht lassen: Insiderinformationen zufolge schickt er seinen Ermittler Rainer Esch wieder auf die Insel."
Stimmt. Wird aber noch etwas dauern. Denn erst muss ich meinen historischen Krimi Adelsclub beenden. Mit Töwerland brennt (Arbeitstitel) wird es also frühestens in zwei Jahren etwas. Vielleicht dauert es aber auch noch drei.

Sooo schön kann Juist sein
Das Bild zeigt den Juister Strand

30. Juni 2006
1. Juister Krimifestival Tatort Töwerland

 Freitag, 8. - Sonntag, 10. September
Im September beginnt eine neue Ära der Juister Krimiszene. Das Juister Krimifestival Tatort Töwerland wird in diesem Jahr zum ersten Mal stattfinden. Ein Wochenende rund um den Krimi.
Teilnehmer: siehe unten den Eintrag vom 21. Mai.
Außerdem: Ein waschechter Kriminalkommissar aus Aurich, der etwas über die Spurensuche in Ostfriesland erzählen wird.
Lösen Sie einen Kriminalfall während des Wochenendes und gewinnen Sie ein spannendes Buchpaket aller mitwirkenden Autoren. Umrahmt von guter Musik, werden Sie ein mörderisch gutes Wochenende erleben. Eintritt für das ganze Wochenende 10,- €.


21. Mai 2006
Tatort Töwerland

Das erste Krimiwochenende auf der Insel Juist wird zwischen dem 8. und 10. September 2006 stattfinden. Von der schreibenden Zunft wirken mit Ingrid Noll, Sandra Lüpkes, Regula Venske und ich. Es wird Lesungen und Diskussionen geben, viel Musik, ein Mörder muss überführt werden und vieles mehr. Lassen Sie sich überraschen.
Das vollständige Programm gibt es demnächst hier.v
20. Mai 2006
Am 5.September 2006 lese ich um 19.15 Uhr in der Mayerschen Buchhandlung, Herne aus Als der Himmel verschwand.
Näheres folgt später.

12. Mai 2006
Ein weiterer Termin: Am 17. Mai 2006 lese ich um 19.30 Uhr im Café Hermanns in der Freizeitstätte Garath, Fritz-Erler-Straße 21, 40376 Düsseldorf aus Tödliches Abseits und Blutgrätsche - Weltmeisterkrimis. Eine Gemeinschaftsveranstaltung von Freizeitstätte Garath und Bücherei Garath.

02. Mai 2006
Die Criminale in Koblenz ist vorbei, die Jury-Entscheidungen werden kritisiert, das Auswahlverfahren wird kritisiert, das Syndikat im allgemeinen und die Criminale im besonderen werden mit sattsam bekannten Argumenten kritisiert - alles wie gehabt und wie auch mit Sicherheit im nächsten Jahr. Und im übernächsten. Und vermutlich auch danach. Gähn.
2007 treffen wir uns in der Pfalz an der Weinstraße.

Die Anthologie Blutgrätsche ist jetzt auch als Hörbuch erhältlich. Vermutlich noch in diesem Jahr werden auch Verkauftes Sterben und Tödliches Abseits als Hörbuch erscheinen. Ich bin gespannt.

Die Arbeit an meinem (historischen) Kriminalroman gestaltet sich schwieriger als erwartet. Zum einen erfordert die Recherchearbeit doch mehr Aufwand, als ich gedacht habe, zum anderen ist es in der Tat schwierig (wenn nicht unmöglich), sich in die Denkweise der in dieser Zeit handelnden Personen zu versetzen. Ich lebe im Jetzt, nicht im Gestern. Das hemmt mich beim Schreiben. Ich sehe die Gefahr, dass die geschichtlichen Fakten zur bloßen Kulisse für Kunstfiguren werden, die so agieren, wie ich annehmen, dass sie gehandelt haben könnten. Trotz des Studiums historischer Quellen und Aufzeichnungen kann ich nicht wirklich wissen, was Menschen damals dachten und fühlten.
Dürfen Autoren deshalb keine historischen Romane schreiben? Doch. Natürlich dürfen sie. Nur sie sollten sich der oben beschriebenen Grenzen bewusst sein. Denn letztlich bleibt eben doch alles reine Fiktion.

27. April 2006
Tränen gab es gestern zum Criminale-Start im Koblenzer Rathaus. Zur Eröffnung des größten deutschsprachigen Krimifestivals hatte Oberbürgermeister Eberhard Schulte-Wissermann mit einer Schreckschusspistole den Startschuss gegeben. Danach stieg den Anwesenden ein beißender Geruch in die Nase. Die Knarre war versehentlich mit einer Tränengas-Patrone geladen worden. Dumm gelaufen. Fragt sich nur, wer die Wumme vorbereitet hat: Die Polizei oder das Syndikat ...

