Jan Zweyer

Notizen - 2005

Die P38 am rechten Rand der Notizen zielt auf Veranstaltungshinweise

Wenn Sie auf die Bilder im Text klicken, werden diese vergrößert.

Das Archiv aus früheren Jahren findet sich hier: 

27. Dezember 2005
Bochumer Kriminacht II

Die 4. Bochumer Kriminacht ist bereits seit dem 23. Dezember ausverkauft.
Also, wie heißt es doch so schön: Bitte nicht mehr anrufen!

21. Dezember 2005
Bochumer Kriminacht

Wie bereits angekündigt, findet nach einem Jahr Pause 2006 wieder eine Bochumer Kriminacht statt. Da es unseren bisherigen Veranstaltungsort Simplon nicht mehr gibt, sind wir umgezogen und genießen nun den Vorzug, an einer der besten gastronomischen Adressen Bochums gelandet zu sein, nämlich im Café-Restaurant Tierpark's
Klinikstraße 51
44791 Bochum
(www.tierparks-bochum.de)

Dort startet die 4. Bochumer Kriminacht am
Samstag, dem 14. Januar 2006,
um 19.00 Uhr (Einlass: 18.00 h).
Lesen werden das berühmt-berüchtige Mordtrio aus dem Herzen des Ruhrgebiets: Theo Pointner, Reinhard Junge und ich sowie unsere Kollegin Sinje Beck von der Sieg.
Gelesen werden Auszüge aus:
Sinje Becks Roman Der Einzelkämpfer, der in Siegen und in den Niederlanden spielt, sowie drei Kriminalstorys, die im Februar in der Grafit-Anthologie Blutgrätsche (s.u.) erscheinen: Theo Pointner erzählt von einer mörderischen Lesung am Betzenberg (Kaiserslautern), Reinhard Junge konfrontiert die Polizisten Lusebrink und Haggeney vor dem Dortmunder WM-Stadion mit einem bayerischen Fußballmanager namens Muli Könnes und ich kümmere mich um den Bierausschank in der "Veltins-Arena" bei Buer ...

Moderiert wird die Veranstaltung auch diesmal mit Charme und Witz von der unvergleichlichen Sabine Stein.

Für die richtige kulinarischer Unterfütterung sorgt ein 4-Gänge-Menue. Zu jedem dieser Texte wird ein interessantes Gericht serviert, das auf die jeweiligen Handlungsorte zugeschnitten ist. Zu meiner Story z.B. wird ein Schalker Schweinemedaillon mit Röstkartoffeln an Gelsenkirchener Schwarzbiersauce gerreicht.
Das komplette 4-Gänge-Menue sowie die Moderation und die vier Lesungen kosten pro Person 35 € - ein ideales Weihnachtsgeschenk.
Karten gibt es nur im Vorverkauf, und zwar im Tierpark's unter 0234-95 09 333 oder unter info@tierparks-bochum.de
Ich möchte noch darauf hinweisen, dass im Saal der Gastronomie Tierpark's (leider) viel weniger Menschen einen Platz finden werden, dafür aber umso bequemer sitzen, mit Genuss speisen und wesentlich freier atmen können. Es ist zu erwarten, dass die 4. Bochumer Kriminacht bereits zu Silvester komplett ausverkauft sein wird ...

(Diese Ankündigung wurde von mir schamlos und ohne Reue von R. Junge geklaut.)

13. Dezember 2005
Eigentlich finden sich auf meinen Seiten keine Buchempfehlungen. Aber heute mache ich eine Ausnahme. Commissario Montalbano, erfunden vom italienische Krimiautor Andrea Camilleri ermittelt auf Sizilien. Montalbano schätzt die kulinarischen Genüsse seiner Heimat, kann nicht kochen, versteht dafür aber um so mehr von guten Weinen. So besucht er häufiger die Restaurants und Trattorias der Insel oder nutzt die Kochkünste seiner Haushälterin Adelina oder die seiner Schwester Franca. Leider sind in Camilleris Romanen die Rezepte nicht oder häufig nur unvollständig abgedruckt.
Diesen "Nachteil" haben nun die Kochbuchautoren Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer behoben. In Andrea Camilleris Sizilianische Küche unternehmen sie auf Montalbanos Spuren einen Streifzug durch Camilleris Bücher, Siziliens Küche und die Landschaften der Insel.
Ein sehens- und lesenswertes (Koch)Buch.

"Können wir ein Glas Wasser bekommen?"
"Wasser? Wasser ist zum Ertrinken da. Setzen Sie sich, ich bringe einen Wein, der sie wieder munter macht."
Aus: Das Paradies der kleinen Sünder, S. 317, hier zitiert nach o.g. Buch, S. 28

10. Dezember 2005
Eine weitere Lesungsankündigung für den März 2006: Zusammen mit Sabine Deitmer, Reinhard Junge und Horst Eckert bestreitet ich am 31. März, 19.30 Uhr eine Kriminacht im Dortmunder Harenberg City-Center. Die Details folgen später.

Im Web sind weitere Besprechungen von Als der Himmel verschwand erschienen.
Im Internet-Magazin Freiberg Objektiv vom Oktober 2005 ist u.a. folgendes zu lesen: "Ein spannendes Buch bis zur letzten Seite. Selten das es einem Autor gelingt, den Leser vom ersten Wort bis zum Schlusspunkt zu fesseln. Es ist wie eine Sucht. Gefährlich schön".

Und auf den Seiten www.roterdorn.de schreibt Miriam: "Jean-Paul Büsing ist ein Detektiv mit Charakter. Schon nach den ersten Seiten gewinnt er den Leser für sich, und Kapitel für Kapitel wächst er einem ans Herz. Der Fall selbst ist kompliziert, aber nicht abwegig, und so spannend, dass man beim Lesen die ganze Zeit überlegt, was nun Sache sein könnte. Unbedingt lesen!"
Vielen Dank für die Blumen.

