Jan Zweyer

Persilschein

Das Bild zeigt das Cover von Persilschein

Persilschein
Grafit-Verlag Dortmund 2011
ISBN 978-3-89425-615-9
320 Seiten; Preis 11,00 €
auch als E-Book lieferbar

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Bild zeigt das Cover des Buches Persilschein

Seit Herbst 2014 auch als gebundene Bertelsmann Club-Ausgabe erhältlich

Persilschein

Dritter Band der Goldstein-Trilogie

Das war es nun. Der dritte und letzte Teil der Goldstein-Trilogie liegt vor. Er spielt im Herbst 1950 in der jungen Bundesrepublik.
Viele alte Nazis haben erstaunlich schnell wieder Karriere gemacht und ihre Pfründe nahtlos in die neue, häufig trotzdem ungeliebte Demokratie gerettet.
Einige werden von der Justiz wegen ihrer Verbrechen gesucht und manche von ihnen finden einen sicheren Zufluchtsort unter den Fittichen amerikanischer Geheimdienste. Der Koreakrieg tobt. Und in Europa zieht am Horizont der Kalte Krieg herauf. Da ist es gut, wenn man sich rechtzeitig die Dienste der „Fachleute“ von früher sichert.
Auch meine Hauptfigur, der Hauptkommissar Peter Goldstein, hat den Wechsel von einer Diktatur zu einer Demokratie bruchlos überstanden. Sein Vorgesetzter ist immer noch derselbe, die meisten seiner Kollegen haben den Krieg ebenfalls überlebt. Goldstein dient nach seiner Auffassung immer noch dem abstrakten Recht, nicht einem politischen System. Und meint, dass es an der Zeit wäre, die Nazizeit endlich zu vergessen und nach vorne zu schauen. Wie so viele damals. Und erst recht heute.

Persilschein wurden im Volksmund spöttisch die Eidesstattlichen Versicherungen genannt, die sich Belastete in den Entnazifizierungsverfahren häufig gegenseitig ausstellten. Da keiner so ganz genau hinsehen wollte, wurden auch zahllose, überzeugte Nationalsozialisten als “unbelastet“ bewertet.
Der Begriff „Persilschein“ stammt ursprünglich aus dem Militärjargon. Rekruten mussten bei ihrer Gestellung Kartons zur Zurücksendung ihrer Zivilkleidung mit in die Kaserne nehmen. Häufig wurden dafür solche mit dem Werbeaufdruck des Waschmittels benutzt. Aus dem Gestellungsbefehl wurde so der „Persilschein“.
In der Nachkriegszeit wurde der Begriff anders interpretiert. Frei nach einem Werbespruch des Produzenten dichtet der Volksmund sinngemäß: „Persil wäscht auch Braunes wieder Weiß.“ Und bezog das auf die gegenseitigen Versicherungen, kein Nazi, sondern nur ein unbescholtener Mitläufer gewesen zu sein.

Es war spannen für mich, meinen Hauptkommissar durch die Geschichte zu begleiten. Ich habe dabei viel gelernt. Und bin über eine Person gestolpert, die ich Ihnen in einiger Zeit in Form eines halbdokumentarischen, historischen Romans vorstellen werden. Davor liegen aber noch ein, zwei andere Projekte, die es zu erledigen gilt.

Persilschein erschien im Herbst 2011 bei Grafit

Pressematerial 

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Pressestimmen

Jan Zweyer zeigt die Schatten der Vergangenheit

Insgesamt aber bleibt diese Trilogie ein starkes böses Stück Heimatgeschichte. (Jens Dirksen) WAZ Wochenende, 14.10.2011

Lesenswerte, spannende Krimi-Unterhaltung vor einem gut recherchierten historischen Hintergrund. Eine Ruhrgebietsgeschichte voller Ruhrgebietsgeschichte.
Reinhard Jahn, Krimiblog, 30.10.2011

In dem historischen Kriminalroman (...) erzählt der Herner Autor Jan Zweyer packend einen Fall aus den Anfangstagen der Bundesrepublik.
Udo Feist, WDR 4, 1.11.2011

Ein aktueller Roman, in einer für Krimis eigentlich prädestinierten, aber wenig behandelten Epoche spielend. Ein passendes Finale für Jan Zweyers bemerkenswerte »Ruhrgebiets-Trilogie«.
Jochen König, Krimi-Couch, Februar 2012

Liebhaber des realistischen Kriminalromans ohne literarischen Blutrausch und psychologische Fantasterien kommen an diesem Roman nicht vorbei
(hl) Richter ohne Robe Nr. 2, Juli 2012

Bedrückend, spannend, realistisch - ein Krimi, der die 50er Jahre auf unterhaltsame Weise noch einmal nahe bringt.
Ingrid Müller-Münch, WDR 5