06. April 2006
Eine bisher unverüffentlichte Kurzgeschichte von mir lässt sich ab sofort unter den Seiten on Jokers kostenlos herunterladen.
Sie heißt: Die lieben Kleinen und richtet sich an die Kinderfreunde unter uns.
Also jetzt zugreifen.

29. März 2006
Auf der diesjährigen Criminale in Koblenz lese ich gemeinsam mit Eva Klingler, Susanne Goga und Ben Schoon am
Sonntag, 30. April, 15.00 Uhr
in der Druckkammer
Burgstr. 3-7 (Florinsmarkt).
Der Eintritt beträgt 4.- €.
Nähere Infos unter 0261-9145325 oder www.druckkammer-koblenz.de.

22. März 2006
Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung druckt ab heute einige der Storys aus Blutgrätsche als Fortsetzungsroman ab. Begonnen wurde mit meiner Geschichte Goleo, Pille, Pils und Schalke. Freut mich.

18. März 2006
Minus zwei Grad um kurz vor sieben Uhr. Jetzt reicht es! Ich erkläre den Winter für beendet. Ab morgen wird gegrillt. Oder besser nicht ?

15. März 2006
Satire hatte es schon immer schwer in Deutschland. Jetzt hat sich nun auch die doch so weltoffene Landeshauptstadt Düsseldorf in die Reihen derer eingereiht, die unliebsame Texte mit Lesungsverboten bekämpfen.
Horst Eckert, der mit der Story Wege zum Ruhm in der Anthologie Blutgrätsche - Weltmeisterkrimis vertreten ist, wollte diese am 30. März in der Städtischen Zentralbibliothek vorstellen. Wird nichts draus, weil dem Herrn Oberbürgermeister bzw. seinem Presseamt die Geschichte nicht so recht gefallen will. Express (15.3.06) zitiert den Oberbürgermeister mit den Worten:
"Ich kenne weder das parasitäre Geschreibsel noch den Autor des Buches". Und der Pressesprecher sekundiert laut NRZ (ebenfalls 15.3.): "Ein Machwerk.>"
Grafit-Verleger Dr. Rutger Booß erklärt laut www.Buchmarkt.de dazu: "Das ist ein selbstherrlicher Zensurakt der Verwaltung. Ich erwarte von OB Erwin, dass er sich in der Geburtsstadt Heinrich Heines nachdrücklich für die Freiheit des Wortes einsetzt."
"Die Stadt Düsseldorf ist sehr schön, und wenn man in der Ferne an sie denkt und zufüllig dort geboren ist, wird einem wunderlich zu Mute." Heinrich, wie recht du hast - auch wenn das Zitat eigentlich eine Hommage an deine Heimatstadt ist.
Es wäre doch nur konsequent, wenn die Stadt Düsseldorf sich nun auch öffentlich von ihrem Sohn Heine, dem großen deutschen Lästermaul, distanziert. Denn der hatte in den Augen der damals Herrschenden auch nur Machwerke produziert. Die dann seine Werke auch prompt verboten. Und alle noch nicht geschrieben gleich dazu. Aber die Acht wird der OB über den Krimiautor Horst Eckert ja nun nicht gerade verhängen wollen, oder?
Wenn`s nicht so traurig wäre ...

