Jan Zweyer

Alte Genossen

Das Bild zeigt das Buchcover von Alte Genossen

Alte Genossen
Grafit-Verlag Dortmund 1999
ISBN 3-89425-221-9, 
214 Seiten Preis 8,40 €

Das Buch ist beim Verlag leider 
vergriffen

Alte Genossen

Alte Genossen erschien Anfang 1999. Zu dieser Zeit waren an einigen deutschen Gerichten umfangreiche Prozesse anhängig, in denen sich Wirtschaftskriminelle verantworten mussten, die während und nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten die unklaren Rechtsverhältnisse ausgenutzt und sich eine goldene Nase verdient hatten. 
Die Beträge, um die es in einigen dieser Verfahren ging, waren atemberaubend. Von mehreren hundert Millionen Mark war die Rede. Menschen waren schon für deutlich weniger ermordet worden. 

Und es waren beileibe nicht nur westdeutsche Gauner, die von diesen Geschäften profitiert hatten. Auch Ostdeutsche, in alten Seilschaften solidarisch verbunden, beteiligten sich beim Abkassieren. Der Zorn über solche Geschäftsmacher und die vielen Wendehälse, die früher das hohe Lied des Sozialismus gesungen und heute den Kapitalismus predigten, war überall in Ostdeutschland spürbar. Auch ich kannte einige dieser Strategen. 

Ihnen habe ich in diesem Buch ein nicht sehr freundliches Denkmal gesetzt und mir so den Ärger über sie von der Seele geschrieben.

Der beim Verlag leider vergriffene Titel ist als Kindle-Ebook erhältlich.



Pressematerial 

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Pressestimmen 

 Noch immer haben ehemalige SED- Seilschaften Einfluss im bundesdeutschen Alltag. Auch fast zehn Jahre nach der Vereinigung beider deutschen Staaten hat sich daran nichts geändert. Noch immer sind auf irgendwelchen verschwiegenen Konten Millionen und Milliarden Mark vor dem Zugriff der Behörden versteckt. Geld, das Vater Staat gern so kassieren würde...
Ein Mitglied dieser ehrenwerten Gesellschaft möchte auspacken. Geld spielt für den Mann keine Rolle mehr. Er weiß, dass er aufgrund einer Krankheit nur noch wenige Monate zu leben hat. Was der Mann allerdings nicht weiß, er ist abgehört worden, seine alten Freunde sind informiert, ihm auf den Fersen. Der Überläufer stirbt keines natürlichen Todes. Er wird ermordet.
 Rainer Esch hat den Mann, der ihm ein sattes Trinkgeld gab, mit dem Taxi gefahren. Er war neben dem Mörder wohl der letzte Mensch, der den ehemaligen DDR-Bürger lebend gesehen hat. Und plötzlich nehmen die Killer Kontakt zum Taxifahrer auf, fordern ihr Eigentum zurück. Esch hat nichts in Händen, weiß nicht, was die Männer so unbedingt wollen.
Der Taxifahrer, im Nebenberuf Inhaber einer Detektei, bekommt selbst im Urlaub auf Mykonos Besuch von seinen Verfolgern, die sich immer weniger freundlich entpuppen. Parallel zur Arbeit der Polizei wird Esch aktiv, kommt den "Alten Genossen" auf die Spur ... 
Spannung pur hat Autor Jan Zweyer in seinem zweiten Krimi mit dem Antihelden Rainer Esch zu bieten. Die Story überzeugt, die Personen tun es auch, ohne dass irgend- welche Helden geboren werden. Hier wird Alltag nachgezeichnet. Jeder könnte durch einen dummen Zufall in eine solche oder ähnliche Situation geraten, die sein Leben aus der geordneten Bahn wirft. Auch das macht letztlich den Charme dieses Krimis aus. Lesen empfohlen!
 Emsdettener Volkszeitung, 1.4.1999

 Die neu gegründete Detektei Look und Listen, die Gelegenheitsjobber Rainer Esch in Recklinghausen nach seinem 1. Fall aufgebaut hat, ist ein Flop. Erfolgreicher läuft sein Job als Taxifahrer. 
Da wird einer seiner Fahrgäste, den er zum Bahnhof gebracht hat, in der Fußgängerzone erschossen. Mit einem Mal gerät Esch ins Visier einer Stasi-nahen Ex-DDR-Organisation, die illegale Transferrubelgeschäfte zur Wendezeit abgewickelt hat und nun verhindern muss, dass einer ihrer ehemaligen Funktionäre dem BKA verraten will, wo sich noch Millionengelder auf versteckten Konten befinden. Nur langsam kann die Kripo die Hintergründe des Mordes aufdecken; sie wird immer wieder überrascht von der unkonventionellen Ermittlungsarbeit, die Amateurdetektiv Esch an den Tag legt, um seine eigene Haut zu retten. 
Zweyers zweiter, kritisch unterlegter Kohlenpott-Krimi hat deutlich an Konturen, sprachlicher und inhaltlicher Qualität gewonnen. Durchdacht aufgebaut, gut recherchiert und in der Figurenzeichnung realistischer geworden, ist der Titel breit einsetzbar. 
Ekz-Informationsdienst