(Foto: Michael Saaksmeier)
Das Bild zeigt die Lesung in Vlotho

26. November 2005
Rund 35 Zuhörer waren trotz plötzlichen Wintereinbruchs mit starkem Schneefall in die Kulturfabrik gekommen, um Andreas Hoppert und mich in Vlotho zu hören. Ein netter Abend.

11. November 2005
Prima. Ich darf mich also wieder auf der Krimi-Couch ausstrecken. Meine Bücher sind dort zu finden. Auch der Stein des Anstoßes, die Wertungen für Als der Himmel verschwand sind wieder auf Null gesetzt worden. Danke. Da der beiderseitig produzierte Theaterdonner nun verhallt zu sein scheint, begrabe auch ich das Kriegsbeil und schicke virtuellen Rauch aus der Friedenspfeife Richtung Essen.
Und da ich gerade in versöhnlicher Stimmung bin, will ich noch nachschieben, dass ich das Engagement Lars Schaffts (Krimi-Couch), dprs (Hinternet), Thomas Finks (Toms Krimitreff), Ludger Menkes (krimiblog), Alfred Mierschs (Alligatorpapiere) und der zahlreichen anderen Krimifreunde, die mit viel Aufwand ihre Internetseiten pflegen, wirklich bemerkenswert finde. Ohne Wenn und Aber. Sie alle fördern und unterstützen den Krimi - auch den deutschen.

Sicherlich kann man über das Eine oder Andere, was sich auf diesen Seiten findet, geteilter Meinung sein. Aber das ändert nichts daran, dass solche Infoseiten, Foren, Blogs insgesamt wichtig für die Kriminalliteratur und gerade auch für uns Autorinnen und Autoren sind.
Bevor ich nun meine Ruf als "polternder Herr" angesichts dieser lobenden Worte endgültig aufs Spiel setzte, höre ich auf und warte darauf, dass irgendwo irgendwer irgendwas ins Netz stellt, was mich so ärgert, dass ich an dieser Stelle antworten muss.
Schaun wir mal.

01. November 2005
Ein nettes Zitat von Herbert Feuerstein aus dem Spiegel (vom 31. Oktober 2005) müchte ich Ihnen nicht vorenthalten:
"Ein erfolgreicher Kritiker interessiert sich nicht für das Werk, sondern will seine Sicht der Dinge in möglichst geistreichen Formulierungen loswerden."

24. Oktober 2005
Eine kleine Korrektur ist fällig. Am 25. November lese ich in der 8. Vlothoer Kriminacht nicht aus Verkauftes Sterben, sondern aus Als der Himmel verschwand. Die Veranstaltung findet um 19.30 Uhr in der Kulturfabrik Vlotho, Lange Str. 53 statt.
Vor, nach der Lesung und in den Pausen spielt Vito Boogie-Woogie. Der Eintritt beträgt 6.- €.

In der Sonnenblume und vor Wein
Das Bild zeigt die Lesung in der Sonnenblume

23. Oktober 2005
Etwa fünfundzwanzig Interessierte waren gekommen, um an der Premierenlesung von Als der Himmel verschwand teilzunehmen. Und wie mir schien, hat es ihnen auch gefallen. Diese Zuhörer jedenfalls hatten ihr Gehirn vorher nicht ausgeschaltet (Empfehlung eines Kritikers, siehe unter 21.Oktober 05).
Wie auf dem Bild deutlich zu sehen ist, waren alle Beteiligten im Naturkostladen Sonnenblume den heftigsten Versuchungen ausgesetzt. Die meisten Gäste haben aber standhaft darauf verzichtet, Alkoholika zu konsumieren. Ist es angesichts dieser Herausforderung ein Wunder, dass Jean-Paul Büsing geradezu unglaubliche Mengen Wein in sich hineingießt? (Kritik eines Kritikers, siehe unter 21.Oktober 05).

21. Oktober 2005
Die erste Besprechung (soweit mir bekannt) von Als der Himmel verschwand ist im Internet zu lesen. Axel Bussmer hat in seiner Kolumne Spurensuche, die er für die Alligatorpapiere schreibt, mein Buch verrissen. Er bezeichnet es als "ein krudes Genrewerk, das am Besten bei weitgehend ausgeschaltetem Gehirn konsumiert werden sollte." Nicht sehr schmeichelhaft.
Aber obwohl ich mich bemüht habe, mein Gehirn wieder einzuschalten, ist mir der tiefere Sinn seiner folgenden Sätze leider nicht vollständig aufgegangen: "Dummerweise haben Unternehmensberatungen in einer Geschichte über Kunstdiebstahl wenig zu suchen. Und bei Sekten und Geheimbünden sieht es nicht viel besser aus. Das klingt jetzt nach einem veritablen Chaos, das immerhin beim Lesen nicht auffällt. Erst nach dem Zuklappen des Buches." Aha. Lesbar ist das Buch anscheinend, da das behauptete Chaos ja sonst nicht weiter auffällt. Da bin ich aber beruhigt. Erst später, beim Zuklappen ... Hier habe ich gestutzt. Denkt Axel Bussmer nicht beim Lesen, sondern erst später? Nein, das kann er nicht gemeint haben. Oder doch? Wie war das mit seiner Empfehlung, das Gehirn auszuschalten ...
Wirklich getroffen hat mich aber seine Bemerkung, dass "bereits beim Lesen (...) der unglaublich hohe Alkoholkonsum von Jan Zweyers Held Büsing auf (fällt). Ständig trinkt er. Ohne Probleme trinkt er an einem Abend eine Flasche Wein. Von drei Flaschen Wein hat er am nächsten Tag einige Anlaufschwierigkeiten. Dagegen ist Philip Marlowe ein knallharter Abstinenzler."