09. März 2006
Sophie Andresky hat für Heft 50 der Münsteraner Literaturzeitschrift Am Erker einen lesenwerten Beitrag über Literaturwettbewerbe geschrieben (http://www.am-erker.de/). Titel: Das Dschungelcamp für Autoren - Literaturwettbewerbe am Rande des Wahnsinns.
Darin moniert sie sich zu Recht über die zunehmend dubioser werdenden Praktiken einiger Veranstalter: "Manche Ausrichter allerdings scheinen sich nach mehreren Flaschen Eierlikör zu denken: "Gut, nackig machen und mit Kakerlaken und Fischabfällen übergießen können wir das arbeitsscheue Schreibergesindel nicht. Also demütigen wir sie doch einfach anders." Und sie lachen sich scheckig und stellen unter "uschtrin.de" Wettbewerbe ins Netz, bei denen einen der Verdacht beschleicht, die ausgeschriebenen Aktionen seien eine neue Form von Comedy."
Und an anderer Stelle schreibt sie: "Wettbewerbe sind für noch nicht Walser-ähnlich etablierte Autoren ein wichtiger und eigenständiger Markt, den es professionell und zuverlässig zu bedienen gilt. Lesungen, Veröffentlichungen unter Pseudonym, Werbetexterei, Journalismus oder Kellnern sind weitere Möglichkeiten, sich vor drohendem Skorbut und Bücherpfändung zu retten. Wer allein von seinen Büchern lebt, schreibt entweder unerträglichen Müll oder ist öfter im Fernsehen als der Babybauch von Heidi Klum. Was manchen Ausrichtern eines Wettbewerbs nicht klar ist: Der Autor macht nicht deswegen mit, weil er sich zu Hause langweilt, seiner Freundin den Geschlechtsverkehr verweigert oder keine anderen Hobbies hat. Auch der sportliche Kitzel des Wettbewerbs ist nicht Sinn der Sache, denn man könnte bessere Quoten beim Bingo im nächstliegenden Altersheim erzielen. Dem Autor geht es ums Geld. Ja, Autoren brauchen Geld zum Leben. Das ist unromantisch und ärgerlich, poesiearm und kleinkariert, aber es ist so."
Dem ist nichts hinzuzufügen.

02. März 2006
Ich bin Linkshänder. Beim Signieren meiner Bücher sprach mich kürzlich eine Leserin an:
"Ah. Sie sind also Legastheniker!"
Verdutzt antwortete ich: "Hoffentlich nicht. Zumindest habe ich es bisher geschafft, meine Romane zu schreiben."
"Doch, ganz sicher. Sie sind Legastheniker." Dabei machte sie einen ziemlich selbstsicheren Eindruck.
Vorsichtig erkundigte ich mich: "Wie kommen Sie darauf?"
"Sie sind Linkshänder. Also haben Sie eine Rechtsschreibschwäche."

Ein wirklich schlagendes Argument.

19. Februar 2006
Die Anthologie Blutgrätsche - Weltmeisterkrimis ist ab Montag im Buchhandel verfügbar. Dreizehn Autorinnen und Autoren machen sich höchst unterschiedliche Gedanken über das, was sich an den Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft ereignen könnte. Herausgekommen sind Geschichten, die teils nachdenklich machen, teil amüsieren. Aber eines sind sie auf jeden Fall: kriminell.

11. Februar 2006
09. Minute 1:0
17. Minute 2:0
34. Minute 3:0
40. Minute 3:1
50. Minute 3:2
55. Minute 4:2
63. Minute 5:2
64. Minute 5:3
70. Minute 5:4
76. Minute 6:4
81. Minute 7:4

Was für ein Spiel!

04. Februar 2006
Aus den Tiefen des Internets erreichte mich eine Mail folgenden Inhalts:
"Zwei Jungs spielen in der Nähe des Schalker Trainingszentrums Fußball. Plötzlich kommt ein Rottweiler und verbeißt sich in das Bein des einen. Sein Kumpel nimmt einen dicken Stock, schiebt ihn unter das Halsband des Rottweilers, dreht kräftig und bricht dem Köter so das Genick. Ein zufällig anwesender Journalist der Bild-Zeitung (Redaktion Ruhrgebiet), der das Ganze beobachtet hat, läuft zu den beiden, um sie zu interviewen und zu fotografieren. Vorab aber tippt er in seinen Laptop die Textüberschrift: Tapferer Schalke-Fan aus Gelsenkirchen rettet Leben seines Freundes vor blutgieriger Bestie. Im Interview stellt sich heraus, das der Junge nicht aus Gelsenkirchen stammt. Daraufhin ändert der Journalist seine Eingabe: Tapferer Schalke-Fan rettet seinen Kumpel vor beißwütigen Hund. Der Junge erklärt daraufhin, dass er kein Anhänger von S04 sei, sondern von Bayern München und auch in dieser Stadt wohne. Daraufhin ändert der Journalist seine Eingabe erneut: Rotzbengel bricht mit Stock armer Welpe das Genick."
Heute spielt Schalke gegen Dortmund. Das Derby aller Derbys

03. Februar 2006
Ein weiterer Termin: Am 17. Mai 2006 lese ich um 19.30 Uhr in der
Freizeitstätte Garath
Fritz-Erler-Straße 21
40376 Düsseldorf
aus Tödliches Abseits und Blutgrätsche - Weltmeisterkrimis.

Details folgen später.

2. Februar 2006
Eine weitere Lesung im März: Auf Einladung der Buchhandlung Baltharsar lese ich am
9. März 2006, 19.30 Uhr
im Hattinger Weinkontor
Rathausplatz 4
45525 Hattingen
aus Als der Himmel verschwand und der Anthologie Blutgrätsche - Weltmeisterkrimis.
Der Eintritt beträgt 6.- €.

