Jan Zweyer

Georgs Geheimnis

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Georgs Geheimnis
Grafit-Verlag Dortmund 2000
ISBN 3-89425-242-1,
251 Seiten Preis 8,90 € 

Georgs Geheimnis

Eines der traurigsten Kapitel der Nachkriegszeit war das Ver- halten weiter Teile der deutschen Industrie in Sachen Entschä- digungsfonds für Zwangsarbeiter. Viele der Unternehmen, deren Vorläufergesellschaften in Nazideutschland glänzende Geschäfte mit der Zwangsverschleppung von Menschen aus den besetzten Gebieten gemacht hatten, schoben jede Verantwortung mit zum Teil mehr als fadenscheinigen juristischen Argumenten weit von sich und lehnten jede finanzielle Beteiligung an dem Fonds ab. 
Stattdessen wurden in langwierigen Verhandlungen immer neue juristische Hürden aufgebaut. Und unterdessen verstarben mehr und mehr Opfer ...

Zwangsarbeit war im 2. Weltkrieg an der Tagesordnung. Hundertausende schufteten in Fabriken und in der Landwirt- schaft. Selbst in kirchlichen Einrichtungen wurden diese Menschen ausgebeutet. In einer Ausstellung im Gasometer Oberhausen habe ich vor einigen Jahren eine Karte der Stadt Essen von 1944 gesehen. Sie war etwa zwei mal zwei Meter groß. 
Jedes bekannte Lager oder jede Arbeitstätte von Kriegsgefan- genen, Häftlingen oder Zwangsarbeiter wurde durch ein kleine Nadel mit einem roten Kopf markiert. Die Karte war übersäht mit roten Punkten. Dort steckten hunderte, wenn nicht sogar tausende dieser kleinen, rote Nadelköpfe. 
Die Karte zeigte: Zwangsarbeit war in Deutschland leider all- täglich. Jeder, der bereit war, die Augen aufzumachen, konnte und musste diese Arbeitssklaven sehen.
Und fünfzig Jahre später wurde der Entschädigungsanspruch dieser Menschen auf beschämende Art und Weise zerredet. 

In Georgs Geheimnis versuche ich mich mit diesem Sachverhalt auseinander zu setzen. 



Pressematerial 

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Pressestimmen

Jan Zweyer ist Kult
Jan Zweyer - ein Name bürgt für Qualität. Seine Krimis aus dem Ruhrgebiet erreichen mittlerweile Kultstatus. Das gilt auch für seinen Helden Rainer Esch. Mittlerweile hat es der ewige Student zum Rechtsanwalt gebracht, der mehr schlecht als recht über die Runden kommt. Zufällig gerät er an einen neuen Fall. Eines Abends betritt der Rentner Georg Pawlitsch sein Büro, möchte etwas über das Presserecht erfahren und wissen, ob Esch ihn im Fall des Falles vertreten würde. Wenig später ist der Mann tot, Opfer eines Verkehrsunfalls. Doch bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung wird der Verdacht erhärtet, dass der Senior nicht an den Folgen des Unfalls starb, ermordet wurde.
Spürnase Esch steigt in den Fall ein, kommt selbst in Bedrängnis, als er den Tätern mit Hilfe einer bildhübschen Kollegin immer näher kommt. Spannung ist garantiert, dafür bürgt allein der Name Zweyer. (-sig)
Emsdettener Volkszeitung, 18.11.2000

Welches Geheimnis nimmt der pensionierte Bergmann Georg Pawlitsch mit ins Grab, nachdem er Opfer eines Mordanschlags geworden ist? Rechtsanwalt Rainer Esch hatte ihn kurz zuvor noch als neuen Mandanten gewinnen können, ohne zu wissen, in welcher Sache er Pawlitsch nun eigentlich vertreten sollte. Seine Recherchen führen ihn zu Friedhelm Lorsow, Geschäftsführer des Bergbau-Zulieferunternehmens LoBau-Tech. Auch Kommissar Brischinsky ermittelt in diese Richtung, denn das Mordopfer wurde mit Lorsows gestohlenem Firmenwagen überfahren. Wer wollte Pawlitsch zum Schweigen bringen und aus welchem Grund? Esch und Brischinsky liefern sich ein spannendes Wettrennen um die Aufklärung des mysteriösen Falls.
Wie seine Vorgänger Glück auf Glück ab, Tödliches Abseits, Alte Genossen und Siebte Sohle, Querschlag West, so spielt auch der fünfte Band Zweyers mit Rainer Esch im Ruhrpott. Es bleibt stets unterhaltsam, dem vom Misserfolg verwühnten Rechtsanwalt bei seinen Nachforschungen zu begleiten.
Esch, in dessen Kasse permanente Ebbe herrscht, steht außerdem vor einer weiteren Herausforderung. Er trifft die große Liebe seines Lebens und setzt alles daran, die Dame seines Herzens zu erobern.
Jan Zweyer ist es auf ganz vorzügliche Weise gelungen einen spannenden Krimi zu schreiben, in dessen Mittelpunkt kein glänzender Held steht, sondern ein vermeintlicher Looser mit alltäglichen Macken.
Esch muss man einfach sympathisch finden!
(Christoph Reudenbach)
Buch30, 1.2.2001