Jan Zweyer

Glänzender Tod

Das Bild zeigt das Buchcover von Glänzender Tod

Glänzender Tod
Grafit-Verlag Dortmund 2002
ISBN 3-89425-263-4, 248 Seiten
Preis 8,90 € 

Das Buch ist beim Verlag leider 
vergriffen

Glänzender Tod

Im Sommerurlaub 2000 (nicht auf Juist, sonders auf Rhodos) las ich einen Zeitschriftenartikel über einen nie aufgeklärten Kunst- raub, bei dem es um eine Summe von einigen Millionen ging.
Der Stoff fesselte mich sofort. Es gab nur ein kleines Problem: Für Rainer Esch war diese Geschichte eindeutig eine Nummer zu groß. Aber das machte nichts.

Nach sechs Esch-Geschichten hing mir mein Held ohnehin ein wenig zum Hals heraus. Es ging mir wie einigen in ihren Ehen. Also fremdgehen. Warum nicht eine Geschichte in der ersten Person, statt wie bisher in der dritten schreiben? Und warum nicht jemanden erfinden, der sich als Detektiv auch etwas außer- halb der Legalität bewegen darf (was Polizisten und Anwälte ja nicht tun können)? 

So wurde Jean-Paul Büsing geboren (und bevor wieder jemand falsch spekuliert: ein Vorfahre meiner Frau hieß Büsing).
 
Der Kern der Geschichte ist wahr und auch die meisten der handelnden Personen agierten auch in der Realität, wenn auch mit anderen Namen. 
Wahr ist auch, dass mehrere Geheimdienste in diesen Fall in- volviert waren und es stimmt auch, dass der Rest des Sevso-Silber bis heute nicht aufgefunden wurde. 

Die Kritiker haben meine erste Büsing-Geschichte mit viel Lob aufgenommen, bei den Lesern ist die Reaktion verhaltener. Es sieht so aus, dass mir meine Untreue zu Rainer übel genommen wurde. Geht es den Krimischriftstellern wie Schauspielern, die in Serien mitspielen? Einmal Mutter Beimer, immer Mutter Beimer? 

Ich hoffe nicht. Und so wird mich (und Sie, wenn Sie wollen) auch Jean-Paul Büsing zukünftig begleiten.

Der beim Verlag leider vergriffene Titel ist als Kindle-Ebook erhältlich



Pressematerial 

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Pressestimmen 

 Aufgeschlagen
So trauert eine Witwe um ihren Mann: lustig. Lässt sein Grab verfallen und ist fidel. Was Jean Büsing stutzig macht. Hat die Dame die Abfindung von der Versicherung kassiert und macht sich einen Lenz? Glänzender Tod heißt diese Kriminalgeschichte von Jan Zweyer, der zeigt, dass man als Revier-Autor auch über das Bierglas schauen kann: Die Aufdeckungsreise des Versicherungsagenten geht über Herne, Bochum und Essen hurtig mit dem Cabrio an die ungarische Seenlandschaft. Dort wartet die Witwe - und auch eine Leiche. Jean Büsing ist ein echter Typ. Und der Krimi? Glänzend. (pek)
 Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Wochenendbeilage 27.4.02

Jean-Paul Büsing, freiberuflicher Versicherungsdetektiv mit Vergangenheit und Hang zu geistigen Getränken, hat einen neuen Auftrag. Er soll überprüfen, ob ein gewisser Gerd Tillmeier, der angeblich bei einem Segeltörn vor der deutschen Nordseeküste ertrunken ist und kurz zuvor eine Lebensversicherung in Höhe von stolzen drei Millionen Mark abgeschlossen hat, nicht zufülligerweise doch noch am Leben ist. Denn die Leiche wurde nie gefunden. Seine Recherchen nach dem angeblich Verstorbenen führen Büsing zuerst zu dessen Frau, einer Ungarin, die, dem vernachlässigten Grab ihres Gatten nach zu urteilen, nicht gerade vor Trauer umkommt. Kurz nachdem der Detektiv sie befragt hat, verlässt sie Deutschland in Richtung Heimat. Büsing folgt ihr und gerät in einen Strudel von Ereignissen, über die er bald keine Kontrolle mehr hat. Auf der Suche nach der Wahrheit stolpert er geradezu über Leichen, landet im Gefängnis und verfolgt seine Spur durch halb Europa. Längst geht es nicht mehr nur um Tillmeier, sondern auch um einen äußerst wertvollen Schatz- fund, dem nicht nur die Geheimdienste dreier Länder hinterher jagen. Immer wieder benutzen die Beteiligten Büsing als ihr Bauern- opfer in einem undurchsichtigen Katz- und Maus-Spiel. Was harmlos beginnt, wird für ihn am Ende lebensbedrohlich. Als hätte er zu Hause nicht schon genug Sorgen. Und dann ist da auch noch Marlene, die ihm immer wieder hilft, seine Sprachlosigkeit aber langsam richtig satt hat. Jan Zweyers siebter Krimi vereint alle Zutaten für gutes Lesefutter: den privaten Konflikt des Helden, der keiner sein will, eine Prise Humor und einen spannenden Plot. Man muss allerdings dran bleiben, sonst blickt man bald nicht mehr hindurch durch das verwirrende Netz aus Lügen und Protagonisten, das der Wahl-Ruhrpottler so geschickt gesponnen hat. Bis zum bitteren Ende lässt er seine Leser zappeln. Gemein gut. (Bettina Spogis)
 Lit4U, Mai 2002