02. Februar 2006
Dieses Mal keine Lesungsankündigung, sondern der Hinweis auf eine Fernsehsendung. Am 10.2.06, zwischen 19.30 und 20. 15 Uhr bin ich live zu Gast im Literaturkaffee, eine Sendung des Offenen Kanal Essen (OK 43).
Dort geht es wie immer um deutsprachige Kriminalliteratur.
Empfangen kann man das Programm im Großraum Essen.

01. Februar 2006
Mein Freund Mick und ich sind dabei, diese Seiten zu überarbeiten. Es wir aber noch etwas dauern, bis Sie das fertige Produkt bewundern können. Grundsätzliche Änderungen wird es nicht geben, sondern die vorgesehenen Neuerungen beziehen sich vor allem auf die Struktur dieser Seiten. Wir gehen davon aus, dass zukünftig die Navigation zu den einzelnen Informationen einfacher sein wird und sich Ladezeiten verringern. Voraussichtlich wird es auch die Link-Seite nicht mehr geben, da sie nur auf wenig Interesse stößt (nur etwa ein Prozent aller Besucher nutzen diese Infos).

Aber auch zukünftig wird aus den Notizen und Neuigkeiten kein "echter" Blog mit Kommentarfunktion und gegenseitiger Verlinkung. Zum einen machen Blogs aus meiner Sicht nur dann wirklich Sinn, wenn sie auch regelmäßig (etwa alle ein bis zwei Tage) gepflegt werden. Dazu fehlt mir leider die Zeit. Zum anderen habe ich den Eindruck, dass fast alle der mir bekannten Blogs, die sich mit Themen rund um den Krimi beschäftigen, ziemlich im eigenen Saft schmoren. Sie mögen von vielen gelesen werden, aber an den Diskussionen (über die jeweiligen Kommentarfunktionen) beteiligen sich bestenfalls ein Dutzend Personen; die üblichen Verdächtigen eben, die häufig selbst Blogs betreiben und so lediglich untereinander diskutieren. Es scheint also so zu sein, dass Blogs im Bereich der (Kriminal)Literatur (noch) kein wirkliches Kommunikations- und Diskussionsforum der Leser geworden sind.
Also lassen wir das mit dem "richtigen" Blog zunächst und warten auf bessere Zeiten.

26. Januar 2006
In 2005 gab es keine Bochumer Kriminacht, dafür steigern wir uns in den ersten drei Monaten dieses Jahres beachtlich. Also, nach der 4. Bochumer Kriminacht am 14. Januar gibt es aufgrund der großen Nachfrage bereits am 11. März um 19.00 Uhr die 5. Bochumer Kriminacht unter dem Motto Frühlingserwachen. Eine kriminelle Lesung über Liebe, Hass und Leiden(schaft), wieder verbunden mit einem Vier-Gänge-Menü.

Der Veranstaltungsort ist wie gehabt das
Restaurant Tierpark's
Klinikstraße 51
44791 Bochum
Tel. 0234/95 09 333 oder unter info@tierparks-bochum.de.
Es lesen Gabriella Wollenhaupt und das Trio Infernale aus dem mittleren Ruhrgebiet, Reinhard Junge, Theo Pointner und Jan Zweyer.
Aber es gilt das Windhundprinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

16. Januar 2006
Gestern fand ich in meinem elektronischen Briefkasten die Mail eines Anwalts, der mir das Angebot machte, juristische Sachverhalte in meinen Krimis auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Vermutlich hat er diese Mail auch anderen Kolleginnen und Kollegen geschickt. Eine nette Geschäftsidee - aber eine solche Prüfung erledigt für meine Texte meine Liebste. Sie ist auch Juristin. Außerdem tummeln sich im Syndikat jede Menge Richter, Anwälte, Staatsanwälte, aktive und ehemalige Polizisten - also alles Menschen, die juristisch ziemlich bewandert und auch meistens bereit sind, dem Nichtjuristen auf die Sprünge zu helfen. Insofern habe ich meine Zweifel, ob diese Geschäftsidee wirklich trägt. Das habe ich dem Anwalt dann auch mitgeteilt. Er hat mir geantwortet, dass es ihn - wenn einige Syndikatsmitglieder doch über diesen Sachverstand verfügten - verwundere , dass so viele juristische Fehler und Ungenauigkeiten (z.B. bei der Schilderung von Gerichtsverfahren) in deutschen Kriminalromanen enthalten seien.