Das kann so wirklich nicht stehen bleiben. Soweit ich mich erinnere, putzt sich Marlowe mit hochprozentigen Drinks die Zähne.
Ich führe beim Schreiben eine Statistik, wie viel Büsing trinkt (und ich, nebenbei, auch. Man kann ja nie wissen.) Da habe ich nachgeschaut. Büsing konsumiert im Buch zwei Flaschen Wein (und einen klitzekleinen Schluck) allein (ca. 1,5 Liter), drei Pullen Roten gemeinsam mit einer weiteren Person (2,25 Liter, davon - sagen wir - 30 Prozent der jeweilige Gast), ein Glas Wein solo, vier Glas Bier (entspricht etwa 0,3 Liter Wein) und fällt mehr oder weniger schuldlos einem nicht näher spezifizierten Vollrausch zum Opfer. Lassen wir letzteren aus, schluckt mein Held über einen Zeitraum von fast 19 Tagen insgesamt 3,6 Liter Wein. Das macht tagesdurchschnittlich die schier unglaubliche Menge von 0,18 Liter, wenn ich mich nicht verrechnet habe.
Ich glaube, ich muss den armen Jean-Paul in eine Entziehungskur schicken.

20. Oktober 2005
Jetzt hat er es mir aber gezeigt! Lars Schafft, Herausgeber der Krimi-Couch, hat meine Bücher von seinen Seiten verbannt. Das habe ich nun davon. Wie konnte ich es auch wagen, mich über unseriöse Bewertungen zu beschweren (siehe unten). Für so einen wie mich liefert Krimifreund Schafft doch nicht auch noch eine Plattform. Wäre ja noch schöner.
Zumindest befinde ich mich in guter Gesellschaft. Auch über einen anderen Autor hat Schafft die Acht verhängt, nachdem die beiden einen heftigen, nicht-öffentlichen Disput geführt hatten. Suchtipp auf der Krimi-Couch: Reinhard Junge. Findet auch keinen Platz mehr auf der Sitzgelegenheit. Na ja.
Honi soi qui mal y pense.

15. Oktober 2005
Premierenlesung Als der Himmel verschwand

In Kooperation mit der Recklinghäuser Buchhandlung Attatroll lese ich am Sonntag, 23. Oktober 2005, 11:00 Uhr im Naturkostladen Sonnenblume, Dortmunder Str. 10 in Recklinghausen (Nähe Bahnhof, Parkplätze am Haus).
Der Eintritt beträgt incl. Getränke 8,50 ä€�.

03. Oktober 2005
Ich leugne es nicht: Ich ärgere mich über negative Rezensionen meiner Bücher und besitze nicht die menschliche Größe, gelassen über Verrisse zu lächeln. "Schlagt ihn tot, den Hund. Er ist ein Rezensent", hat Goethe im Wandsbecker Boten verkündet. So weit würde ich nun nicht gerade gehen, auch wenn Morde zum täglichen Geschäft eines Krimiautors gehören.
Außerdem: Autoren benötigen selbstverständlich Rezensionen. Auch wenn sie uns nicht immer gefallen. Schließlich wagen wir uns in die Öffentlichkeit, wollen unsere Bücher ja auch verkaufen. Also müssen wir auch mit Verrissen leben. Es ist das gute Recht eines Jeden, seine Meinung zu äußern. Gerade über unsere Bücher. So weit, so gut.

Ärgerlich ist aber, wenn Bewertungen abgegeben werden, ohne dass der Bewertende das Buch gelesen haben kann. So geschehen in diesen Tagen auf den Internetseiten der Krimi-Couch, "eines der größten Portale zum Thema Kriminalroman im deutschsprachigen Raum" (Eigenwerbung). Dort wurde schon vor Wochen auf dem Bewertungsthermometer mein jüngstes Buch Als der Himmel verschwand zum <Altpapier> deklariert und das zu einem Zeitpunkt, als die Druckfahnen des Buches, die nur meine Lektorin und ich kannten, noch auf meinem Schreibtisch zur Korrektur lagen. Meine Bitte, diese offensichtlich schwachsinnige Bewertung zu läschen, hat der Administrator dieser Seiten mit - wie ich finde - fadenscheinigen Argumenten nicht entsprochen. Wenn Bewertungen und Rezensionen für die Leser einen Sinn haben sollen, sollten sie ein Mindestmaß an Seriosität aufweisen. Das ist in diesem Fall bei der Krimi-Couch offensichtlich nicht so.
Schade.

Mit Margarethe in der Spelunke Foto: Thomas Koch
Das Bild zeigt die Lesung in der Spelunke

Noch bedauerlicher aber ist, dass unser Urlaub auf meiner Lieblingsnordseeinsel Juist vorbei ist. Drei Wochen Erholung bei fast durchgängig schönem Wetter. Und das an der Nordsee. Mitte bis Ende September!
 Im Juister Bierlokal Spelunke habe ich nicht nur die Kurzgeschichte Margarethe gelesen, die dort auch spielt (siehe Bibliografie), sondern auch zwei noch nicht veröffentliche Geschichten: Die lieben Kleinen und Führungsstärke. Eine nette Veranstaltung in vertrauter Umgebung.

In diesen Tagen nun kommt Als der Himmel verschwand in die Buchhandlungen. Und ich warte gespannt auf die ersten, dann aber hoffentlich wirklich seriösen Rezensionen und die Reaktionen bei den jetzt anstehenden Lesungen.
Bis die Tage.

29. August 2005
Mittlerweile stehen auch die Details für die Lesung im Spätherbst fest.
Am Freitag, dem 25. November lese ich gemeinsam mit Andreas Hoppert (verüffentlicht ebenfalls bei Grafit) aus Verkauftes Sterben.
Die Veranstaltung findet als 8. Vlothoer Kriminacht um 19.30 Uhr in der Kulturfabrik Vlotho, Lange Str. 53 statt. Vor, nach der Veranstaltung und in den Pausen wird durch einen Künstler namens Vito Boogie-Woogie präsentiert.
Der Eintritt beträgt 6.- Euro.

