Jan Zweyer

Eine brillante Masche

Eine brillante Masche. Die fast wahre Geschichte eines Lügners
Tatsachenroman. Grafit-Verlag Dortmund
ISBN 978-3-89425-450-6
224 Seiten, Preis € 9,99
auch als E-Book erhältlich

Oder Sie bestellen gleich unter dieser Adresse

Eine brillante Masche
Die fast wahre Geschichte eine Lügners

Bei den Recherchen zu meinem Buch Persilschein bin ich durch Zufall auf Johann Bos gestoßen.

Johann Bos, alias Baron Joachim von Hohenfeld, alias Hans Hoffmann, alias Heinz Forst, alias Hans Bayer, alias Mampe, war einer der größten Hochstapler der Nachkriegszeit. Heute ist er vergessen.
Bos stand ein gutes Dutzend Mal vor Gericht. Er wurde zeitweise von über 18 Staatsanwaltschaften gesucht, siebenmal festgenommen. Immer wieder kam er frei, häufig durch Bestechung. Türmte aus Gerichtssälen und Heilanstalten, gab sich als Geisteskranker aus, als Industriellensohn oder Kripobeamter. War zeitweise sogar Kriminalrat in Osnabrück.
Er sei vom Hass auf die Nazis getrieben, erklärte er in seinem Prozess, nachdem er dingfest gemacht werden konnte. Nur deshalb habe er deren Angehörige betrogen. Aber Bos spendete auch für ein Waisenhaus, verschenkte Lebensmittel an Bedürftige. Daher galt er manchen als moderner Michael Kohlhaas.
Bos
lebte zeitweise in meiner Heimatstadt Herne. Ein Grund mehr, über ihn zu schreiben.

Das war jedoch nicht so einfach. Denn die erste Enttäuschung folgte schnell. Kein Eintrag bei Google. Auch nicht im Archiv des Spiegel. Eine Nachfrage beim Landgericht Arnsberg, vor dem sein Prozess stattfand, blieb ebenso ohne Ergebnis wie ein Suchauftrag beim Staatsarchiv Düsseldorf. Die Prozessakten des Johann Bos blieben unauffindbar. Schließlich schrieb ich das Stadtarchiv Osnabrück - die Geburtsstadt von Bos - an und wurde fündig. Man schickte mir einige Zeitungsausschnitte der Gerichtsreporter, die den Prozess begleitet hatten. Dort fand ich den Namen des Anwalts, der Bos damals verteidigte. Die Kanzlei in Dortmund existiert heute noch. Meine Anfrage brachte außer den besten Wünschen für das Buch keinen Erfolg. Die Anwälte hatten die Akten längst dem Reißwolf übergeben.
Ich hatte also nur die Zeitungsberichte. Diese waren unvollständig, widersprechen sich teilweise. Ich musste also auf meine Fantasie zurückgreifen, um diese Lücken zu füllen. Und so ist Eine brillante Masche - Die fast wahre Geschichte eine Lügners ein Roman, kein Tatsachenbericht, auch wenn er sich auf das reale Geschehen stützt.

Es ist eben nur fast die wahre Geschichte des Johann Bos.

Erschien am 12. Oktober 2014

Pressematerial 

Zum Herunterladen einer hochauflösenden Version des Buchtitels klicken Sie bitte hier

Pressestimmen

Denn dies ist ein Roman, und kein historisches Dokument und als solcher ist er überaus gelungen (...)
K.-G. Beck-Ewe auf www.buechertreff.de

Man liest es mit Genuss.
Jens Dirksen, WAZ 29.11.14

Die schnörkellose Erzählung nimmt ihre Leser mit. Es gibt keinen großen Spannungsbogen vom Anfang bis zum Ende, denn das Ende kennt der Leser ja schon. So sind es eher viele kleine solcher Bögen, zum Teil ineinander übergehende, die das Buch spannend und interessant machen. Es liest sich flott weg und man hat Spaß dabei.
Annette Gloser auf www. histo-couch.de