Jan Zweyer

Siebte Sohle, Querschlag West

Das Bild zeigt das Buchcover von Siebte Sohle, Querschlag West

Siebte Sohle, Querschlag West
Grafit-Verlag Dortmund 1999
ISBN 3-89425-230-8
211 Seiten Preis 8,40 €

Das Buch ist beim Verlag leider 
vergriffen

Siebte Sohle, Querschlag West

Im Herbst 1984 machte ich meine erste Grubenfahrt. Mir rutschte das Herz in die Hose, als ich den Korb betrat, der mich in das Dunkel bringen sollte. Ein Fahrstuhl, an den Seiten offen, lediglich an zwei etwa armdicken Seilen hängend, heftig wackelnd und unter mir ein Loch von etwas mehr als tausend Meter. Ich nehme an, dass es den meisten so geht, wenn sie ihre erste Fahrt in ein Bergwerk antreten. 
 
Einige Jahre später überlegte ich mir, wie es wohl wäre, wenn jemand unter Tage ermordet würde. Wie ermittelt die Kripo angesichts von Dunkelheit, Hitze und Explosionsschutz unter Tage? Haben auch Polizisten Angst? Schließlich: Wäre ein solcher Plot nicht eine gute Gelegenheit, den Lesern etwas über den Bergbau zu vermitteln, der das Gesicht und die Geschichte des Ruhrgebietes geprägt hat? Und das nach Möglichkeit, ohne zu sehr zu schulmeistern. 

Wenn Siebte Sohle, Querschlag West diesen Zweck erfüllt und (hoffentlich) spannend zu lesen ist, bin ich (und hoffentlich Sie auch) zufrieden. 

Der beim Verlag leider vergriffene Titel ist als Kindle-Ebook erhältlich

 

 

Pressematerial 

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Pressestimmen 

Siebte Sohle, Querschlag West" ist der Titel eines spannenden Kriminalromans von Jan Zweyer bei grafit, ein Markenzeichen für hervorragende Krimis. Es ist auch der Schauplatz eines Mordes, der Hauptkommissar Rüdiger Brischinsky zuerst auf die falsche Fährte lockt. Wäre da nicht der Jurastudent im x-ten Semester, der sich als frischgebackener Detektiv mehr schlecht als recht durchs Leben mogelt. 
Jan Zweyer erzählt eine intelligente Kriminalgeschichte, in der man ganz nebenher noch eine Menge über den Bergbau und seine Sprache erfährt. Und er präsentiert eine überraschende Lösung des Falles, die dem Leser Appetit auf seinen nächsten Roman macht. 
Unsere Zeit
, 10.9.99

 Einzusortieren unter "Ruhrgebiets- krimi". Was Autor Jan Zweyer seinem Helden Rainer Esch (verbummelter Student, Taxifahrer, Log-Budget- Privatdetektiv und gelegentlicher Glücksritter) nach zwei Vorläufergeschichten diesmal erleben lässt, ist nicht gerade unspannend zu lesen.
 Die Story, Marke "Mord im Pütt" spielt im Bergarbeitermilieu, dreht sich um Erpressungsversuche kackfrecher Kids, Untreue, Ehebruch, falschen Verdäch- tigungen, denen sich Eschs türkischer Freund Cengiz Kaya ausgesetzt sieht, und andere dunkle, undurchsichtige Machenschaften. 
Zweyers Plot ist locker inszeniert, wirkt, um mal ein Klischee zu bemühen, oft richtig saftig aus dem Leben gegriffen und von Milieu- und Charakterzeichnung her recht glaubwürdig. Man leidet förmlich mit, wenn Esch bei der Entwirrung des Falles brutal zusammengeschlagen wird, freut sich, wenn er beim Pferderennen unverhofft eine hohe Geldsumme gewinnt und dabei zufällig auf die Lösung des Falles stößt. 
Und danach? Hauptdarsteller Esch will - mal wieder- sein Studium beenden und Anwalt werden. 
Hoffentlich nicht.
 Gig Münster-Osnabrück, 10/99)