Das Bild zeigt die Lesung im Bergbaumuseum

27. August 2005
 Aus alten Büchern lese ich nicht so gern. Aber wenn das Bergbaumuseum sein 75jähriges Jubiläum feiert... Und Siebte Sohle, Querschlag Wes t ist beim (leider nicht ganz so zahlreichen) Publikum gut angekommen. Zumindest haben viele von ihnen das Buch später gekauft - neben meinen jüngeren Büchern.
Insgesamt war die Jubiläumsveranstaltung in Bochum am Samstag gut besucht. Sicher ist das auch am morgigen Sonntag der Fall. Zu wünschen wäre es den Veranstaltern.
Vielleicht werde ich ja auch wieder eingeladen, wenn das Museum einhundert wird.

24. August 2005
Entgegen meiner vollmundigen Aussage im Frühjahr dieses Jahres wird es nun doch in 2005 keine Kriminacht mehr geben. Aber Anfang 2006 schlägt das Trio Infernale aus dem mittleren Ruhrgebiet gnadenlos zu:
Die 4. Bochumer Kriminacht findet am Samstag, dem 14. Januar 2006 vor dem Haifischbecken im Tropenhaus des Tierparks Bochum statt (ein passender Ort fär schweißtreibende Krimilesungen, oder?). Veranstalter sind die drei einheimischen Autoren Reinhard Junge, Theo Pointner und Jan Zweyer und das Restaurant Tierpark's (für das Apostroph kann ich nichts), 44791 Bochum, Klinikstr. 51.
Mit von der Partie ist unsere Kollegin Sinje Beck aus Betzdorf/Sieg. Selbstverständlich liegt die Moderation wie immer bei Sabine Stein aus Bochum.
Weitere Details später an dieser Stelle.

Die Druckfahnen von Als der Himmel verschwand liegen überarbeitet wieder beim Verlag. Das Buch ist fertig (von meiner Seite) und wird Anfang Oktober in den Buchhandlungen erhältlich sein. Meine Nummer Neun.

üUnd ich weiß immer noch nicht genau, ob der Jubiläumskrimi Nummer Zehn 2005 auf Juist oder 1923 im Ruhrgebiet spielt.

14. August 2005
Juist - die Krimiinsel.

Am Donnerstag, dem 22. September lese ich um 19.15 Uhr im Bierlokal Spelunke auf der Insel Juist. Möglicherweise präsentiere ich zwei noch unveröffentlichte Kurzgeschichten. Oder eine Passage aus Verkauftes Sterben. Mal sehen. Organisiert wird die Veranstaltung wie immer von der Buchhandlung Koch. Der Eintritt ist kostenlos.
Das ist die zweite Lesung in meiner Juister Lieblingskneipe. Ich bin gespannt.

12. August 2005
Seit einiger Zeit sammele ich Material für mein nächstes Buchprojekt. Das Problem ist nur, dass mir zwei Ideen im Kopf herumgehen und ich mich nicht entscheiden kann, welche der beide ich zuerst realisieren soll. Schreiben werde ich sicher beide Bücher, die Frage ist nur, welches zuerst.
Nummer Eins auf meiner Liste ist ein historischer Krimi mit dem Arbeitstitel Franzosenliebchen, der zwischen Februar und November 1923 während der französischen Besetzung im Ruhrgebiet angesiedelt ist. Eine der Hauptfiguren wird ein desillusionierter ehemaliger Frontsoldat sein, der in der Reichshauptstadt zur frisch gegründeten Kriminalpolizei stößt und mit einem Sonderauftrag von Berlin ins Ruhrgebiet geschickt wird. Er soll einen Sexualmord an einer jungen Frau aufklären, da die ursprünglich verdächtigten französischen Militärangehörigen von einem Kriegsgericht freigesprochen wurden.
Nummer Zwei ist, wie könnte es auch anders sein, wieder eine Geschichte mit Rainer Esch, den es erneut nach Juist zieht. Töwerland brennt soll sie heißen. Auf der Insel plant ein Investor den Abriss eines altehrwürdigen Hotels und einen Neubau an gleicher Stelle. In einer Sommernacht brennt es in dem leerstehenden Haus. Unter den Trümmern wird eine Leiche gefunden. Und Rainer Esch ermittelt. Juistkenner wissen natürlich, um welches Hotel es sich handelt. Gebrannt hat es da tatsächlich auch. Aber es gab glücklicherweise keinen Toten. Trotzdem wird die ganze Geschichte reine Fiktion sein, obwohl sie an realen Örtlichkeiten (und mit wirklichen Ereignissen) spielt.
Also, was soll ich Ihrer Meinung nach zuerst in Angriff nehmen?

11. August 2005
Premierenlesung Als der Himmel verschwand

In Kooperation mit der Recklinghäuser Buchhandlung Attatroll lese ich am
Sonntag, 23. Oktober 2005, 11:00 Uhr
im Naturkostladen Sonnenblume, Dortmunder Str. 10
in Recklinghausen (Nähe Bahnhof, Parkplätze am Haus).
Der Eintritt beträgt incl. Getränke 8,50 Euro;.

09. August 2005
Am vergangenen Sonntag bin ich mit der Überarbeitung des Manuskripts von Als der Himmel verschwand fertig geworden - jetzt liegt der Text wieder bei meiner Lektorin.
Es ist bei mir bei jedem Buch gleich: Schreiben macht Spaß, Umarbeiten und Neuschreiben nicht. Was weiter unten (8. Dezember 2003) zu Verkauftes Sterben steht, gilt auch für Als der Himmel verschwand.
Ich halte also den mit dem Verlag verabredeten Zeitplan ein. Mein neuer Krimi wird wie geplant im Oktober erscheinen können.

24. Juli 2005
Das Bergbaumuseum in Bochum wird 75 Jahre alt - und feiert dieses Jubilöum am 27./ 28. August mit einem Tag der offenen Tür. Auch ich werde meinen Teil dazu beitragen und lese am Samstag, dem 27. August, 16.15 Uhr in der Halle 11 des Museums aus Siebte Sohle, Querschlag West.

23. Juni 2005
Da erwartet mich ein heißes Wochenende. Meine Lektorin hat das Manuskript von Als der Himmel verschwand bearbeitet. Gestern hat sie das Paket zur Post gegeben. Also wird es vermutlich Freitag, spätestens Samstag bei mir eintreffen. Es werden also nicht nur Hitze und Gewitter meinen Blutdruck nach oben treiben.