Ich habe mich gefragt: Stimmt das? Ist das wirklich so? Und wenn es denn so wäre, sollen wir in unseren Büchern wirklich die - meistens ziemlich langweilende - Realität u.a. deutscher Gerichtsverhandlungen wiedergeben? Natürlich ruft ein deutscher Verteidiger nicht "Einspruch, Euer Ehren" und eine gewählte Geschworenenjury gibt es nicht im deutschen Rechtssystem. Solche Fehler sollten einem Autor (bzw dem Verlagslektorat) nicht unterlaufen. Aber die meisten Strafprozesse sind ziemlich unspektakulär, hitzige Rededuelle zwischen Strafverteidigern und Staatsanwälten kommen nicht so häufig vor, viele Verfahren enden mit einem Deal zwischen Richter, Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Schuldanerkenntnis gegen Mindeststrafe aus Gründen der Prozessökonomie. Das eignet sich nur selten als spannende Beschreibung eines Gerichtsverfahrens. Und auch die Arbeit der Polizei selbst in Mordfällen verläuft im allgemeinen wesentlich profaner, als wir sie in unseren Büchern beschreiben.
Krimiautoren erfinden Geschichten, mehr oder weniger gut. Diese mögen realitätsnah sein oder nicht. Aber sie sind in der Regel keine Beschreibung der Realität, sondern bleiben Fiktion. Deshalb kommt es meines Erachtens auch nicht so sehr darauf an, ob in einem Roman ein juristischer Tatbestand zum Beispiel objektiv richtig wiedergegeben wird, sondern viel mehr darauf, ob die entsprechende Passage der Geschichte weiterhilft und ob sie spannend erzält wurde. Dann darf sie sich auch ein wenig von der Realität entfernen, finde ich. Oder?

15. Januar 2006
Eine weitere Lesungsankändigung für den März 2006: Zusammen mit Sabine Deitmer, Reinhard Junge und Horst Eckert bestreitet ich am 31. März, 19.30 Uhr eine Kriminacht im Dortmunder Harenberg City-Center. Ich werde die Story Goleo, Pille, Pils und Schalke präsentieren.
Der Eintritt beträgt 20,80 Euro.

15. Januar 2006
Das war ja wohl nicht so toll. Von wegen Turniersieg! Letzter ist Schalke im Revierturnier gegen den VfL Bochum (Erster) und den BVB (Zweiter) geworden.
Dabei trifft mich die 0:2 Niederlage gegen Bochum nicht so sehr wie das Unentschieden (0:0) gegen Dortmund. Und wie das grottenschlechte Gekicke der Königsblauen. Theo Pointner und Reinhard Junge haben sich jedenfalls köstlich amüsiert. Das hab ich nun von meiner großen Klappe.

Bild: Theo Pointner
Das Bild zeigt eigentlich nichts

15. Januar 2006
Theo Pointner und Reinhard Junge hatten auf gestrigen 4. Bochumer Kriminacht ein Heimspiel, für Sinje Beck und einen bekennenden Schalke-Fan wie mich war das Terrain schon schwieriger. Das fing schon beim Betreten des Saales an: Wir mussten über einen Teppich laufen, auf dem unübersehbar das Emblem des VfL Bochum prangte. Dann war fast jeder der knapp 50 Zuhörer ein Anhänger Bochums. Und schließlich waren auch noch der Mannschaftsarzt des Zweitligaclubs und der Manager des Vereins unter den Gästen! Aber letzterer hat uns netterweise zum heutigen Revierderby ins Ruhrstadion eingeladen, damit wir den Schalker Triumph gemeinsam feiern können :-).

Es war ein Fußballabend. Wir vier präsentierten Geschichten rund um die Lederkugel und die Anwesenden hatten ihren Spaß - dem Beifall nach zu urteilen.

Theo Pointner hatte beim Versuch, mich möglichst vorteilhaft abzulichten (was nicht so einfach ist) mit den Tücken einer Digitalkamera zu kämpfen und hat es trotz einem guten Dutzend Versuche nicht geschafft, wenigstens ein anständiges Bild zu schießen. Dafür sind ihm Fotos von fast surrealistischer Schönheit gelungen, wie Sie rechts sehen können. Anscheinend kann er besser Krimis schreiben als fotografieren.

Da die Nachfrage nach Karten für diese Krimnacht fast drei Mal so hoch wie die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze war, scheint das Restaurant Tierpark`s ein guter Ort für weitere Veranstaltungen dieser Art zu sein. Wir werden also auch die 5. Bochumer Kriminacht dort durchführen.
Wie immer gibt es an dieser Stelle rechtzeitig alle Informationen.