Jan Zweyer

Lustig in der Trauerhalle

Trauerhalle I
Trauerhalle II
Lesung
 

Lustig in der Trauerhalle

Erst glaubte ich an einen dieser seltsamen Werbeanrufe, als sich im Frühsommer 2015 am Telefon ein Bestattungshaus meldete. Mit dem Sterben will ich eigentlich noch etwas warten, entsprechend vorsichtig war meine Reaktion. Aber das Beerdigungsinstitut wollte mir keinen Sarg verkaufen, sondern mich für eine Lesung einladen. In ihrer Trauerhalle sollte sie stattfinden. Aber etwas lustiges sollte es sein, nichts blutrünstiges. Die Gäste des Hauses wollten nämlich lachen, hieß es.
Lachen? In einer Trauerhalle? Also fragte ich nach. Die Erklärung folgte prompt: Man wolle mit den Lesungen Berührungsängste verringern, denn schließlich gehöre der Tod ja auch zum Leben.
Auch wieder wahr. So sagte ich zu. Und ich habe es nicht bereut. Es war ein wirklicher netter Abend im Bestattungshaus Huhn in Dortmund-Huckarde.
Die Zuhörer hatten ihren Spaß, ich auch. Die Lesung war perfekt vorbereitet. In der Pause gab es Sekt und Kuchen und die Eintrittsgelder des Abends wurden für einen guten Zweck gespendet. Toll!

Herr Huhn begrüßt die Gäste
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