17. Mai 2005
Das Buch ist noch nicht fertig, aber das Cover ist schon im Internet zu bestaunen. Nachdem ich mehr oder weniger zufällig bei einem großen Buchanbieter über den Buchdeckel von Als der Himmel verschwand gestolpert bin, will ich Sie natürlich auch nicht länger warten lassen:
Als der Himmel verschwand - ab sofort auf den Seiten Bibliografie.

16. Mai 2005
Das war es zunächst. Das Manuskript von Als der Himmel verschwand habe ich eben elektronisch zum Grafit-Verlag geschickt. Termin gehalten. Jetzt ist zunächst die Lektorin Ulrike Rodi am Drücker. Bis sie den Text ihrer gewohnt kritischen Prüfung unterzogen hat, kann ich mich (literarisch) ausruhen, meine angefangene Kurzgeschichte beenden oder an meinem neuen Projekt arbeiten.
Dazu gibt es an dieser Stelle dann mehr, wenn ich auch die Überarbeitung von Als der Himmel verschwand beendet habe.

01. Mai 2005
Die 19. Criminale im Hochsauerlandkreis ist vorbei. Sie war die größte bisher. Mehr als 160 Autorinnen und Autoren waren zu Gast im Land der tausend Berge. Die fast 70 Lesungen waren bis auf wenige Ausnahmen sehr gut besucht. Und gerade die Lesungen machen die Criminale aus. Tango und Eröffnungsveranstaltungen sind nur das Rahmenprogramm. Die Veranstaltungen der Criminale haben, wie man sehen und hören konnte, allen gefallen.

Allen? Nicht ganz. Natürlich hat L. Menke auf seinem Webseiten wieder Breitseiten gegen seinen Lieblingsfeind (das sind wir vom Syndikat) und die Criminale abgeschossen. Aus seinen Kommentaren tropfen Arroganz und Halbwissen. Irgendwie scheint dieser Mensch Probleme mit seinem Wahrnehmungsvermögen zu haben. Aber was soll's. Es macht keinen Sinn, diese Mischung aus Unterstellung und Böswilligkeit weiter zu kommentieren. Also lasse ich es. Die Hunde bellen und die Karawane zieht weiter.

Viele Krimileser und die Mitglieder des Syndikats freuen sich jedenfalls auf die nächste Criminale in Koblenz 2006 und die dann folgenden an der Südlichen Weinstraße in der Pfalz und in Singen am Bodensee.
Vielen Dank, Hochsauerlandkreis!

26. April 2005
Es ist (fast) vollbracht. Das Rohmanuskript von Als der Himmel verschwand steht.
Nun liest meine Frau Barbara den Text, streicht Tippfehler an, macht auf Wortdoppelungen, unschüne Formulierungen und ähnliches aufmerksam. Vor allem aber schaut sie, ob die Geschichte aus ihrer Sicht logisch aufgebaut ist und die Figuren eingermaßen glaubwürdig agieren. Zur Überarbeitung lasse ich mir die entsprechenden Passagen zur Kontrolle selbst vorlesen - von einer Software, die eigentlich dafür geschrieben wurde, Menschen mit Sehbehinderungen den Umgang mit elektronischen Texten zu erleichtern. Danach geht das Manuskript an den Verlag - und mich erwartet die Kritik (manchmal auch das Lob) der Lektorin. Dann erneutes Überarbeiten, Korrektur der Druckfahnen - und das Buch geht in Druck. Aber bis dahin ist noch viel zu tun. Aber es ist sicher: Als der Himmel verschwand erscheint im Herbst.

Morgen fahre ich zur Criminale. Ich bin davon überzeugt, dass dieses "Familientreffen" der deutschen Krimiautoren/innen ein voller Erfolg wird. Schließlich hat das MEK HSK , vor allem aber haben die hauptamtlichen Mitarbeiter des Kulturamtes des Hochsauerlandkreises ziemlich viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt. Sonntagmittag ist alles vorbei und die nächste Criminale in Koblenz steht vor der Tür.
Eines aber steht fest: Ich werde mich nicht mehr überreden lassen, an der Organisation einer solchen Veranstaltung mitzuarbeiten. Von jetzt an bin ich nur Gast!
Sollten Sie Gelegenheit haben, uns zwischen Winterberg und Neheim-Hüsten in den nächsten Tagen zu besuchen, wünsche ich Ihnen viel Spaß.

18. April 2005
Gestern zeigte die ARD aus der Tatort-Reihe den Film: Wo ist Max Gravert? vom Hessischen Rundfunk. Das Buch schrieb und die Regie führte Lars Kraume.
Der Inhalt: Eine zwielichtige Agentur kauft die Lebensversicherungen von Todkranken auf. Der Inhaber der Firma verschwindet mit den Millionen und die Kranken sehen sich um ihr Geld geprellt.

Sie erinnert diese Story an etwas? Mich auch. In meinem Roman Verkauftes Sterben, der im Mai 2004 erschienen ist, geht es auch um dieses Thema, allerdings mit einem anderen Plot.
Im Tatort ermitteln die beiden Kommissare bei einem Kollegen und erfahren von ihm einiges über die Geschäfte solcher Agenturen und die Vorteile sowohl für die Kranken, als auch für die Investoren.
Einen solchen Dialog gibt es auch in Verkauftes Sterben. Rainer Esch diskutiert mit seinem Mandanten über die Vor- und Nachteile eines solchen Deals. Mehr Gemeinsamkeiten gibt es nicht in beiden Geschichten.
Aber bestimmt sind auch diese Ähnlichkeiten nur Zufall. Schließlich setzen sich gute Ideen - und diesen Tatort fand ich endlich einmal wieder richtig klasse - unabhängig von Personen immer durch.
Man denke nur an die Erfindung des Schießpulvers ...

16. April 2005
Das Ende von Als der Himmel verschwand steht! Ich habe es im Kopf und muss es nur noch schreiben. Bis spätestens Ende Mai liegt das Manuskript beim Verlag.

