Als der Himmel verschwand

Als der Himmel verschwand
Grafit-Verlag Dortmund 2005
ISBN 3-89425-313-4, 256 Seiten,
Preis 8,95 €
Das Buch ist beim Verlag leider
vergriffen
Archäologie und Astronomie haben mich seit Kindesalter fasziniert. Deshalb habe ich Hunderte von Science-Fiction-Romanen verschlungen.
Das ist vermutlich der Grund, warum ich Krimis und keine SF schreibe: Bei letzteren wäre ich nicht in der Lage zu unterscheiden, was originär meine Gedanken und was lediglich Versatzstücke und Erinnerungsfetzen an Texte sind, die ich in meiner Jungend gelesen habe.
So war ich begeistert, als ich zum erstenmal von der Himmelsscheibe von Nebra hörte. Die bisher älteste astronomische Darstellung des Mondes, der Sonne und eines Sternenhaufen, der Plejaden, war gefunden worden. Die Plejaden hatten im Altertum eine ganz besondere Bedeutung. Ihr Auf- und Untergang in Verbindung mit dem Erscheinen des Vollmondes markierte den Beginn des Frühjahres und des Herbstes, der Zeit von Saat und Ernte. Das Wissen um diese Zusammenhänge war für die frühe Menschheit im wahrsten Sinne des Wortes lebensnotwendig. Und eine Bronzescheibe, die diese Zusammenhänge vor etwa 3600 Jahren verdeutlichte, war nun aus den Dunkeln der Zeiten aufgetaucht.
Ihre Entdeckung selbst wurde zum Krimi. Schatzsucher hatten die Scheibe und andere Artefakte aufgespürt und beschlossen, sie zu Geld zu machen. Über Mittelsmänner boten sie das Fundstück schließlich dem Archäologischen Museum in Halle zum Kauf an. Dort ging man zum Schein auf das Angebot ein und bei der Übergabe wurden die Diebe schließlich festgenommen.
Die Himmelsscheibe von Nebra war bis Mai 2005 in Halle zu bestaunen. Danach ging sie auf Reisen (Kopenhagen: Juli bis Oktober 2005, Mannheim: März bis Juli 2006)
Die Himmelsscheibe von Nebra: Ein neuer Fall für Jean-Paul Büsing.
Als der Himmel verschwand wurde von Juli bis November 2006 als Fortsetzungsroman in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) abgedruckt.
Der beim Verlag leider vergriffene Titel ist als Kindle-Ebook erhältlich
Pressematerial
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Pressestimmen
Wer hat nicht vom spektakulären Raub von berühmten Bildern des Malers Edvard Munch gehört oder gelesen. Kunstraub gehört seit Jahren zum festen Repertoire von Erpressern. Nur gegen ein hohes Lösegeld werden die Originale zurückgegeben. Dieser dreiste Bilderraub mit Waffengewalt war für Jan Zweyer Vorbild für seinen neuesten Krimi "Als der Himmel verschwand".
Die unschätzbar wertvolle 'Himmelsscheibe aus Nebra" wird von Deutschland nach Italien ausgeliehen. Kurz vor der Eröffnung der Ausstellung verschwindet diese vor wenigen Jahren im Osten der Republik gefundene Himmelsscheibe, die mehr ist als ein einfaches Abbild des Sternenhimmels. Die beweist, dass die Menschen schon früh viel über den Gang der Gestirne gewusst haben. Und dieses wichtige Zeugnis wird gestohlen.
Das ist natürlich ein Fall für den Versicherungsdetektiv Jean Büsing. Der soll im Auftrag des Versicherers Wege und Mittel auftun, um das wervolle Stück unbeschadet nach Deutschland zurück- zuholen. Doch es gibt keine Forderungen der so genannten Artnapper. Waren einfach nur skrupellose Verbrecher am Werk?
Mit dieser Frage muss sich Büsing ebenso beschäftigen wie mit der Frage, ob nicht ganz andere Kreise hinter dem Diebstahl stecken. Doch wo ansetzen? Italien heißt das Zauberwort. Zweyer schickt seinen Detektiv nach Florenz. Im Museum beginnt er seine Ermittlungen. Und seine erste Entdeckung ist eine bildhübsche Mitarbeiterin, die sich auffällig für den Deutschen interessiert, wohl nicht nur, weil sie in Deutschland aufgewachsenen ist. Und dann geht es Schlag auf Schlag.
Natürlich verliebt sich Büsing in die Dame mit Kind, die jedoch immer verdächtiger wird. Da gibt es noch einen Ehemann. Und es verschwindet nach der Himmelsscheibe auch noch die attraktive Dame seines Herzens.
Zweyer hat eine feine Romanhandlung gesponnen, die nicht nur aktuell auf der Hühe der Zeit ist. Der Autor präsentiert einen Krimi mit sehr viel Spannung, der den Leser immer wieder in die Irre leitet.
Da macht das Lesen einfach Spaß. (-ero-)
Emsdettener Volkszeitung Nr. 42
18. Februar 2006
Mediterranes Flair, vorchristliche Mythen und ein modernes Verbrechen:
Versicherungsdetektiv Jean-Paul Büsing soll die Himmelsscheibe von Nebra wiederbeschaffen. Büsing, der eine echte Type ist, stürzt sich in seinen zweiten Fall.
Auf der Grundlage einer authentischen Geschichte um einen real existierenden Schatz entwickelt Jan Zweyer einen atmosphärisch dichten, spannenden Plot mit glaubwürdigen Protagonisten - zum Beispiel die wunderbare Gianna Rossi. Büsing lernt die attraktive Wissenschaftlerin im Laufe seiner Ermittlungen kennen - und ist völlig hin und weg. Als dann aber Rossi plötzlich weg ist, kann Büsing sich keinen Deut mehr auf die Suche nach der Himmelsscheibe kon- zentrieren. Ihn interessiert nur noch: Wo ist Gianna?
Mörderisch gut!
Lübecker Nachrichten 26. Januar 2006