07. April 2005
Die ersten 100 Manuskriptseiten von Als der Himmel verschwand sind in der Rohfassung fertig! Die Geschichte steuert unaufhaltsam ihrem Ende entgegen, das ich allerdings - und das ist momentan das einzige kleine Problem - noch nicht kenne.
Aber, um meine verstorbene Mutter zu zitieren: Wird schon wer'n, Frau Kern. Bei Frau Horn is' auch wieder wor'n.

02. April 2005
Gestern sind wir von einem einwöchigen Kurzurlaub auf der Insel Juist ins Ruhrgebiet zurückgekommen - heute war ich schon wieder im Hochsauerlandkreis, um zusammen mit meinen Mitstreitern/innen vom Mobilen Einsatzkommando HSK die Planungen für die Criminale zu aktualisieren. Die letzten Lesungen wurden koordiniert, Termine für die Fortbildungsveranstaltungen organisiert und die Autoren/innen haben sich abgestimmt, wer wann an welchem Tag im Tagungshotel bei der Anmeldung unserer Kollegen/innen anwesend ist.
Unser Aufenthalt auf Juist war wie immer sehr erholsam. Spaziergänge bei schönem und weniger schönem Wetter, viel Schlaf, gutes Essen und ein alkoholischer Absturz in der Spelunke. Alles wie gehabt. Ich habe glücklicherweise die nötige Ruhe gefunden, um an meinem neuen Roman Als der Himmel verschwand (so heißt der Titel wahrscheinlich) weiterzuarbeiten. Das war auch dringend erforderlich, da ich mich vom Verlag habe pberreden lassen, das Buchmanuskript bis spätestens Sommer fertig zu stellen, damit es im Herbstprogramm des Grafit-Verlages erscheinen kann. Bis jetzt bin ich noch zuversichtlich, diesen Termin halten zu können.
Sie werden Als der Himmel verschwand dann voraussichtlich im Oktober/November lesen können.

20. März 2005
Vor insgesamt etwa 600 (!) Zuhörern habe ich gestern auf der Schachtanlage Haltern 1/2 auf der 3. Sohle in einer Teufe von 1012 Metern aus Siebte Sohle, Querschlag West gelesen. Ich hatte den Eindruck, es hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht.
Näheres unter Ungewöhnliche Lesungen.

11. März 2005
Hier nun der endgültige Termin für meine Lesung auf der Criminale:
Gemeinsam mit Sabine Deitmer und Renate Klöppel lese ich am
Freitag, dem 29.04.2005, 18:00 Uhr
in der ASLAN Kurpark-Villa
Olsberg
Mühlenufer 4 a
unter dem etwas irreführenden Titel "Wer schön sein will" aus Verkauftes Sterben.

10. März 2050
Die Würfel sind gefallen. Es wird im Frühjahr keine Bochumer Kriminacht geben, sondern erst im Herbst. Reinhard Junge, Theo Pointner und ich haben uns auf die Vertagung verständigt, da
a) unser bisheriger Veranstaltungsort leider das Handtuch geschmissen hat und
b) wir neben der Vorbereitung der Criminale, in die wir drei eingebunden sind, im Moment kein weiteres Projekt mehr durchführen möchten.
Also haben Sie noch etwas Geduld. Die 4. Bochumer Kriminacht kommt - das ist sicher.

07. März 2005
Alle Jahre wieder

veröffentlichen die Juroren des Syndikats ihre Vorschläge für die ihrer Meinung nach beste Kriminalliteratur des Vorjahres. Und aller Jahre wieder bricht daraufhin in den einschlägigen Krimiforen im Internet die Diskussion darüber aus, ob denn die richtigen Texte nominiert wurden. Auch auf den Seiten von Toms Krimi-Treff (s. Links). So weit, so gut und so notwendig.
Neu fü mich war in diesem Jahr die Heftigkeit, mit der diese Diskussion geführt wurde. Da war u.a. von einer "Riesenverarsche" zu lesen, es wurde dem Syndikat der Vorwurf der "Selbstbeweihräucherung" gemacht und den Juroren wurde Kungelei unterstellt:
"Guten Freunden gibt man gerne ein Küßchen. Und dieser Kuß heißt eben, eine Nominierung zuschustern. Und für einen der Freunde anschließend noch ein Preis."
Generell, so hieß es, sei das Verfahren der Preisvergabe nicht transparent und es sei nicht nachvollziehbar, nach welchen Kriterien die Preise vergeben würden. Einige forderten, eine Auswahl von Krimilesern sollte die vorgeschlagenen Texte "gegenlesen", andere vermissten die Begründung dafür, warum eingereichte Texte nicht nominiert worden seien (ein solches Verfahren wäre zumindest originell).

Ich habe mich mit folgendem Beitrag zu Wort gemeldet:
"Auch ich bin Syndikats-Mitglied und habe mich auch manchmal über die eine oder andere Entscheidung der von uns gewählten Jury gewundert - aber das hat nur etwas mit meinem persönlichen Geschmack zu tun. Und Geschmack ist ja nun bekanntlich glücklicherweise von Mensch zu Mensch und Leser zu Leser ziemlich verschieden. Im Unterschied zu den meisten von euch kann ich mich allerdings in eine Jury wählen lassen, um so die Entscheidungen in meinem Sinne zu beeinflussen - wenn ich es denn will. Aber ich will nicht, weil mir diese Juryarbeit schlicht und einfach zu viel ist. Deshalb bin ich jedes Mal froh, wenn sich andere dieser Fronarbeit unterwerfen.
Was ich nicht verstehe, sind die Unterstellungs- und Verschwörungsvorwürfe, die alle Jahre wieder nach den Jury-Entscheidungen auftauchen. Die Glauser-Nominierungen stammen von Syndikatsmitgliedern, nicht von der Gemeinschaft aller Krimileser. Sie sind kein gemeinsames Vielfaches, sondern die subjektive Meinung der Jury - so subjektiv, wie jeder von uns selbst als Leser ist und sicher auch sein will. Und selbst wenn es so wäre (es ist aber nicht so!), dass nur Syndikats-Mitglieder die Preise bekommen würden - was wäre dabei? Erheben wir Syndikatler den Anspruch, für alle Krimileser zu sprechen? Nein. Wir vergeben den Glauser - sonst keiner. Und wir haben uns in einer demokratischen Entscheidung Regeln dafür gesetzt, die wir für transparent halten und die durch die demokratische Wahl unserer Jury jährlich bestätigt werden. Noch einmal: die verschiedenen Glauser-Entscheidungen sind eine Auszeichnung für die nach unserer Meinung besten Beiträge zur Kriminalliteratur des Jahres. Keiner muss die Meinung der Jury teilen. Macht eure eigenen, individuellen Hitlisten, wenn ihr wollt. Aber unterstellt uns bitte keine Kungelei.2

Diese Bemerkungen haben nun Ludger Menke in seinem Nachtbuch - FundstÜcke eines Krimilesers nicht ruhen lassen und zu einer heftigen Polemik veranlasst. Er schreibt u.a.:
2Eine Haltung gegenÜber Lesern, die ich so auch noch nicht gelesen habe. Es geht hier nicht um ein Miteinander, es geht nicht darum, auf manche berechtigte Kritik der eh wenigen, engagierten Leser einzugehen, es geht auch nicht um Selbstkritik beim Syndikat - es geht eigentlich nur um die eigene PrÄsenz und Arroganz. Wir, die Autoren, stellvertretend durch eine Jury, haben gesagt, dass sind die besten Krimis dieses Jahres. Wenn Euch das nicht passt, macht doch Eure eigenen Listen, veranstaltet angeblich dubiose Abstimmungen im Internet, aber kritisiert blo? nicht unsere Entscheidung! Das ist der Tiefpunkt jeglicher Kommunikation, es zeigt eine Arroganz gegenÜber Lesern, die mir unverstÄndlich ist. Zudem eine Haltung, wie sie von Autorenseite gerne den professionellen Krimikritikern vorgeworfen wird, die aber weit davon entfernt sind. Gute Kritiker versuchen wenigstens, ihren Lesern halbwegs argumentativ klar zu machen, warum dieses oder jenes Buch gut, weniger gut oder schlecht ist. Sie versuchen, klare Kriterien zur Beurteilung eines literarischen Textes anzulegen. Was machen die Krimiautoren laut Jan Zweyer: Sie geben ihren Geschmack wieder."

Mal abgesehen von der Frage, was engagierte Leser sind (die sich an den Diskussionen im Internet beteiligen, oder was? Und die anderen? Sind die etwa nicht engagiert?) steht in keinem Wort meines Beitrages, dass ich mich dagegen ausgesprochen hätte, die Entscheidungen der Juroren zu kritisieren, im Gegenteil.
Und wenn es arrogant ist darauf hinzuweisen, dass Juroren immer subjektiv urteilen werden, weil es Objektivität bei der Bewertung von Literatur nach meiner Auffassung nicht geben kann - ja, dann bin ich arrogant.
Auch die von Menke eingeforderten"klare Kriterien" zur Textbewertung können immer nur subjektiv sein. Was sonst? Wer definiert diese Kriterien? Kritiker? Menke?Der in einem anderen Beitrag seines Nachtbuches bedauert, dass Leser "oft nach geschmäcklerischen Kriterien urteilen". Ja, zum Teufel, nach was denn sonst? Etwa nach den Theorien der Literaturwissenschaft (1.Semester, Ludger Menke!)? Das nenne ich wirklich Arroganz gegenüber anderen Lesern, die auch nicht dadurch gemildert wird, dass sich Menke im nächsten Halbsatz seines Statements das Zugeständnis rausschraubt:
"(...) aber man kann es ihnen (dem Leser, J.Z.) nicht wirklich vorwerfen."
Wie großmütig! Ich jedenfalls hoffe, dass alle auch weiterhin das lesen, was ihnen gefällt. Und sich so eben ihre eigenen Hitlisten erstellen. Nach meinem Eindruck tun das auch die meisten Leser.

Noch eine Frage stellt sich mir: Warum um alles in der Welt sollte das Syndikat Selbstkritik üben?
Weil sich die Meinung der Juroren nicht mit der jedes Lesers deckt?
Weil die Kriterien für die Preisvergabe angeblich nicht transparent, nicht nachvollziehbar seien? Jede Jury begründet die Auszeichnung in der Laudatio auf den Preisträger. Sie wird gehalten auf der Criminale. Und ist später im Internet nachzulesen. Auch das weiß Ludger Menke ganz genau. Sollte er jedenfalls.
Und was ist von seinen Tiraden über "die grauenvolle Öffentlichkeitsarbeit des Syndikats" zu halten? Die Internet-Seiten des Syndikats mit ihren zahlreichen Tipps und Hinweisen für Leser und Autoren (im Mitgliederbereich) sollten doch auch ihm nicht verborgen geblieben sein.
Anscheinend hat Menke auch noch nie von den vielen Krimilesungen gehört, die in ganz Deutschland jährlich mit finanzieller Unterstützung des Syndikats (bzw. des Fördervereins) durchgeführt werden. Zusätzlich zu den Lesungen der Criminale, versteht sich. Denn dann dürfte er die polemische Frage, was das Syndikat für Leser und Autoren tut, eigentlich so nicht formulieren.
Damit nicht genug: er unterstellt den Syndikatsmitgliedern, wir würden uns auf der Criminale lediglich in den "nächsten Tiefschlaf (...) saufen. "
Das, Ludger Menke, ist wirklich das Unterste aus dem Döschen. Vermutlich liegt mein Kollege Marcus Starck richtig, der die ganze Diskussion auch mit Sarkasmus kommentiert (und Ludger Menke trotzdem zum Bier einlädt).

Und noch ein letztes Zitat: "Die Leser sind eigentlich schon viel weiter, als die Damen und Herren beim Syndikat. Die feiern sich lieber selbst und ihre Wichtigkeit mit unwichtigen Krimipreisen."

Wenn Syndikat, Criminale, und die Preise doch gar so unwichtig sind, warum dann die ganze Aufregung? Wer nimmt sich eigentlich hier zu wichtig, Ludger Menke?

16. Februar 2005
Eine schöne Überraschung präsentiert das Krimi-Forum: Das Cover von Verkauftes Sterben wurde von der Ehrenwerten Gesellschaft in München zusammen mit elf weiteren zur Wahl des schönsten Krimi-Cover eines deutschsprachigen Kriminalromans des Jahres 2004 vorgeschlagen.
Abgestimmt werden kann unter der Rubrik Bloody Cover 2005 auf den Seiten des Krimi-Forums.
Auch wenn die Ehre der Nominierung eher dem Grafiker des Grafit-Verlages, Peter Bucker gebührt, würde ich mich (natürlich völlig uneigennützig) freuen, wenn sich möglichst viele an der Abstimmung beteiligen würden und vielleicht und eventuell möglicherweise den Click bei ... äh ... Entschuldigung.
War nur ein Versuch.

15. Februar 2005
So, so, jetzt kommen also Weblogs in Mode.
Ich muss gestehen, noch vor zwei Wochen hatte ich nicht die geringste Ahnung, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Dann stellte mein schreibender Kollege Markus Starck das Thema in der internen Syndikats-Mailingliste zur Diskussion. Sp�äer beschäftigte sich das Forum von Toms Krimitreff mit dem Thema.

Die freie Enzyklopädie Wikipedia definiert: "Ein Weblog oder Blog (ein Kunstwort aus Web und Logbuch) ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Neue Einträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge."
Demnach ist die Rubrik Notizen, in der Sie gerade lesen, ein solcher Weblog. Und das schon seit dem Dezember 2003. Glaubt man der Diskussion, sollen Weblogs die interessierte (Welt/Web)öffentlichkeit geradezu magisch anziehen. Tausende von Seitenzugriffen täglich, überlastete Server, Systemadministratoren, die dem Nervenzusammenbruch nahe sind.
Mal abgesehen von der Anstrengung, sich quasi täglich mit der Aktualisierung der eigenen Webseiten beschäftigen zu müssen, stellt sich für mich die Frage, ob ein solches Tagebuch überhaupt jemand über längere Zeiträume hinweg fesselt. Wen interessiert tatsächlich, was ich hier in die Tasten meines Computers haue? Wollen Sie wirklich wissen, welches Buch ich zur Zeit lese, welche Farbe meine Unterwäsche hat, meinen Lieblingsgriechen kennen, womit ich mich am letzten Wochenende beschäftigt habe? Und das auch noch mehrmals in der Woche?
Dachte ich mir.

22. Januar 2005
Schon jetzt ein Hinweis auf eine Lesung im Spätherbst.
Am 25. November 2005 lese ich aus Verkauftes Sterben in der Kulturfabrik Vlotho, Lange Str. 53.
Die Details folgen später.

20. Januar 2005
Es läuft mit meinem neuen Buch nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Eigentlich wollte ich das Rohmanuskript bis zur Criminale Ende April abgeschlossen haben. Aber es zieht sich. Ich finde einfach nicht die erforderliche Ruhe zum Schreiben. Deshalb hänge ich mit meinem selbstgewählten Zeitplan hinterher. Von geplanten 80, 90 Manuskriptseiten habe ich erst knappe 60 fertiggestellt. So wird das nichts mehr mit dem Erscheinen des Romans im Herbst. Na ja, dann eben erst 2006.
Der geschmiedete Himmel - so lautete der Arbeitstitel des Krimis rund um die Himmelsscheibe von Nebra. Da muss ich gestern in der Zeitung lesen, dass ein Sachbuch über eben diese Himmelscheibe auf den Markt gekommen ist. Und wie heißt das wissenschaftlichen Werk? ... Genau. Man glaubt es kaum, aber so ist es. Der geschmiedete Himmel ist als Titel damit gestorben. Und für mich beginnt die Suche nach einem neuen.
Es gibt eben Tage, da bleibt man nicht nur wegen des miesen Wetters besser einfach im Bett und zieht die Decke über den Kopf ...

15. Januar 2005
Im Rahmen der 2. Recklinghäuser Literaturwoche Acht Tage und ein Prolog ... werde ich im originalen Ambiente, d.h. 1000 m unter der Erde unter anderem aus Siebte Sohle, Querschlag West lesen.
Die Veranstaltung ist am
Samstag, dem 19. März 2005
19.30 Uhr (Anfahrt)
auf der Schachtanlage Haltern 1/2 des Bergwerks Auguste Victoria/ Blumenthal der Deutschen Steinkohle AG
Recklinghäuser Straße (B51)
Haltern

Veranstalter ist die Deutsche Steinkohle AG und die Stadtb�cherei Recklinghausen.
Der Eintritt beträgt 11,00 €, ermäßigt 7,00 €.
Karten gibt es über RZ Ticket Shop, Tel. 02361/180533,
dem WAZ Ticket Shop, Tel. 02361/9526;
bei allen Reisebüros mit Start-Ticketsystem oder unter Tel. 0209/1477999.

Die Veranstalter machen aus Sicherheits- und Haftungsgründen für die Fahrt nach unter Tage darauf aufmerksam, dass die Anfahrt aus Sicherheitsgründen für Personen unter 14 Jahren, für Behinderte und für Menschen, die empfindlich sind gegen psychische und physische Belastungen, nicht geeignet ist. Vor und während der Fahrt dürfen Alkohol und berauschende Mittel nicht zu sich genommen werden. Das Rauchen sowie das Mitführen von Tabakwaren, Anzündmitteln etc. und Mobiltelefonen ist strengstens untersagt. Festes Schuhwerk sowie schmutzunempfindliche (nicht zu helle) Kleidung wird empfohlen. Für unter Tage erlittene Personen- und Sachschäden übernehmen die Veranstalter keine Haftung.